Nächste hohe Auswärtshürde steht am Freitag in Wetzlar

Vorbericht
Donnerstag, 04.09.2014 // 08:07 Uhr

Keine Zeit zum Verschnaufen für den THW Kiel: Keine 48 Stunden nach der bitteren 21:22-Niederlage beim HBW Balingen-Weilstetten sind die „Zebras“ bereits am Freitag wieder auswärts gefordert. Die Partie bei der starken HSG Wetzlar wird um 19.45 Uhr in der Rittal-Arena angeworfen, zeitnahe Informationen liefert kiel-liveticker.de über das Internet ins Wohnzimmer.

Wetzlar keine graue Maus mehr

Starker Linkshänder: der Norweger Kent Robin Tönnesen.

14 Jahre lang fristete die HSG Wetzlar seit dem Bundesliga-Aufstieg 1998/99 ein Schattendasein in der DKB Handball-Bundesliga. In den ersten Jahren bereiteten die Hessen dem THW Kiel besonders auswärts große Probleme, als sie noch von der hitzigen Atmosphäre in der kleinen Dutenhofener Sporthalle zehrten. Sportlich aber landete die HSG stets im hinteren Mittelfeld, nur selten – wie aber beispielsweise in der Saison 2006/07 – musste man um den Klassenerhalt der Grün-Weißen bangen. Mit anderen Worten: Die HSG war eine graue Maus der ersten Liga. Doch damit war vor zwei Jahren Schluss, als die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider zu einer der großen Überraschungen der Spielzeit 2012/13 avancierte und letztlich auf einem hervorragenden siebten Platz landete.

Platz 11 nach Umbruch

Schattenseite des Höhenflugs: Viele Leistungsträger verließen aufgrund finanziell lukrativerer Offerten den Verein, so dass Wandschneider in der vergangenen Spielzeit einen radikalen Umbruch angehen musste. Nach anfänglichen Problemen mit nur drei Punkten aus den ersten acht Ligaspielen aber hatte sich die Mannschaft langsam gefunden und platzierte sich im Endklassement schließlich auf Platz 11. Also wieder eine graue Maus? Mitnichten, denn mit der spektakulären Verpflichtung des zweimaligen Welthandballers Ivano Balic sorgte die HSG Wetzlar zunächst abseits des Parketts für europaweite Handball-Schlagzeilen.

Glücksgriff Ivano Balic

Ivano Balic gilt als verlängerter Arm von Trainer Wandschneider auf dem Parkett.

Doch der kroatische „Maestro“ zeigte bald auch in den Arenen der Republik, dass er viel mehr als ein Marketinggag für den Verein darstellt. Wenngleich er nicht mehr ganz so viel Torgefahr ausstrahlt: Balic zeigte viel Spielwitz und tolle Anspiele im Angriff, und in der Deckung überzeugte er als vorgezogene Spitze der 5:1-Deckung. Kein Wunder, dass die Freude riesig war, als der 35-Jährige seinen auslaufenden Vertrag kurz vor Saisonende um ein Jahr verlängerte. „Ich hatte eines meiner besten Jahre meiner Karriere hier und wollte einfach noch ein Jahr spielen. Ich fühle mich unheimlich wohl in Wetzlar. Der Club ist sehr professionell und trotzdem familiär geführt. Ich bin glücklich hier“, erläuterte Balic seine Entscheidung. „Ivano war ein Glücksgriff auf allen Ebenen – sportlich, menschlich und natürlich auch wirtschaftlich. Das haben wir auf allen Ebenen gespürt“, so Geschäftsführer Björn Seipp, der sich über Rekordverkaufszahlen des Trikots mit der Nummer 34 sowie über eine „positive Grundstimmung bei den Sponsoren“ freuen durfte.

Eingespielte Rückraumachsen

Mit der positiven Entscheidung Ivano Balics war das letzte Fragezeichen in der Kaderplanung eliminiert. Mit fast unveränderter Mannschaft geht die HSG Wetzlar in ihre nunmehr 17. Erstligasaison. Der Rückraum blieb komplett zusammen, lediglich auf der Außenbahn wurde getauscht. Während der Abgang von Ex-„Zebra“ Tobias Reichmann zum polnischen Meister KS Kielce bereits seit über einem Jahr beschlossene Sache war, verzockte sich Linksaußen Kevin Schmidt bei seinen Vertragsverhandlungen mit dem Verein. Für ihn wurde Maximilian Holst vom TV Großwallstadt verpflichtet.

Klangvolle Namen: Joli und Hombrados neu dabei

Über 100 Länderspiele für Frankreich hat Guillaume Joli bereits bestritten.

Beim Reichmann-Ersatz war den Hessen dann ein weiterer Coup gelungen: Mit Guillaume Joli wurde ein amtierender Europameister und Olympiasieger verpflichtet. Der 29-jährige Franzose stand zuletzt in Dünkirchen unter Vertrag und hat sich vor allem als extrem sicherer Siebenmeterschütze einen Namen gemacht. „Guillaume ist ein schneller und trickreicher Außenspieler, der aufgrund seiner hohen Qualität sehr gut ins Spielsystem von Kai Wandschneider passt. Zudem verfügt er über jede Menge internationale Erfahrung, die unser Team weiterbringen wird“, freute sich Seipp über den Transfer. Und kurz vor Saisonbeginn legte die HSG noch einmal prominent auf der Torhüter-Position nach: Mit José Hombrados, der bereits in der vergangenen Spielzeit kurz in Wetzlar ausgeholfen hatte, steht eine weitere Legende unter Vertrag. Der mittlerweile 42-jährige Spanier gewann in seiner Laufbahn unter anderem fünfmal die Champions League und wurde 2005 Weltmeister. „Mit Josés Verpflichtung wollen wir uns auf der Torhüterposition stabiler aufstellen. Wir mussten leider feststellen, dass wir dort derzeit nicht ausgeglichen genug besetzt sind! Unsere meisten Spiele sind erfahrungsgemäß enge Matches, in denen die Torwartleistung allzu oft den Ausschlag gibt“, setzte Seipp zudem einen kleinen Seitenhieb und Motivationsschub auf das Gespann um Magnus Dahl und Andreas Wolff.

Wetzlar kurzzeitig Tabellenführer

Andreas Wolff wurde nach starken Leistungen für die Nationalmannschaft nominiert.

Die Eingespielheit im Rückraum kam der HSG Wetzlar sogleich zugute: In der Vorbereitung setzte Wandschneiders Mannschaft ein großes Ausrufezeichen, als sie den stark besetzten Heide-Cup gewannen. Im Finale siegte Wetzlar mit 27:24 gegen die Füchse Berlin, Steffen Fäth avancierte dort mit 20 Treffern zum Torschützenkönig. Die gute Vorbereitung konnten die Hessen auch in die Saison mit hinein nehmen: Zum Auftakt bei GWD Minden gewann man souverän mit 30:24, es folgte ein deutlicher 32:25-Heimsieg gegen THW-Schreck TBV Lemgo und gar der Sprung an die Tabellenspitze. Platz 1 musste die HSG nach dem knappen 22:23 in Göppingen zwar wieder abtreten, dennoch verfügt die Mannschaft über großes Selbstvertrauen: „Wir sind noch enger zusammengewachsen und jeder Spieler hat in den vergangenen Wochen und Monaten einen weiteren Entwicklungsschritt gemacht. Dazu passen unsere Neuzugänge sportlich und menschlich hervorragend zu uns, so dass wir ein echtes Kollektiv stellen, dass als Mannschaft funktioniert. Nur so können wir auch erfolgreich sein!“, freute sich Wandschneider über den guten Saisonstart, der auch von Neu-Bundestrainer Dagur Sigurdsson honoriert wurde. Mit Steffen Fäth und Torhüter Andreas Wolff wurden gleich zwei Grün-Weiße für die Länderspiele gegen die Schweiz nominiert.

Wetzlar ohne Fäth, THW ohne Weinhold

Nationalspieler Steffen Fäth fällt wegen eines Bänderrisses rund sechs Wochen aus.

Der formstarke Fäth zog sich allerdings am Dienstagabend im Mannschaftstraining einen doppelten Bänderriss im Fuß zu und wird am Freitag gegen den THW ebenso fehlen wie Kreisläufer Jens Tiedtke (neurolgische Behandlung) und Spielmacher Adnan Harmandic (Bänderriss im Knie). „Der Ausfall von Steffen wiegt natürlich schwer für uns, da er in einer exzellenten Verfassung war und ein entscheidender Spieler unserer Mannschaft ist“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Trotzdem sehe ich unsere Mannschaft mit genug Potential ausgestattet, um auch diesen personellen Rückschlag wegzustecken. Das Team ist intakt und wird jetzt noch enger zusammenrücken, um die kommenden Spieler auch ohne Steffen, Jens und Adnan erfolgreich zu gestalten.“ Auch der THW muss auf einen seiner Nationalspieler verzichten: Steffen Weinhold fällt aufgrund seiner im Hamburg-Spiel erlittenen Handverletzung ebenso aus wie der langzeitverletzte Däne Rasmus Lauge. Nach dem wackligen Saisonstart wartet auf den THW Kiel am Freitag somit eine sehr schwere Aufgabe, wenngleich er in der Rittal-Arena bislang immer gewinnen konnte und Wetzlar seit über elf Jahren und 23 Pflichtspielen nicht mehr gegen die „Zebras“ punkten konnte.

KN: Läuft es beim THW Kiel erst Weihnachten?

Kiel/Wetzlar. Es ist der Angriff, immer wieder der Angriff. Bei der Ursachenforschung über den misslungenen Saisonstart des deutschen Handball-Meisters THW Kiel bleibt stets diese Erkenntnis: Am gegnerischen Kreis hat das Weltklasse-Personal von Trainer Alfred Gislason, das heute beim Tabellen-Fünften HSG Wetzlar (19.45 Uhr) das dritte Auswärtsspiel in der Bundesliga innerhalb von sechs Tagen bestreiten muss, noch nicht die richtige Abstimmung gefunden.

Wenn es darum geht, im Positionsangriff Entscheidungen zu treffen, wählen die Neuzugänge Domagoj Duvnjak und Joan Canellas häufig die falsche Option. Die lenkende Hand von Aron Palmarsson wäre dringend nötig. Doch der Spielmacher, der die Spielzüge im Schlaf kennt, fehlte verletzungsbedingt bei der Niederlage in Lemgo (21:27), kam bei den Erfolgen gegen Flensburg (30:26) und Hamburg (20:19) immerhin zu Kurzeinsätzen, nahm sich nun am Mittwoch beim blamablen 21:22 in Balingen selbst aus dem Spiel, als er eine vermeidbare Rote Karte kassierte. Auch der verletzte Ex-Flensburger Steffen Weinhold, der sich im Rekordtempo in die Zebraherde integriert hatte, wurde in Balingen schmerzlich vermisst. Weil er sich das Mittelgelenk im rechten Zeigefinger auskugelte, wird der Linkshänder auch heute gegen Wetzlar und im Heimspiel gegen die MT Melsungen (14. September) fehlen.

So stockt der Vorwärtsdrang der Kieler auffällig. 20 bzw. 21 Treffer sind zu wenig. In Hamburg reichte das immerhin zum Sieg, da die Hanseaten selbst nur 19 Treffer gegen einen starken Johan Sjöstrand im Kieler Tor erzielten. Ohnehin steht die Abwehr meist gut. Ausnahme war die zweite Halbzeit in Balingen, als die Partie zu einem wilden Schlagabtausch wurde, der nur deshalb nicht höher für die Kieler verloren ging, weil die Balinger sich im Auslassen bester Chancen überboten.

Palmarsson wusste nach der Balingen-Partie, wie schwer sein Ausfall wog: „Es tut mir unglaublich leid, dass ich der Mannschaft nicht mehr helfen konnte. Unser Angriff funktioniert nicht. Das scheint reine Kopfsache zu sein. Wir können alle Handball spielen, aber jetzt müssen wir es auch zeigen.“ Trainer Alfred Gislason ist anzumerken, wie schwer es ihm fällt, sich im Aufbau der neuen Mannschaft in Geduld zu üben: „Im Angriff haben wir seit Saisonbeginn eine extrem schlechte Quote und spielen richtig schlecht.“ Vor der Saison hatte er damit gerechnet, dass es ein paar Spiele dauern würde, bis sich das Team findet, jetzt aber fürchtet er weiteren Verzug: „So wie es aussieht, wird es noch Monate dauern. Das sind alles Menschen, die sich fangen und bei uns reinfinden müssen. Ich kann nicht sagen, ob das morgen, übermorgen oder in drei Monaten passieren wird.“ Gegen Wetzlar muss auf jeden Fall vieles besser werden. „Ich hoffe natürlich auf eine Trotzreaktion“, sagt Gislason. „Ob sie kommt, wird man sehen.“

Für die Hessen spricht, dass dem THW der Doppelspieltag in den Knochen steckt. Wie sich ein derartiger Terminplan anfühlt, hat das Team von Kai Wandschneider bereits erfahren. 48 Stunden nach dem zweiten Saisonsieg – 32:25 gegen Lemgo – verlor die HSG bei FA Göppingen (22:23) nur knapp. „Ein Punkt wäre verdient gewesen, aber wir waren klar im Nachteil“, sagt Wandschneider. „Diese Doppelspieltage sind unselig.“

Der Tabellenfünfte muss neben den verletzten Adnan Harmandic (Mitte) und Kapitän Jens Tiedtke (Kreis) auch auf Steffen Fäth verzichten. Der deutsche Nationalspieler, der einen starken Saisonstart erwischte, zog sich am Dienstag im Training einen Bänderriss zu. Wandschneider bleibt trotzdem optimistisch, in der Vorbereitung hätte die HSG auch ohne Personal für den linken Rückraum dem Vizemeister Rhein-Neckar Löwen erfolgreich die Stirn geboten. Neben Fäth fehlte damals auch Kristian Bliznac, der am Vormittag einen Autounfall erlitten hatte. „Der THW wird nach dem Balingen-Spiel eine Antwort geben müssen“, sagt Wandschneider. „Ich hoffe aber nicht, dass der Knoten ausgerechnet bei uns platzt.“ Am Ende, da ist der 54-Jährige sicher, werde der THW trotzdem wieder Meister.

Ob er sich daran erinnern könne, wann die HSG zuletzt den THW besiegte? „Das muss im Jahr 1830 gewesen sein“, sagt er und lacht. Knapp daneben, es geschah im Oktober 2002 (28:33). Der THW hatte nach dem sechsten Spieltag 2:10 Punkte, war Tabellenletzter und verlor auch am siebten Spieltag. Und dann? Folgten sieben Siege in Serie und Platz sechs am Saisonende.

(von Wolf Paarmann und Ralf Abratis, aus den Kieler Nachrichten vom 05.09.2014)

 

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