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KN: Nach SG-Sieg: Knisternde Spannung in der Liga

Mannheim. Knisternde Spannung in der Bundesliga: Nach dem 25:22 (13:13)-Auswärtscoup der SG Flensburg-Handewitt bei den Rhein-Neckar Löwen trennt das Führungstrio nur noch ein einziger Minuspunkt. Vor 13 200 Zuschauern in der ausverkauften SAP-Arena ehrten die Gastgeber zunächst ihre EM-Medaillen-Gewinner, dann glänzten nicht Gold und Silber, sondern Abwehrreihen und Torhüter.

Rasmus Lauge tanzt auch die Löwen aus

Bei der SG war Rechtsaußen Lasse Svan kurzfristig wegen einer Erkrankung ausgefallen, sein Vertreter Bogdan Radivojevic erhöhte per Gegenstoß auf 5:3 (13.). Die Löwen wirkten zunächst gehemmt und gerieten mit 5:11 (19.) in Rückstand. Auch Spielmacher Andy Schmid, den SG-Coach Ljubomir Vranjes im Vorfeld als "besten Spieler der Welt" bezeichnet hatte, konnte der Offensive in den ersten 25 Minuten keine Impulse verleihen. Die Wende leitete ein Torwart-Wechsel ein: Borko Ristovski machte es den Gästen zunehmend schwer. National-Rechtsaußen Patrick Groetzki meldete sich nach seinem Wadenbeinbruch zurück und war mit zwei Treffern an der Löwen-Aufholjagd beteiligt, die zur Halbzeit in ein Remis mündete.

Beim 16:15 (38.) führten die Hausherren erstmals. Das Ausscheiden von Johan Jakobsson nach der dritten Zeitstrafe (34.) schien eine weitere Schwächung für die Gäste zu sein. Doch mit einer Auszeit rüttelte Ljubomir Vranjes seine Schützlinge wach. Ein wichtiger Rückhalt war zudem Mattias Andersson, an dem die Löwen mit zunehmender Spieldauer immer mehr verzweifelten. Nach dem 17:21 (49.) versuchte es Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen mit immer offensiveren Deckungsvarianten. Doch gegen die Konsequenz eines Rasmus Lauge (neun Tore) war kein Kraut gewachsen. Als der Däne das 20:24 (57.) markierte, war die Partie entschieden.

Währenddessen hat der SC Magdeburg am Mittwochabend mit einem 31:31 (16:16) beim TSV Hannover-Burgdorf den dritten Auswärtssieg in dieser Saison verpasst. Michael Damgaard (10) und Yves Gravenorst (7) erzielten vor 4100 Zuschauern in der Swiss-Life-Hall die meisten Tore für die Elbestädter. Magdeburg bleibt Tabellenzehnter. Kai Häfner (7) und Runar Karason (6/1) trafen für die Niedersachsen am häufigsten. Der SCM sah nach einem verwandelten Siebenmeter von Robert Weber 53 Sekunden vor dem Abpfiff schon fast wie die Sieger aus. Häfner rettete den Hausherren einen Zähler.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 18.02.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

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