THW mit klarem Arbeitssieg gegen den Aufsteiger

Bundesliga
Sonntag, 05.10.2014 // 19:15 Uhr

Der THW Kiel ist mit einem klaren Erfolg in eine schwere Woche gestartet: Vier Tage vor dem Reise-Doppelpack aus Weißrussland und Berlin haben die "Zebras" den Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim deutlich mit 29:21 (13:8) bezwungen. Dabei hatten die Kieler allerdings 50 Minuten mit ihrer Chancenverwertung zu kämpfen, ehe sie sich von 22:18 auf 29:19 absetzten. Bester Torschütze vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena war Marko Vujin mit sieben Treffern, Andreas Palicka parierte 17/1 Bälle.

Nur noch zwölf Zebras

Starke Quote: Andreas Palicka parierte rund 45 Prozent aller Friesenheimer Torwürfe.

Beim Blick auf den Spielberichtsbogen gab es auf Seiten des THW Kiel große Lücken. Denn THW-Trainer Alfred Gislason musste nicht nur auf die Langzeitverletzten Filip Jicha und Rasmus Lauge, sondern erneut auch auf Linksaußen Rune Dahmke verzichten. "Nach Absprache mit den Ärzten haben wir uns entschieden, dass ich heute nicht mit auflaufen soll", sagte der THW-Youngster nach dem Spiel. "Ich denke aber, dass ich am Donnerstag wieder dabei sein kann." Weil einige weitere THW-Spieler angeschlagen in das Spiel gingen und sich zudem Domagoj Duvnjak nach einem Zusammenprall schonen musste, verblieben Gislason nur wenig Wechselmöglichkeiten.

Der THW Kiel begann erneut mit Aron Palmarsson auf der Mitte: Und der Isländer machte da weiter, wo er beim 34:32-Erfolg gegen La Rioja aufgehört hatte - mit zwei Toren, dem er einen feinen Pass auf Wiencek folgen ließ: 3:0 hieß es nach vier Minuten, und weil auch Andreas Palicka einen guten Tag erwischt hatte, blieb der THW Kiel konsequent vorn - allerdings sorgten zahlreiche Holztreffer und Paraden von Kevin Klier das ein oder andere Mal für ein Raunen im Publikum. Die TSG verkürzte auf 3:4, dichter sollten sie dem THW Kiel im Spielverlauf aber nicht mehr auf die Pelle rücken.

Palmarsson startet wie gegen La Rioja

Starke Quote: Andreas Palicka parierte rund 45 Prozent aller Friesenheimer Torwürfe.

Der THW Kiel begann erneut mit Aron Palmarsson auf der Mitte: Und der Isländer machte da weiter, wo er beim 34:32-Erfolg gegen La Rioja aufgehört hatte - mit zwei Toren, dem er einen feinen Pass auf Wiencek folgen ließ: 3:0 hieß es nach vier Minuten, und weil auch Andreas Palicka einen guten Tag erwischt hatte, blieb der THW Kiel konsequent vorn - allerdings sorgten zahlreiche Holztreffer und Paraden von Kevin Klier das ein oder andere Mal für ein Raunen im Publikum. Die TSG verkürzte auf 3:4, dichter sollten sie dem THW Kiel im Spielverlauf aber nicht mehr auf die Pelle rücken.

Fünf Tore vor zur Pause

Alfred Gislason war besonders mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft nicht zufrieden.

Die "Zebras" setzten sich innerhalb von sieben Minuten auf 8:3 (17.) ab und schienen auch ohne Domagoj Duvnjak, der nach einem schmerzhaften Zusammenprall in der 12. Minute weitestgehend geschont wurde, einem klaren Erfolg entgegen zu streben. Allerdings: Der Faden im Angriff riss, immer wieder scheiterten die Kieler freistehend im Angriff und verpassten so eine wesentlich deutlichere Führung. Die TSG kam vor allem durch Treffer von Grimm heran und hatte beim 6:8 (24.) wieder Kontakt zum THW aufgenommen. Gut nur, dass Joan Canellas nach zuvor zwei vergebenen Siebenmeter den dritten Strafwurf sicher verwandelte und Niklas Ekberg von Außen und im Gegenstoß erfolgreich war. Als Vujin dann auch noch in Unterzahl traf, war die erneute Fünf-Tore-Führung (27.) die Folge, die der THW auch mit in die Pause nahm. 

Weinhold mit Schwung

Joan Cañellas erzielte 6/2 Treffer gegen Friesenheim.

Nach dem Wechsel kam Steffen Weinhold für Vujin - und sorgte gleich für einen schwungvollen Auftakt als er den Ball mit Wucht zum 14:8 ins Tor setzte. Allerdings gingen die "Zebras" in der Folge erneut fahrlässig mit ihren Chancen um, was Friesenheim mit wuchtigen Treffern von Just aus dem Rückraum und durch Gegenstöße für sich zu nutzen wusste. Als Weinhold aber die komplette TSG-Abwehr mit einem Wackler narrte und zum 19:12 traf, schienen die Kieler 20 Minuten vor dem Ende doch einem Kantersieg entgegen zu streben. Doch weit gefehlt: Vorne unterliefen ihnen weiterhin Fehler, und hinten machten sie die Lücken auf. Friesenheim verkürzte mit einem 5:2-Lauf auf 17:21 (48.).

Starker Canellas

Gislason nahm die Auszeit, schickte Vujin für Weinhold aufs Feld und Canellas auf die Mittelposition - und beide sorgten nun für klare Verhältnisse. Im Wechsel erzielten sie Treffer aus dem Rückraum und dem erweiterten Gegenstoß, der sich aus zahlreichen schönen Paraden von Palicka ergab. Als sich dann auch noch Dominik Klein in das Torschützen-Duo Canellas/Vujin einbrachte und zum 27:19 traf, war die Partie endgültig entschieden. Nach Wienceks 29:19 nutzten die Gäste die verbliebenen zweieinhalb Minuten, um noch ein wenig Ergebniskosmetik zu betreiben.

Nun der Reise-Doppelpack

Am Ende freuten sich die "Zebras" über zwei wichtige Punkte. Diese wurden aber bereits wenige Minuten nach dem Schlusspfiff abgehakt, denn für die Kieler hat der enge Terminplan in den kommenden sechs Tagen noch zwei Spiele inklusive großem Reisestress in petto. Am Mittwoch geht es von Kiel-Holtenau aus nach Weißrussland, wo der THW Kiel am Donnerstagabend (19.30 Uhr, live in Sky Sport) sein drittes Champions-League-Gruppenspiel bei Skopje-Bezwinger HC Meshkov Brest bestreitet. Nicht einmal 45 Stunden später werden die "Zebras" dann am Sonnabend um 16.15 Uhr bei den Füchsen Berlin zum Topspiel der DKB Handball-Bundesliga erwartet.

 

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