KN: Löwen lösen Vertrag mit Storm

Bundesliga
Montag, 25.08.2014 // 09:55 Uhr

Kiel. Unerwartet kam es nicht: Einen Tag vor dem ersten Saisonspiel der Rhein-Neckar Löwen lösten die Verantwortlichen des Handball-Bundesligisten den bis Juli 2015 datierten Vertrag mit Thorsten Storm auf. „Wir wollten einen klaren Schlussstrich ziehen“, sagte Bernhard Slaventinsky, Aufsichtsrats-Vorsitzender des Vizemeisters. Er dankte dem Ex-Manager, der einen Fünf-Jahres-Vertrag beim THW Kiel unterschrieben hat, für das Geleistete. Der sportliche und wirtschaftliche Aufschwung der Löwen, so Slaventinsky, sei unmittelbar mit Storm verbunden. Ob der 49-Jährige beim Rekordmeister nun deutlich früher startet, ist unklar. „Wir haben mit ihm in der nächsten Saison geplant“, sagte Klaus-Hinrich Vater, Aufsichtsrats-Vorsitzender des THW Kiel. „Wie wir mit der neuen Situation umgehen, werden wir in dieser Woche in den Gremien besprechen.“ Der logische Schritt ist der, dass der Nordfriese seinen Dienst bei den Zebras bald antritt. Mit dem Prokuristen Stephan Geyer-Güssow (52) wird die GmbH seit zwei Monaten lediglich kommissarisch geführt.

„Das ist im Profisport eine gute Lösung“, sagte Storm, der mit seiner vierköpfigen Familie derzeit im Ferienhaus seiner Schwiegereltern in Strande lebt. Die Löwen-Mannschaft passe gut zusammen, der neue Trainer Nicolaj Jacobsen sei super, das Image der Rhein-Neckar Löwen ein positives – da sei ihm ein guter Abschied sehr wichtig gewesen. „Jetzt möchte ich erst einmal in Kiel landen“, sagte Storm, dessen Tochter Clara am Mittwoch eingeschult wird. „Jetzt ist erst einmal sie dran, nicht ich. Alles weitere werden wir beim THW in Ruhe besprechen.“

Storm hatte am Sonnabend auch die Einladung von THW-Trainer Alfred Gislason zur „Ice Bucket Challenge“ angenommen und sich von Clara („sie hatte großen Spaß an der Aktion“) mit Eiswasser übergießen lassen. Wer nominiert wird, sich aber weigert, ein kaltes Bad zu nehmen, muss 100 Dollar für eine Organisation spenden, die sich der Erforschung der seltenen Nervenerkrankung ALS widmet. Storm nominierte Moderator Frank Buschmann, den Ex-Handballer Glenn Solberg und seinen Schwager Christian Bienert. Auch Uwe Schwenker, ebenfalls von Gislason nominiert, machte mit und nominierte unter anderem den nach Veszprem abgewanderten Christian Zeitz und THW-Legende „Max“ Wislander.

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 25.08.2014)

 

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