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KN: SG verliert gegen Veszprem – Löwen schlagen Kolding

Flensburg/Frankfurt. Im März wird die SG Flensburg-Handewitt wohl eine Reise nach Montpellier buchen. Das müsste sie als Gruppendritter in der Champions League, da in der Parallelstaffel der französische Vize-Meister nicht mehr von der sechsten Stelle zu verdrängen ist. Nach dem 28:29 (12:10) in einer hochklassigen Partie gegen MVM Veszprem erhielten die Nordlichter zwar Komplimente, stürzten aber von Position eins auf den dritten Platz ab. Die Rhein-Neckar Löwen bleiben indes im Rennen um eine Top-Platzierung in der Gruppe B. Der bereits fürs Achtelfinale qualifizierte Bundesligist gewann am Sonntag sein Heimspiel gegen KIF Kolding Kopenhagen mit 24:20 (12:11) und belegt vor dem letzten Spieltag den dritten Platz.

SG rutscht auf Platz drei ab

"Das war ein großartiger Sieg", strahlte Veszprems Trainer Javier Sabate. "Meine Mannschaft bewegte sich in der zweiten Hälfte nahe am Perfektionismus und gewann so bei der Mannschaft Europas, die derzeit am besten in Form ist." SG-Trainer Ljubomir Vranjes lächelte etwas verschmitzt: "Es ist schon merkwürdig, wenn man nach einer Niederlage Gratulationen erhält. Meine Jungs haben aber gewiss alles gegeben, was im Moment möglich ist."

Gerade in der ersten Hälfte brillierten die Flensburger vor 6300 Zuschauern. 6:0-Abwehr und Torwart Mattias Andersson arbeiteten auf höchstem Niveau. 5:2 hieß es nach elf Minuten, der Gast aus Veszprem kam nur schwer in Gang. Wichtig für den weiteren Verlauf waren sicherlich die beiden Tore, die Ivan Sliskovic und Renato Sulic kurz vor der Pause erzielten, um den 8:12-Rückstand zu verkürzen.

Im zweiten Durchgang drehte der ungarische Meister auf. Rückraum-Ass Laszlo Nagy war nicht mehr zu stoppen, die Offensive wirbelte die Flensburger durcheinander. Nach dem 24:27 (56.) stellten die Hausherren ihre Deckung um, Kentin Mahe operierte als Spitze. Prompt ergaben sich zwei Ballgewinne, die für den Anschluss genutzt wurden. 50 Sekunden vor Schluss markierte Rasmus Lauge das 28:29. "Er war heute absolute Weltklasse, zeigte teilweise unglaubliche Dinge", fand sein ehemaliger Kieler Mannschaftskollege Aron Palmarsson. Der Gelobte ärgerte sich: "Leider habe auch ich ein oder zwei Hundertprozentige versiebt." Dazu zählte nicht sein letzter Wurf, den Rasmus Lauge unmittelbar vor dem Abpfiff aus schwerer Position abgefeuert hatte.

Die Flensburger brauchen nun am kommenden Sonntag schon ein kleines Wunder, um sich doch noch den Gruppensieg in der Gruppe A und das damit verbundene Freilos für das Achtelfinale zu sichern. Zum einen muss die SG in Paris gewinnen, zum anderen muss Veszprem gegen Plock Federn lassen.

Löwen mit klarem Sieg

Vor 2824 Zuschauern in der Frankfurter Fraport-Arena war Stefan Sigurmansson mit sieben Toren erfolgreichster Torschütze der Löwen. Trainer Nikolaj Jacobsen schonte gegen den dänischen Meister erneut viele Stammkräfte und sah einen katastrophalen Start seiner Mannschaft. Im Angriff fehlten seinem anfangs lethargischen Team Tempo, Timing und Ideen, doch nach einem 3:8-Rückstand (15.) fanden die Nordbadener langsam zu gewohnter Form und nahmen ein 12:11 mit in die Pause. Nach dem Seitenwechsel agierten die Löwen zunächst konzentrierter und gingen 16:12 (34.) in Führung. Gegen einen schwachen Gegner geriet der Sieg nicht mehr in Gefahr.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 29.02.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

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