Auf dem Weg in die AKQUINET EHF Cup Finals: Viertelfinale komplett

EHF-Pokal
Montag, 01.04.2019 // 15:05 Uhr

Dramatik und am Ende sechs Mannschaften aus fünf Nationen: Der letzte Spieltag der EHF-Cup-Gruppenphase bot den Handball-Fans in Europa Spannung bis zum letzten Abpfiff. Jetzt stehen die sechs Teilnehmer fest, die in den Viertelfinal-Begegnungen die drei weiteren Teilnehmer an den AKQUINET EHF Cup Finals am 17. und 18. Mai in Kiel (jetzt Ticket buchen) ermitteln werden. Der THW Kiel, der am Wochenende die Gruppenphase mit dem 35:26-Erfolg bei KS Azoty-Pulawy und der perfekten Bilanz aus sechs Siegen in sechs Spielen abschloss, steht aufgrund einer Sonderregelung der EHF für die Ausrichter des Finalturniers bereits als erster Halbfinalist in der Sparkassen-Arena fest. 

Berlin und Saint-Raphael im Viertelfinale

Wer könnte neben dem bereits qualifizierten Gastgeber am 17. und 18. Mai bei den AKQUINET EHF Cup Finals zu Gast in der Landeshauptstadt sein? Diese Frage bewegte am Wochenende die Handball-Fans in Europa. Für die Viertelfinal-Partien qualifizierten sich die drei Sieger der Gruppen A bis C und die drei bestplatzierten Zweiten der Gruppen A bis D. In der Gruppe A hatten bereits vor dem Schlussspieltag die Füchse Berlin, Titelverteidiger, und Saint-Raphael Var Handball (FRA) den Viertelfinal-Einzug geschafft. Mit jeweils 8:2 Punkten war ihnen der Sprung in die nächste Runde sicher. Vor dem abschließenden Spiel, die Füchse schlugen vor 9.000 Zuschauern den ungarischen Vertreter Balatonfüredi KSE nach einer fulminanten zweiten Hälfte mit 36:23 (16:14), stand auch der Gruppensieg der Berliner bereits fest, da der direkte Vergleich gegen Saint-Raphael gewonnen wurde. Zudem verloren die Franzosen den Vorrunden-Abschluss bei BM Logroño La Rioja überrraschend mit 28:29 (14:15). Am Spieltag zuvor hatten Saint-Raphael allerdings seine Stärke unter Beweis gestellt, als man die Füchse mit einer 31:34-Niederlage auf die Heimreise schickte.

Hannover folgt mit starkem Endspurt Tatabanya

In der Gruppe B sprach lange Zeit alles gegen die TSV Hannover-Burgdorf. Durch den deutlichen 29:17-Erfolg bei Eurofarm Rabotnik in Mazedonien am vorletzten Spieltag verschafften sich die Niedersachsen aber ein echtes Viertelfinal-Endspiel, weil parallel dazu RK Nexe (CRO) gegen den Gruppensieger Grundfos Tatabanya (HUN) mit 26:29 verlor. Die Entscheidung fiel am letzten Spieltag: Mit einem grandiosen 32:22 (14:9)-Sturmlauf im "Finale" gegen Nexe sicherten sich Hannoveraner zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Viertelfinal-Teilnahme. Als Gruppenerster zog zudem der ungarische Top-Club Grundfos Tatabanya in die Runde der besten sechs Teams ein.

Dramatik in den Gruppen C und D

Dramatisch wurde es dann zwischen zwei dänischen Clubs im Kampf um den letzten freien Viertelfinal-Platz: Während der FC Porto in Gruppe C genauso wie der THW Kiel in Gruppe D eine perfekte Vorrunde mit sechs Siegen aus sechs Partien spielte und mit dem abschließenden 30:27-Erfolg gegen HC Dobrogea Sud Constanta die K.o.-Runden-Hoffnungen der Rumänen zunichte machte, entbrannte um den besten Platz zwei in beiden Gruppen ein innerdänisches Kräftemessen: TTH Holstebro hatte mit einem 34:22-Kantersieg gegen die Spanier von Liberbank Cuenca die Punkte fünf und sechs geholt und zudem die Tordifferenz auf +15 geschraubt. Trotzdem hielt GOG aus Gudme in der Gruppe D alle Trümpfe in der Hand: Ein Punktgewinn bei BM Fraikin Granollers hätte dem THW-Gegner, der seine Tor-Differenz bei der klaren 23:37-Niederlage in Kiel nachhaltig verschlechtert hatte, die Tür in die nächste Runde weit aufgestoßen. Doch der Druck war offensichtlich zu groß: Mit 31:34 verlor GOG die harte Partie, in der insgesamt zwölf Zeitstrafen und eine direkte Rote Karte verhängt wurden, und verpasste punktgleich mit Holstebro aufgrund der um 13 Treffer schlechteren Tordifferenz das Viertelfinale. 

Auslosung am 2. April

Sechs Mannschaften aus fünf Nationen streiten in den Viertelfinal-Begegnungen am 21./21. und 27./28. April nun um die drei weiteren Startplätze neben dem THW Kiel bei den AKQUINET EHF Cup Finals am 17. und 18. Mai in der Kieler Sparkassen-Arena: TTH Holstebro aus Dänemark, Saint-Raphael Var Handball (Frankreich), Füchse Berlin und TSV Hannover-Burgdorf aus Deutschland, FC Porto Sofarma aus Portugal sowie Grundfos Tatabánya KC aus Ungarn wollen ihren Weg zum Final-Turnier in Kiel weiter gehen. Die Viertelfinal-Auslosung findet am 2. April statt. 

Service: Tickets für die AKQUINET EHF Cup Finals

Unterdessen läuft der Vorverkauf für die AKQUINET EHF Cup Finals am 17. und 18. Mai in der Kieler Sparkassen-Arena auf Hochtouren: Mehr als 7.500 Tickets sind bereits für das Finalturnier an der Förde abgesetzt. Noch gibt es aber Eintrittskarten an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im Online-Ticketshop des THW Kiel unter www.thw-handball.de/tickets, im Ticketcenter der Sparkassen-Arena und unter der telefonischen Hotline 01806 / 300 234 (gebührenpflichtig: 0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem dt. Mobilfunknetz). In den zwei Halbfinal-Partien am Freitag werden die EHF-Cup-Finalisten gesucht, die nach dem Spiel um Platz drei am Samstag das Endspiel um die begehrte Trophäe bestreiten.