THW mit souveränem Sieg beim TBV Lemgo

Bundesliga
Samstag, 19.12.2015 // 20:20 Uhr

Der THW Kiel hat zum Rückrunden-Auftakt in der DKB Handball-Bundesliga einen ganz souveränen Sieg eingefahren: Beim TBV Lemgo gewannen die Kieler vor 4.490 Zuschauern in der Lipperlandhalle mit 34:26 (15:10) und ließen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel am Erfolg aufkommen. Bester Torschütze gegen in Ostwestfalen war Marko Vujin (9/6), aus dem Feld traf Christian Dissinger sieben Mal. Torhüter Niklas Landin hielt an seinem 27. Geburtstag 14 Bälle und parierte unter anderem einen Siebenmeter spektakulär.

Klein fehlt verletzt

Der THW Kiel musste in der Lipperlandhalle neben den Langzeitverletzten Patrick Wiencek und Torsten Jansen auch Dominik Klein ersetzen: Der Linksaußen wird dem THW auch in den beiden kommenden Spielen fehlen, nachdem er sich gegen Flensburg eine Kreuzband-Zerrung zugezogen hatte. Für ihn spielte Rune Dahmke durch, da Alfred Gislason auch auf Rogerio Ferreira setzte: Der Brasilianer kam in der Abwehr zum Einsatz und nahm den Platz im 14er-Kader von Dragos Oprea ein.

Spektakuläre Landin-Parade

Niklas Landin machte an seinem 27. Geburtstag ein gutes Spiel und hielt unter anderem einen Siebenmeter

Die Kieler wollten nach der Erfahrung aus dem Vorjahr, als man in der Liperlandhalle stolperte, unbedingt gut ins Spiel kommen - und diesen Plan setzten sie in die Tat um. 4:20 Minuten blieb die offensive "Zebra"-Abwehr ohne Gegentreffer, und die schnelle 3:0-Führung brachte Ruhe in die Aktionen. Spektakulär war der gehaltene Siebenmeter, bei dem Landin auch den Nachwurf an den Pfosten lenken konnte. In der Offensive hakte es trotzdem ein wenig - allerdings auf beiden Seiten: Ganze fünf Minuten erzielten beide Teams keinen Treffer, ehe Vujin mit einem von insgesamt 19 (!) Siebenmeter dieser Partie das 4:1 erzielte (9.). Zum letzten Mal Tuchfühlung nahmen die Gastgeber in der 16. Minute auf, als Stenbäcken das 4:6 markierte.

Zwölf Linkshänder-Tore in Durchgang eins

Marko Vujin erzielte beim TBV 9/6 Tore - und sieben davon in der ersten Halbzeit

Dann ging es Schlag auf Schlag: Vujin verwandelte vom Siebenmeter-Strich, Dissinger traf mit der zweiten Welle, Haenen verwarf einen Strafwurf, und Niclas Ekberg netzte von Außen zum 9:4 (20.) ein. THW-Trainer Alfred Gislason begann, durchzuwechseln: Domagoj Duvnjak durfte seinen geschundenen Körper schonen, Ferreira kam in den 6:0-Deckungsverband. Der Vorsprung hielt - und hätte zur Pause sogar deutlich höher ausfallen können. Denn Vujin und Ekberg trafen in Unterzahl zum 14:8, und nach Landins Parade erhöhte der schwedische Rechtsaußen sogar auf 15:8. Allerdings verpassten die "Zebras" unter anderem mit einem verworfenen Siebenmeter eine Vorentscheidung, die Gastgeber verkürzten bis zum Wechsel der THW-"Linkshänder-Halbzeit", in der Vujin und Ekberg zwölf der 15 Treffer markierten, noch auf 10:15.

THW zieht davon

Rune Dahmke musste über 60 Minuten ran, da Dominik Klein verletzt fehlte.

Die zweite Halbzeit begann spektakulär: Dissinger fing einen von insgesamt drei Konter-Pässen ab, und Canellas erhöhte per Siebenmeter auf 16:10. Erlend Mamelund kam nun auch zum Einsatz, während Weinhold jetzt auch im Angriff Akzente setzte. So wie beim Traumpass auf Toft Hansen zum 18:11 (36.) oder beim Eins-gegen-Eins zum 20:13 - auch in Unterzahl blieben die Kieler gefährlich, auch wenn ihnen die Müdigkeit im 33. Saisonspiel deutlich anzumerken war. Mit einem feinen Dahmke-Tor und einem Ekberg-Gegenstoß schraubte der THW das Ergebnis auf 23:15 (41.) - und nun war auch für den Schweden Schluss. Christian Sprenger kam, um die Belastung in diesem Spiel auf möglichst vielen Schultern zu verteilen.

Mittwoch Topspiel gegen die Löwen

Nach dem Spiel reisten die "Zebras" mit dem Mannschaftsbus direkt wieder nach Kiel. Am Sonntag beginnt die intensive Vorbereitung für das Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen. Der Bundesliga-Spitzenreiter, der in dieser Saison erst eine Partie verloren hat, wird den THW am Mittwoch herausfordern. Anwurf in der seit Monaten ausverkauften Sparkassen-Arena ist bereits um 18.30 Uhr. Sport1 wird die Partie, zu der sich auch rund 90 Medienvertreter angemeldet haben, live übertragen. Zwischenstände liefert der Ticker auf der THW-Homepage. Kiel macht sich bereit für das Spiel der Spiele - auf geht's, Zebras!

"Disse" macht den Deckel drauf

Erfolgreichster Feldschütze: Christian Dissinger traf sieben Mal

Nach einigen technischen Fehlern auf beiden Seiten kamen die Gastgeber wieder etwas heran, doch blieb der THW Kiel immer Herr im fremden Haus. Endgültig den Deckel drauf machte Christian Dissinger nach 50 Minuten. Der Nationalspieler, der in der zweiten Hälfte zu den gefährlichsten THW-Akteuren gehörte, traf zum 25:18 und fackelte danach bei angedrohtem Zeitspiel einen richtigen Strahl in den Winkel - Treffer Nummer sechs für den jungen Rückraumspieler. Weil kurz darauf auch Weinhold erneut erfolgreich war, drohte dem TBV eine hohe Niederlage. Diese im Rahmen hielten Zieker mit verwandelten Siebenmetern und Stenbäcken mit drei Toren in den letzten zehn Minuten. Da aber auch Canellas und Sprenger sich weiter in die Torschützenliste eintrugen, blieb es letztlich bei einem deutlichen 36:24-Sieg, den die "Zebras" mit ihren vielen mitgereisten Fans feierten. 

 

Mehr zum Thema

Fünf Spiele in zwölf Tagen - die noch ausstehenden November-Wochen haben es für die Zebras wahrlich in sich. Der Auftakt dieses Hammer-Programms in drei Wettbewerben könnte indes schwieriger kaum sein: Am Donnerstag empfängt der bärenstarke Aufsteiger Bergischer HC den THW Kiel. Anpfiff im Düsseldorfer ISS Dome, in den der BHC für das Top-Spiel gegen die Zebras aufgrund des größeren...

13.11.2018

Kiel. Weiter geht die Siegesserie des THW Kiel. Bundesliga-Erfolg Nummer neun in Folge mussten sich die Zebras aber hart erkämpfen. Bis zum Schluss lieferte Frisch Auf Göppingen ihnen am Sonntagnachmittag in der Sparkassen-Arena einen harten Kampf. Am Ende siegten die Kieler Handballer, die zwischenzeitlich mit ihrer Wurfausbeute haderten, aber verdient mit 28:26 (14:15, siehe THW-Spielbericht).

12.11.2018

Der THW Kiel hat seine Sieges-Serie in der DKB Handball-Bundesliga ausgebaut: Zum neunten Mal in Folge holten die Zebras zwei Punkte. Allerdings: Der Weg zum 28:26 (14:15) gegen Frisch Auf! Göppingen war ein langer, hart umkämpfter. Immer wieder gerieten die Kieler vor 10.285 Fans in der ausverkauften Sparkassen-Arena ins Hintertreffen. Erst mit einem starken Andreas Wolff, einer sich steigernden...

11.11.2018

Kiel. Sonntag, Donnerstag, Sonntag, Donnerstag, Sonntag, Dienstag - für den Handball-Rekordmeister THW Kiel fährt der November ab sofort so richtig seine Krallen aus. Den Anfang des atemlosen Sechs-Spiele-Runs macht am Sonntag die Partie gegen Frisch Auf Göppingen (16 Uhr, Sparkassen-Arena,siehe THW-Vorbericht).

10.11.2018

Göppingen. Neuer Trainer, neue Ziele, neue Spielphilosophie. Frisch Auf Göppingen will sich nach zwei zehnten Plätzen in der Handball-Bundesliga wieder weiter nach oben orientieren. Doch nach einem guten Saisonstart haben die Schwaben seit fünf Spieltagen keinen Punkt mehr geholt. Am Sonntag (16 Uhr, siehe THW-Vorbericht) sind sie beim THW Kiel zu Gast.

10.11.2018

Sonntag kehren die "Zebras" zurück in ihren Hexenkessel: 21 Tage nach dem bisher letzten Heimspiel in der DKB Handball-Bundesliga will der THW Kiel gegen Frisch Auf! Göppingen seine Erfolgsserie von zuletzt acht Liga-Siegen in Folge ausbauen. "Wir dürfen nicht an die vergangenen Spiele denken und zu zufrieden sein", mahnt Kapitän Niklas Landin. "Wir müssen Sonntag aufpassen: Göppingen ist ein...

09.11.2018

Minden. Ein Missverständnis. Auf die Frage, ob dieser Einsatz auch für den Kopf gut und wichtig sei, greift sich Sebastian Firnhaber an den Kopf, reibt sich die rechte, leicht gerötete Gesichtshälfte und lacht. Gemeint war nicht der Wirkungstreffer, den der 24-jährige Kreisläufer und Abwehrspezialist des THW Kiel am Sonntag in Minden (siehe THW-Spielbericht) von Christoffer Rambo hatte einstecken...

07.11.2018

Minden. Der Abend nach dem deutlichen 37:29 (siehe THW-Spielbericht) des THW Kiel bei GWD Minden war allseits erkenntnisreich. Die Ostwestfalen haderten mit ihren verpassten Chancen, endlich mal einen "Großen" schlagen zu können und stießen damit irgendwie auch in eine neue Qualitätsstufe vor. Die Zebras hatten indes die Gewissheit eigener Stärke untermauert, wiesen zugleich aber auch auf die...

07.11.2018