"Zebras" mit klarem Arbeitssieg gegen den TV Emsdetten

Bundesliga
Samstag, 21.12.2013 // 21:57 Uhr

Bundesliga, 19. Spieltag: 21.12.2013, Sa., 19.00: THW Kiel - TV Emsdetten: 35:28 (18:15)

Update #3: KN-Bericht und Stimmen ergänzt

Weihnachtliche Stimmung: Nach der Partie sprach Kapitän Filip Jicha zu den Fans. © Sascha Klahn

Der THW Kiel hat am Sonnabendabend mit einem 35:28 (18:15)-Erfolg gegen den TV Emsdetten seine Tabellenführung in der DKB Handball-Bundesliga verteidigt. Fünf Tage vor dem Spitzenspiel gegen den HSV am zweiten Weihnachtsfeiertag taten sich die "Zebras" allerdings eine Halbzeit lang schwer gegen einen couragiert auftretenden Aufsteiger. Ein 4:0-Lauf nach der Pause sorgte dann allerdings schnell für Klarheit. Bester Torschütze der Partie war Marko Vujin, der 12/7 Mal traf. Aus dem Feld war Niclas Ekberg mit sieben Toren aus acht Versuchen am erfolgreichsten.

Überraschender Start

Die Partie begann für viele der 10.285 Zuschauer in der ausverkauften Sparkassen-Arena überraschend. Denn wer gegen den bisher erst mit vier Punkten auf der Habenseite stehenden Tabellenletzten auf einen Start-Ziel-Sieg der "Zebras" gehofft hatte, sah sich schnell getäuscht: Mit 2:0 führten die Emsdettener, ehe Christian Zeitz mit einem 118 km/h-Knickwurf die vier torlosen THW-Minuten zu Beginn der Partie beendete. Weil Patrick Wiencek dann zweimal im Gegenstoß erfolgreich war, führte der THW nach sechs Minuten erstmals. Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln - auch nicht nach Jichas Doublette zum 6:4 und 7:4: Beide Male schnappte sich der Tscheche einen gegnerischen Pass und vollendete den Gegenstoß. Doch ebenso schnell war der TV Emsdetten wieder dran - gut nur, dass sich Marko Vujin vom Siebenmeterstrich sehr zielsicher zeigte.

Gäste gehen in Führung

Starker Auftritt: Marko Vujin verwandelte alle sieben Strafwürfe und traf auch fünfmal aus dem Feld.
© Sascha Klahn

Weil sich die Kieler insgesamt aber zu viele Fehler erlaubten und sich vor allem in der THW-Deckung große Lücken auftaten, kamen die Gäste wieder heran - daran änderte auch eine Auszeit von Alfred Gislason nichts, nach der der Isländer Christian Zeitz bis zur Pause auf die Spielmacherposition schickte. Als nach 23 Minuten die Westfalen mit einem Doppelschlag durch Thünemann und Halilbegovic erst den Ausgleich und dann sogar die neuerliche Führung erzielten, feierten die gut 150 mitgereisten Fans diesen Husarenstreich mit "Auswärtssieg"-Sprechchören. Doch das wollten die Kieler natürlich verhindern: Wiencek glich vom Kreis aus, Vujin markierte mit seinem ersten Feldtor das 15:14, und Andreas Palicka hielt einen Siebenmeter. Trotzdem gelang dem TVE der erneute Ausgleich (26.), ehe Zeitz, Wiencek und Vujin den Halbzeitstand von 18:15 sicherten.

Schnelle Vorentscheidung nach der Pause

Fünf Treffer: Patrick Wiencek setzt sich durch. © Sascha Klahn

Nach der Pause brachte Gislason unter anderem Johan Sjöstrand und Aron Palmarsson. Die erste Sieben sollte es also richten - und sie tat es: Erst nutzte der starke Ekberg eine Pfosten-Vorlage von Vujin zum 19:16, dann markierte Jicha nach einem Solo durch die Emsdettener Abwehr das 20:16, Wiencek verwandelte einen Gegenstoß zum 21:16, ehe Marko Vujin über Außen das 22:16 erzielte. Fünf Minuten nach dem Wechsel war so eine Vorentscheidung gefallen - auch wenn die Westfalen sich immer wieder herankämpften. Doch richtig in Gefahr gerieten die Kieler nicht mehr. Auch, weil Sjöstrand nun einige gute Paraden zeigte, auch, weil die Abwehr insgesamt ein wenig fester zupackte. Und auch, weil die Linkshänder-Fraktion des THW weiter beinahe nach Belieben traf: Ekberg und Vujin schraubten den Vorsprung erstmals auf sieben Tore (44.), der bis zum Schlusspfiff Bestand hatte.

Jicha wünscht frohe Weihnachten

Filip Jicha erzielte sechs Treffer. © Sascha Klahn

Nach der Partie sprach der neue Kapitän Filip Jicha erstmals zu den Fans. Während sich die Mannschaft mit Weihnachtsmützen für das Dankeschön an die Fans wappnete, ergriff Jicha das Wort: "Ich möchte mich bei unseren Fans für die tolle Saison bedanken und allen frohe Weihnachten im Namen der gesamten Mannschaft wünschen. Wir freuen uns jetzt auf fünf spielfreie Tage und können ein wenig Weihnachten genießen. Noch mehr freuen wir uns aber, dass wir uns hier am 26. alle wieder treffen. Dann werden wir den HSV schlagen!"

 

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