Jahres-Endspiel am 26.12 gegen die HSG Wetzlar

Bundesliga
Mittwoch, 24.12.2014 // 10:00 Uhr

Mit der Partie gegen die HSG Wetzlar verabschiedet der THW Kiel am zweiten Weihnachtsfeiertag gemeinsam mit seinen Fans das Handball-Jahr 2014. Das letzte von insgesamt 25 Heimspielen des Kalenderjahres hat es in sich: Die Mittelhessen reisen - angeführt von ihren Stars Ivano Balic, Guillaume Joli und Jose Hombrados - mit Selbstbewusstsein an die Förde. Anwurf in der ausverkauften Sparkassen-Arena ist am 26. Dezember um 17.15 Uhr, aktuelle Informationen liefert der Live-Ticker hier auf der Homepage.

Mehr als 230.000 Heim-Fans

Insgesamt 231.554 Zuschauer verfolgten die 25 Heimspiele des THW Kiel im Kalenderjahr 2014. Sie erlebten gemeinsam mit den "Zebras" in ihrem "Wohnzimmer" viele Höhen - wie die umjubelte wie hochdramatische Meisterschaft am letzten Spieltag. Nun soll am zweiten Weihnachtsfeiertag das erfolgreiche Jahr mit einem Sieg gegen die HSG Wetzlar abgeschlossen werden. "Wir wollen unseren Fans zwei Punkte im Jahres-Endspiel schenken", freut sich Kreisläufer Patrick Wiencek auf die Partie gegen die starke HSG.  

Drei Superstars in Mittelhessen

Ivano Balic gilt als verlängerter Arm von Trainer Wandschneider auf dem Parkett.

Die Mittelhessen haben das Image der "grauen Maus", das sie seit dem Wiederaufstieg in die "stärkste Liga der Welt" Ende der 90er Jahre verfolgte, längst abgelegt. Zuletzt machte die HSG unter anderem mit einem Remis gegen Flensburg bundesweit auf sich aufmerksam. Zudem sorgten die Mittelhessen mit der Vertragsverlängerung von Superstar Ivano Balic und der Verpflichtung des französischen Olympiasiegers Guillaume Joli sowie der Torwartlegende Jose Javier Hombrados für positive Handball-Schlagzeilen - jetzt stecken gleich drei internationale Superstars im HSG-Trikot.

Talfahrt nach Sprung an die Spitze

Mit einem eingespielten Kader, den wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorstellten, gelang ein furioser Saisonauftakt: Bei GWD Minden gewann man souverän mit 30:24, es folgte ein deutlicher 32:25-Heimsieg gegen THW-Schreck TBV Lemgo und gar der Sprung an die Tabellenspitze. Ende September begann nach dem Sieg in Hamburg allerdings eine Talfahrt, die die Mittelhessen sogar kurzfristig in die Nähe der Abstiegsränge abrutschen ließ: Nur zwei Punkte – die allerdings jeweils mit einem Remis bei den heimstarken Melsungern und gegen die Füchse Berlin – holte die Mannschaft aus sechs Spielen. 

Lipovina neu im Kader

Kam von Metalurg Skopje: Vladan Lipovina.

Besonders ärgerlich waren die Heimniederlage gegen Bietigheim und der Auswärtsverlust in Erlangen. Der Grund: Eine unglaubliche Verletzungsserie, auf die die Mittelhessen Anfang November reagierten: Sie verpflichteten den 21 Jahre jungen rechten Rückraumspieler Vladan Lipovina vom Kieler Champions-League-Gegner Metalurg Skopje. "Ich habe selten einen Spieler dieses Alters mit einem solchen Spielverständnis gesehen", lobt Trainer Kai Wandschneider. „Er hat ein sehr gutes Auge für den Kreis und den Außen." Weil zudem einige andere gestandene Spieler in den Kreis der Mannschaft zurückkehrten, ging es für Wetzlar auch in der Tabelle wieder nach oben: Vier Siege aus fünf Spielen, dazu das für die Gäste schmeichelhafte Heim-Unentschieden gegen Flensburg - die HSG strebt nach dem Auswärts-Unentschieden bei den wiedererstarkten Lemgoern wieder nach oben.

Positive THW-Bilanz

Die Bundesliga-Bilanz der HSG gegen den THW Kiel ist allerdings eher bescheiden: Von bisher 33 Spielen gewannen die Mittelhessen bei drei Unentschieden lediglich dreimal gegen den Rekordmeister. Der letzte Sieg der Grün-Weißen liegt allerdings schon mehr als zwölf Jahre zurück und fand noch in der gefürchteten Sporthalle Dutenhofen statt, in der die „Zebras“ häufiger mit Problemen zu kämpfen hatten (siehe auch Gegnerdaten HSG Wetzlar im THW-Archiv). Ausruhen sollte man sich aus Kieler Sicht aber nicht auf dieser Statistik, hat die HSG doch in diesem Jahr vor allem gegen die Top-Mannschaften oft eine Top-Leistung gebracht. Schiedsrichter der letzten THW-Partie des Jahres, die nicht im Fernsehen gezeigt wird, sind Sebastian Grobe und Adrian Kinzel. 

 

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