KN: Löwen werfen SG aus dem Titelrennen

Bundesliga
Montag, 02.03.2015 // 07:56 Uhr

Mannheim. Mit dem 23:20 (14:8)-Sieg gegen die SG Flensburg-Handewitt haben sich die Rhein-Neckar Löwen eines weiteren Titelkandidaten in der Handball-Bundesliga entledigt. Nun deutet wieder alles auf ein Herzschlag-Finale mit dem THW Kiel hin.

Liga spitzt sich auf einen Zweikampf zu

Nach dem "sehr wichtigen Sieg" mit viel Licht und ein bisschen Schatten pustete Nikolaj Jacobsen erst einmal kräftig durch. "Die ersten 45 Minuten waren echt überragend, vor allem in der Abwehr", sagte der Trainer des Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen: "Zum Schluss hat uns aber ein bisschen die Kraft gefehlt, da war ich nicht mehr so ganz zufrieden."

Die Gefühlslage auf Flensburger Seite war genau entgegengesetzt. Nach dem Ausfall von sechs Leistungsträgern bewiesen die SG-Spieler aber eine gute Moral. "45 Minuten hat meine Mannschaft gekämpft wie verrückt", sagte Ljubomir Vranjes. "Nur die erste Viertelstunde hätte ich mir mehr Engagement vorstellen können." Dem Flensburger Trainer hatte das Verhalten seiner Jungs gegen die offensive 3:2:1-Abwehr, die die Rhein-Neckar-Löwen seit dem Ausfall ihres Abwehrchefs Gedeon Guardiola praktizieren, gewurmt. Die Flensburger gerieten bereits nach 13 Minuten fast vorentscheidend mit 2:7 in Rückstand. Auch Keeper Mattias Andersson sah Potenzial nach oben. "Wenn wir konsequenter gespielt hätten, wäre noch mehr drin gewesen."

Die zweite Hälfte stimmte dagegen versöhnlich. Nach dem 17:9 (36.) mischten die Nordlichter immer besser mit. Bogdan Radivojevic glänzte mit Effizienz, Neuzugang Jakob Macke erzielte sein erstes Bundesliga-Tor. Bei den Rhein-Neckar Löwen schwand nach der anstrengenden Abwehrarbeit der Angriffselan. "In der Schlussphase habe ich immer mehr Seitwärtsbewegungen von uns wahrgenommen, während der Drang zum Tor nachließ", analysierte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. "Aber die Flensburger Abwehr ist auch verdammt stark." Trotz aller Flensburger Nöte: Mattias Andersson und Defensiv-Stratege Tobias Karlsson sind immer noch eine respektable Achse.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 02.03.2015, Foto: Sascha Klahn)

 

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