Fokus auf die Bundesliga: Mittwoch ist Lübbecke zu Gast

Bundesliga
Montag, 02.05.2016 // 18:20 Uhr

Am Montag nach dem Weiterkommen gegen den FC Barcelona stand mit dem offiziellen Fotoshooting für das Köln-Wochenende noch einmal die Königsklasse im Fokus der "Zebras". Direkt danach bat THW-Trainer Alfred Gislason seine Mannschaft zum Training - und die Champions League ist erst einmal Geschichte. Denn jetzt rückt die DKB Handball-Bundesliga wieder in den Mittelpunkt: Am Mittwoch hat der THW Kiel mit dem TuS N-Lübbecke eine Mannschaft zu Gast, die im Abstiegskampf um jedes Tor kämpft. Anpfiff ist um 19 Uhr, zeitnahe Informationen liefert der Live-Ticker auf der THW-Homepage.  

Wiencek: "Erfolg gibt Selbstbewusstsein!"

Volle Konzentration auf den Liga-Endspurt: Das ist das Motto der "Zebras" für die Partie gegen den TuS N-Lübbecke. Denn die beiden Spiele gegen den katalanischen Königsklassen-Titelverteidiger haben viel Kraft gekostet. "Solch ein Riesen-Erfolg gibt aber auch eine Menge Selbstbewusstsein", sagt Patrick Wiencek, der am Mittwoch sein Coemback auch in der DKB Handball-Budnesliga feiern möchte. "Und dieses Selbstvertrauen nehmen wir mit in den Endspurt!" Der Gegner am Mittwoch wird alles dafür geben, den THW zu überraschen: Einst gewann der TuS N-Lübbecke sogar den Europapokal. Die Gegenwart sieht dagegen düster aus: Den Ostwestfalen droht der erneute Gang in die Zweitklassigkeit – auch wenn sie sich in der Rückrunde mit positiven Ergebnissen im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet haben.

Europameister ist Top-Torschütze

Erfolgreichster Werfer: Niklas Pieczkowski erzielte bis 95 Treffer

Aber: Erst acht Pluspunkte aus bisher 25 Spielen lassen die Ostwestfalen weiter auf Abstiegsplatz 17 festhängen. Der TuS kämpft also um das nackte Überleben in der "stärksten Liga der Welt". Dem Gründungsmitglied der eingleisigen Bundesliga droht nach 1983, 2001, 2003 und 2008 der fünfte Abstieg. Das sorgte für turbulente Tage in Ostwestfalen: Zu Beginn der Saison hatte Goran Suton an der Seitenlinie der Rot-Hemden gestanden. Nach 2:22 Punkten, die einzigen Zähler stammten aus den Begegnungen gegen die Aufsteiger SC DHfK Leipzig (24:24) und TVB Stuttgart (33:33), trennten sich die Wege. Das Wagnis, einen in der ersten Liga unerfahrenen Trainer zu installieren, galt nach vier Monaten als gescheitert. Der Sportliche Leiter Zlatko Feric sprang als Übergangslösung ein, hatte jedoch auch keinen Erfolg. Nach sechs Niederlagen am Stück unter der Regie von Feric übernahm mit Goran Perkovac kurz vor Weihnachten der dritte Trainer der Saison den Club, der in Europameister Niklas Pieczkowski (95 Treffer) seinen erfolgreichsten Torschützen hat.

52. Liga-Duell der Traditionsclubs

Die Bilanz zwischen beiden Teams spricht deutlich für den THW Kiel: Noch nie konnte der TuS-N-Lübbecke in der Sparkassen-Arena gewinnen, die letzte von insgesamt acht Auswärts-Niederlage der Kieler liegt rund 16 Jahre zurück. 42 Mal gewannen die "Zebras" das Duell gegen den DHB-Pokalsieger 1981, einmal holten die Ostwestfalen an der Förde ein Unentschieden: Am 10. September 1978 gab es in der damaligen "Ostseehalle" ein 14:14 (siehe auch Gegnerstatistik im THW-Archiv). Mittwoch steht jetzt das 52. Aufeinandertreffen der beiden Traditionsclubs an - und die Lübbecker werden alles daran setzen, damit dieses nicht auf unbestimmte Zeit das letzte in der "stärksten Liga der Welt" sein wird.

Joan Canellas live in der Fan-Arena

Anwurf ist am Mittwoch um 19 Uhr, die Partie ist bis auf wenige Stehplätze ausverkauft. Fernsehbilder wird es von dem Spiel gegen den TuS N-Lübbecke nicht geben, der Liveticker auf der THW-Homepage informiert aber zeitnah über das Geschehen in der Sparkassen-Arena, das von den beiden Unparteiischen Michael Kilp und Christoph Maier geleitet wird. Nach der Partie wird Joan Canellas zum Live-Interview in der Fan-Arena erwartet. Patrick Wiencek gibt sich vor dem "Neustart" in die Liga kämpferisch - und freut sich auf eine großartige Unterstützung durch die Kieler Fans: "Wir haben es alle zusammen geschafft, Barcelona zu bezwingen. Jetzt machen wir gemeinsam so weiter, denn auch in den kommenden Wochen warten viele wichtige Spiele auf uns. Und dass es sich lohnt, nicht aufzugeben, haben wir gerade erst eindrucksvoll bewiesen!" Auf geht's in den Bundesliga-Endspurt, Kiel!

Mit Perkovac Richtung rettendes Ufer

Goran Perkovac führte die Mannschaft zurück in Richtung rettendes Ufer

Perkovac brachte den TuS N-Lübbecke wieder zurück ins Rennen um die Nichtabstiegsplätze: Am 22. Spieltag feierten die Lübbecker mit dem 25:24 gegen Balingen ihren ersten Saisonsieg, dem am letzten Spieltag Sieg Nummer zwei gegen den TVB Stuttgart folgte. In seinen bisher acht offiziellen Spielen holte der 53-jährige Perkovac sechs Punkte. Das Anlegen der Rettungswesten hat schon einmal etwas gebracht, denn zur Saisonhalbzeit betrug der Rückstand auf das rettende Ufer noch sechs Zähler - jetzt sind es nur noch drei.

KN: Lübbecke kämpft ums Überleben

Kiel. Bei aller Champions-League-Euphorie - bis zum Finalwochenende in Köln stehen für den THW Kiel noch fünf Bundesliga-Spiele an. Das erste davon heute (19 Uhr) gegen den Tabellen-17. TuS N-Lübbecke, trotz der Ausgangslage kein Selbstgänger.

Die Ostwestfalen kämpfen um den Klassenerhalt und damit auch um jedes Tor, haben nach der katastrophalen Hinrunde mit nur zwei Pünktchen in der Rückrunde unter Goran Perkovac, dem dritten Trainer der Saison, gezeigt, dass sie nicht aufgegeben haben. Mit nun acht Zählern beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer drei Punkte, bei noch sieben ausstehenden Partien nicht unmöglich - vor allem weil es noch gegen direkte Konkurrenten wie den Bergischen HC (Platz 16, elf Punkte) und den TBV Lemgo (12., 14 Punkte) geht.

Da sind Partien wie in Kiel eher Zubrot. Eine starke Leistung kann aber Selbstvertrauen für kommende Aufgaben wecken, weshalb Perkovac von seinem Team ein gutes Spiel am Limit fordert. Qualität haben die Ostwestfalen, mit Niclas Pieczkowski ist der beste Torschütze des Teams (95 Treffer) ein amtierender Europameister.

Der THW ist seinerseits auf einen Sieg angewiesen, um noch in den Titelkampf eingreifen zu können. "Wir wollen die Liga so weit wie möglich offen halten", sagt Linksaußen Dominik Klein. "Das Selbstvertrauen von Barcelona nehmen wir mit in den Endspurt", sagt Kreisläufer Patrick Wiencek.

(Von Niklas Schomburg, aus den Kieler Nachrichten vom 04.05.2016)

 

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