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Powitanie: Polen freut sich auf die EURO-Handballer

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Powitanie: Polen freut sich auf die EURO-Handballer

Nach dem 31:28-Sieg beim Bergischen HC trennte sich die "Zebraherde": Ein Teil verabschiedete sich in ein paar freie Tage, der andere machte sich auf den Weg zu der jeweiligen Nationalmannschaft. Denn handballlos ist die "Winterpause" nicht: Bei der EURO 2016 kämpfen die 16 besten Teams des Kontinents in Polen um den Europameistertitel. 

Halbfinale und Finale in Krakau

Nur noch knapp drei Wochen sind es bis zur Eröffnung der zwölften Handball-Europameisterschaft, die vom 15. bis 31. Januar ausgetragen wird. Der Gastgeber setzte sich in der Abstimmung der Europäischen Handballföderation (EHF) gegen die Mitbewerber Kroatien und Norwegen durch. Gestartet wird mit einer Vorrunde in vier Gruppen (A-D), die aus jeweils vier Teams bestehen. In der anschließenden Hauptrunde, in die alle qualifizierten Mannschaften ihre untereinander erspielten Punkte aus der Vorrunde mitnehmen, treffen die ersten drei Teams der Gruppe A in Krakau auf die drei besten Mannschaften der Gruppe B. In Breslau bekommen es die jeweils drei erfolgreichsten Mannschaften der Gruppen C und D miteinander zu tun. Die besten beiden Teams der zwei Hauptrundengruppen treffen dann über Kreuz im Halbfinale aufeinander. Während die Plätze fünf bis acht in Breslau ausgespielt werden, finden die Halbfinals und die Spiele um die Plätze eins bis vier dann vom 29. bis 31. Januar in Krakau statt.

Gruppe A mit Frankreich in Krakau

Gruppe A wird angeführt von dem amtierenden Europameister Frankreich, der zudem aktueller Weltmeister und Olympiasieger ist. Zu Nikola Karabatic und Co. gesellen sich noch der Gastgeber Polen, Mazedonien und Serbien. Gespielt wird in Krakau im Süden des Landes. Die 760-000-Einwohner-Stadt liegt an der Weichsel und ist besonders für ihre Kathedrale und das Königsschloss bekannt. Die Gruppe B wird ebenfalls in Südpolen, genauer gesagt im Landesteil Schlesien, ausgespielt. In Katowice, das knapp 80 Kilometer westlich vom doppelt so großen Krakau liegt, kämpfen Kroatien, Weißrussland, Norwegen und Island mit den Ex-"Zebras" Aron Palmarsson und Gudjon Valur Sigurdsson um das Erreichen der Hauptrunde.

Deutschland spielt in Breslau

Noch ein Stück weiter nordwestlich geht es für die Deutschen in der Gruppe C gegen die Teams aus Schweden, Slowenien und Spanien um die ersten drei Plätze, die das Weiterkommen im Turnier bedeuten. Aus THW-Sicht werden das ganz besondere Spiele, denn mit Steffen Weinhold, Rune Dahmke Christian Dissinger, Niclas Ekberg und Joan Canellas stehen sich fünf Kieler "Zebras" in Wroclaw (deutscher Name: Breslau) gegenüber. Die Gruppe D wird, geografisch etwas weiter abgelegen von den anderen drei Gruppen, in Danzig ausgespielt. Die 460.000 Einwohner zählende Stadt an der Ostsee wird in der Vorrunde Teilnehmer und Fans aus Dänemark, Ungarn, Russland und Montenegro beherbergen. Die Hauptstadt Pommerns beheimatet den wichtigsten Seehafen des Landes.

Volle Konzentration auf den Titel

In den vier gastgebenden Städten gibt es zwar viel zu erkunden, aber Zeit zum ausgiebigen Sightseeing haben die 16 EM-Teilnehmer nicht. Der Kampf um den Titel verlangt die volle Konzentration. Aber alle anderen Besucher sollten den Reiseführer nicht zu Hause vergessen, sonst bleibt das ein oder andere Wahrzeichen im Verborgenen, denn Polen hat viel zu bieten - und das nicht nur zur Europameisterschaft im kommenden Januar.