Kieler Nachrichten: HSV-Handballer geben nicht auf

Bundesliga
Donnerstag, 12.06.2014 // 09:59 Uhr

Hamburg. Das Schiedsgericht als letzter Strohhalm: Der hochverschuldete HSV Hamburg geht im Kampf um seine Lizenz in die dritte und letzte Instanz. Der ehemalige deutsche Meister wird das unabhängige Schiedsgericht der Handball-Bundesliga anrufen.

"Wir müssen und werden nichts unversucht lassen und alle Optionen nutzen. Deshalb ziehen wir vor das Schiedsgericht", sagte Interims-Präsident Frank Spillner: "Unsere Anwälte haben positive Ansätze gefunden." Über das Pfingstwochenende hatte ein Team des Münchner Sportjuristen Thomas Summerer die Aussichten vor dem Schiedsgericht geprüft. Dabei ging es um Verfahrens- oder Formfehler, neue Unterlagen dürfen nicht nachgereicht werden. "Es gibt Ansatzpunkte, die Lizenzverweigerung aus den Angeln zu heben", sagte Summerer dem "Hamburger Abendblatt".

Damit steht die Star-Truppe um Kapitän Pascal Hens noch nicht endgültig als Zwangsabsteiger aus der Bundesliga fest. Da kein vorsorglicher Lizenzantrag für die Zweite Liga gestellt wurde, bleibt dem letztjährigen Champions-League-Gewinner auch noch die theoretische Möglichkeit, in der Dritten Liga anzutreten. Vorsorglich wurden am Dienstag die Anträge für die Spielgenehmigung gestellt. Ein Start in Liga drei erscheint an der Elbe angesichts der höchst problematischen finanziellen Verhältnisse aber als nahezu ausgeschlossen. Stattdessen droht die Insolvenz - vielleicht sogar schon vor der Entscheidung des Schiedsgericht, die in der letzten Juniwoche fallen dürfte.

Mäzen Andreas Rudolph war am 8. Mai als HSV-Präsident zurückgetreten und hatte den Verein damit in eine existenzielle Krise gestürzt. Der Medizintechnik-Unternehmer, der in den vergangenen zehn Jahren mehr als 25 Millionen Euro in den Klub gepumpt hatte, schloss weitere finanzielle Hilfen aus.

(aus den Kieler Nachrichten vom 12.06.2014)

 

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