Nächstes THW-Heimspiel am Mittwoch gegen Lemgo

Bundesliga
Montag, 07.09.2015 // 11:35 Uhr

Keine Zeit, lange zu grübeln: Drei Tage nach der ersten Saison-Niederlage geht es für den THW Kiel in der DKB Handball-Bundesliga wieder um wichtige Punkte. Am Mittwoch stellt sich der TBV Lemgo in der Sparkassen-Arena vor. Die Ostwestfalen befinden sich wie die "Zebraherde" in einem großen Umbruch. Anwurf ist um 20.15 Uhr. Das Spiel gibt es live nur in der Arena zu sehen, noch gibt es rund 200 Tickets für das Spiel. Zwischenstände liefert der Liveticker auf der THW-Homepage. 

Neun Spieler verließen den Club

Nach fünf Jahren in Friesenheim jetzt Lemgoer: Andrej Kogut.

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte THW-Trainer Alfred Gislason nach der 25:30-Niederlage in Flensburg und erinnerte daran, dass sich die neuformierte "Zebraherde" nach den Abgängen von insgesamt sechs Spielern erst finden muss. Gleiches gilt auch für den TBV Lemgo, der gleich neun Spieler ersetzen musste und mit acht Neuzugängen in die Spielzeit startete. Unter anderem verlor der TBV, der in der vergangenen Spielzeit mit einem starken Schlussspurt unter Neu-Trainer Florian Kehrmann knapp dem Abstieg entrann- mit Finn Lemke (Magdeburg, 2,10 Meter) und Hendrik Pekeler (Rhein-Neckar Löwen, 2,03 Meter) zwei Abwehr-Riesen. Außerdem verließen Thomas Bauer (Istres, Frankreich), Dan Beutler, Kasper Nielsen (Laufbahnende) und Timm Schneider (Melsungen) den TBV, der zudem an den TuS N-Lübbecke das Trio aus Jens Bechtloff, Benjamin Herth und Tim Suton abgab.

Lemgo feierte ersten Saisonsieg

Zurück in der DKB Handball-Bundesliga: Jonathan Stenbäcken.

Am vergangenen Wochenende hatten die Bemühungen der Lemgoer erstmals Erfolg: Nach der 26:32-Auftaktniederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen und der klaren 28:37-Klatsche beim HSV Hamburg fuhren die Ostwestfalen mit dem 30:28-Erfolg gegen die immer noch sieglosen Balinger die ersten Punkte der neuen Saison ein. Im Mittelpunkt stand dabei Tim Hornke: Der Außen steuerte 11/7 Tore zum ersten Sieg der Lemgoer bei. "Beide Teams standen unter Druck. Wir wussten, wie wichtig dieses Spiel war und was auf uns zukommen würde. Meine Mannschaft hat gute Lösungen gefunden", war Kehrmann zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft. 

Noch Tickets erhältlich

Rettete den TBV vor dem Abstieg: Trainer Florian Kehrmann.

Die Partie am Mittwoch wird von den Unparteiischen Sebastian Grobe und Adrian Kinzel geleitet und um 20.15 Uhr in der Sparkassen-Arena angepfiffen. Wegen des Gastspiels des "Circus Krone" steht der Wilhelmplatz erneut nicht als Parkfläche für Besucher des THW-Spiels zur Verfügung. Aktuelle Informationen zum Spielgeschehen liefert der Live-Ticker auf der THW-Homepage, eine Fernsehübertragung gibt es nicht. Wer den THW Kiel also unterstützen möchte, hat dazu nur live in der Arena Gelegenheit: Noch gibt es rund 200 Sitz- und Stehplatztickets für die Partie an allen bekannten Vorverkaufsstellen, im THW-Online-Ticketshop mit Print@Home-Variante zum Selbstausdrucken und an der Abendkasse.

Katsigiannis baut auf Kieler Fans

Am Mittwoch treffen der THW Kiel und der TBV Lemgo zum insgesamt 65. Mal in der DKB Handball-Bundesliga aufeinander. 39 Partien gewannen die "Zebras", sechs Mal gab es ein Unentschieden, und 19 Mal siegten die Ostwestfalen (siehe auch Gegnerstatistik TBV Lemgo im THW-Archiv). In der vergangenen Saison unterlag der THW im Auftaktspiel der Serie in Lemgo mit 21:27 (siehe Spielbericht), revanchierte sich dafür aber im Pokal (32:20) und im Rückspiel, in dem die Kieler am 5. Juni mit dem 33:29-Sieg den 20. Meistertitel klar machten. THW-Torhüter Nikolas Katsigiannis baut am Mittwoch auf die Unterstützung von den Rängen: "In wohl keiner anderen Sportart sind die Fans so wichtig wie im Handball. Unsere Fans sind der Faktor, der Spiele entscheiden kann!" Auf geht's, Kiel! 

Acht Neuzugänge

Einst Hannover, jetzt Lemgo: Gustav Rydergard.

Im Gegenzug verpflichteten die Lemgoer acht Neuzugänge. Viel verspricht sich Kehrmann von Gustav Rydergard, der nach fünf Jahren in Hannover von einem kurzen Intermezzo bei Dinamo Bukarest in die DKB Handball-Bundesliga zurück kehrte. Einen ähnlichen Weg schlug der ehemalige Berliner und Melsunger Rückraumspieler Jonathan Stenbäcken ein, der nach einem Jahr in der schwedischen Heimat wieder nach Deutschland wechselte. Und auch Anton Mansson, ein Schlüsselspieler in Kehrmanns Planungen, spielte einst schon in der DKB HBL für Melsungen und kommt nun mit Champions-League-Erfahrung von seinem Einsatz bei den Kadetten Schaffhausen (Schweiz) nach Lemgo.

Ziel: Ruhigeres Fahrwasser

Kam aus Istanbul: Erwin Feuchtmann-Perez.

Ebenfalls Erfahrung in der Beletage des deutschen Handballs bringt Andrej Kogut mit: Der Mittelmann kam aus Friesenheim. International erfahrenster Spieler ist inzwischen der Chilene Erwin Feuchtmann-Perez: Der 25-Jährige mit deutschen Wurzeln spielte bis 2013 beim HC Aschersleben in der dritten Liga, ging dann zum rumänischen Erstligaclub HC Odorheiu Secuiesc, um in der letzten Spielzeit mit Besiktas Istanbul sogar in der europäischen Königsklasse zu spielen. "Der TBV Lemgo hat auf jeden Fall viel Potenzial. Im Sommer sind acht neue Spieler hergekommen, daher brauchen wir noch etwas Zeit, um zusammenzufinden und unser Können voll auszuschöpfen", sagt der Chilene - und ist damit auf einer Linie mit Kehrmann: "Im linken Rückraum und auf der Mitte hatten wir einen kompletten Wechsel, insgesamt haben wir acht Neue zu integrieren. Das wird eine Mammutaufgabe", wusste Kehrmann schon vor dem Saisonstart um die Schwere der Aufgabe. Sein Ziel: "Wir wollen früher als zuletzt in ruhigeres Fahrwasser kommen."

 

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