KN: Vertragsverlängerung folgt die Überraschung gegen Melsungen

Bundesliga
Montag, 14.09.2015 // 12:25 Uhr

Flensburg. Eigentlich sollte es am Sonnabend ein doppelter Paukenschlag werden: Zunächst wollte die SG Flensburg-Handewitt mit der langfristigen Vertragsverlängerung ihres Trainers Ljubomir Vranjes die Konkurrenz beeindrucken, dann sollte die Tabellenspitze der Bundesliga erobert werden. Doch das zweite Vorhaben misslang: Gegen die MT Melsungen, die bisher noch nie etwas Zählbares aus der Flens-Arena mitgenommen hat, verloren die Nordlichter mit 32:33 (15:14.).

Flensburg setzt mit Vranjes ein Signal

"Man gewinnt in der Bundesliga kein Spiel mit 80 Prozent, man muss immer 100 Prozent Einstellung und Leidenschaft investieren", sagte SG-Spielmacher Thomas Mogensen. Gerade die Abwehr, sonst das Paradepferd, wirkte brüchig. Dennoch schien alles seinen normalen Lauf zu gehen, als sich die SG auf 22:19 (38.) absetzte. "Meine Mannschaft hat die Nahtstellen richtig getroffen und die Flensburger Torhüterleistung in Grenzen gehalten", lobte Trainer Michael Roth. Die Hessen zogen auf 26:23 (45.) davon und retteten den Vorsprung ins Ziel.

Knapp drei Stunden zuvor war bei der SG noch alles im Lot. Um 16.17 Uhr - diese Uhrzeit hatte die SG bewusst gewählt - gab sie die Vertragsverlängerung mit Vranjes bekannt. Die 17 ist die frühere Trikotnummer und Glückszahl von Ljubomir Vranjes, der seinen ohnehin bis 2017 gültigen Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängerte. "Eine zukunftsweisende Entscheidung", strahlte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke.

Paris Saint-Germain, die neue französische Handball-Großmacht spielte dabei eine kleine Nebenrolle. Schließlich waren es die Franzosen, die vor gut einem Jahr heftig um Ljubomir Vranjes gebuhlt hatten. Und am kommenden Sonnabend spielt Paris in Flensburg um Champions-League-Punkte. "Wir wollten mit dieser Vertragsverlängerung ein Signal setzen", erklärte der Beiratsvorsitzende Boy Meesenburg, "auch in Richtung Paris: Ljubo kriegen sie nicht!"

"Ich sehe eine riesige Zukunft für die SG, wir haben eine Mannschaft, mit der wir angreifen können", sagte der 41-Jährige Vranjes. Dazu geselle sich eine emotionale Bindung, die sein inzwischen neunjähriges Engagement als Spieler, Co-Trainer, Team-Manager und schließlich seit November 2010 als Chefcoach mit sich bringen. Boy Meesenburg ist sicher: "Ljubo könnte anderswo ganz andere Bezüge beziehen."

(Von Jan Kirschner, aus den Kieler Nachrichten vom 14.09.2015, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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