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KN: Flensburg hält Kurs auf Gruppensieg

Celje. Für die SG Flensburg-Handewitt läuft es auch in der Champions League wie geschmiert. In Celje feiern die Norddeutschen ihren achten Sieg in Serie und bleiben in ihrer Gruppe an der Spitze. Die Rhein-Neckar Löwen verloren dagegen bei KS Vive Tauron Kielce in Polen.

Rhein-Neckar Löwen verpassen Sieg in Kielce

Mit der Ausbeute dieser Fünf-Tages-Tour kann die SG Flensburg-Handewitt rundum zufrieden sein. Zunächst bescherte sie in Mannheim der Bundesliga einen Dreikampf um die Meisterschaft, dann verteidigte sie mit einem 30:26 (12:15)-Erfolg beim RK Celje die Spitzenposition in der Gruppe A der Champions League. "Beim slowenischen Meister haben alle Mannschaften Probleme", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes. "Deshalb können wir sehr zufrieden sein, dass wir diese Partie in der letzten Viertelstunde unter Kontrolle bekamen."

Die breite Bank hat sich in den letzten Tagen als großer Vorteil für die Flensburger erwiesen, 17 gesunde Akteure stehen derzeit im Kader. Rechtsaußen Lasse Svan laborierte am Mittwoch noch an einem Magen-Darm-Virus, avancierte in Celje mit acht Toren wieder zum zuverlässigen Goalgetter. Kentin Mahé kehrte nach Problemen an Finger und Knöchel zurück, Kresimir Kozina entlastete Henrik Toft Hansen am Kreis, und Kevin Möller, der über die vollen 60 Minuten zum Einsatz kam, machte diesmal eine sehr gute Figur im Tor. Dennoch lagen die Flensburger häufig zurück, selbst zehn Minuten vor Schluss mit 22:24 (50.). Dann brachte 5:0-Lauf die Vorentscheidung. Im Kampf um den ersten Platz bleibt es indes spannend: An den nächsten beiden Wochenenden geht es gegen die Verfolger MKB Veszprém und Paris St. Germain.

Die Rhein-Neckar Löwen müssen nach einer neuerlichen Pleite dagegen wohl den Umweg über das Achtelfinale nehmen. Die Mannheimer kassierten am Sonnabend eine knappe 27:28-Niederlage beim polnischen Topclub KS Vive Tauron Kielce. Mit 15:9 Punkten haben die Löwen zwei Spieltage vor Ende der Vorrunde in der Gruppe B als Tabellenvierter kaum noch Aussichten auf den Gruppensieg, der das direkte Viertelfinalticket bringt.

Vor 4200 fanatischen Zuschauern in der ausverkauften Hala Legionow war Mads Mensah Larsen mit sechs Toren erfolgreichster Gäste-Torschütze. Trainer Nikolaj Jacobsen schonte Leistungsträger wie Uwe Gensheimer und Patrick Groetzki, die nach langer Verletzungspause gerade erst ihr Comeback gegeben hatten. Trotz der Niederlage zollte der Coach seiner Truppe ein Lob: "Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Sie hat ein sehr gutes Spiel gemacht und ist am Ende leider nicht dafür belohnt worden." Andy Schmid vergab mit dem letzten Wurf das mögliche Remis.

"Es ist sehr schade, dass wir keinen Punkt mitgenommen haben, wir haben toll gespielt. Darauf müssen wir am Mittwoch aufbauen", sagte Europameister Hendrik Pekeler. Dann steht das Wiederholungsspiel im DHB-Pokal-Viertelfinale gegen die MT Melsungen an. "Wir wollen unbedingt wieder zum Final Four nach Hamburg", sagte Pekeler.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 22.02.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

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