KN-Kommentar: Fanal für die Konkurrenz

Bundesliga
Sonntag, 15.05.2016 // 11:08 Uhr

Man könnte es so sehen: Nach vier Titeln in Serie und insgesamt zehn Meisterschalen in den vergangenen elf Jahren ist der deutsche Abonnement-Handballmeister THW Kiel in dieser Saison wieder einmal gestoppt. Endlich, sagen Konkurrenten und Fans der Sportart (deren Herzen nicht für die Zebras schlagen). Heraufbeschworen wird nun wahlweise: eine Zeitenwende, eine epochale Zäsur im deutschen Handball, der Exitus des FC Bayern der im Boom befindlichen Europameister-Sportart. All das wird dem THW Kiel anno 2016 nicht einmal annähernd gerecht. 

THW verpasst die Meisterschaft

Man könnte es auch so sehen: Zwei Kreuzbandrisse, zwei Handbrüche, zwei (schwere) Adduktorenverletzungen, eine Meniskus-OP, ein gerissenes Außenband - habe ich etwas vergessen? Ein Aufbäumen gegen Szeged und in Barcelona hat die Zebras unter Einsatz allerletzter Kraftreserven ins Final Four der Champions League gebracht. Phänomenal! Aber eine Saison auf nachhaltigem Fundament? Weltklasse-Handball im Drei-Tage-Rhythmus? Wie soll das unter diesen Begleitumständen funktionieren? Wo Kräfte in Hannover, Balingen, Magdeburg schwanden, da spielte am Ende auch der Kopf müden Kieler Athleten einen Streich.

Man sollte es so sehen: Dass der THW Kiel als einzige deutsche Mannschaft ins Halbfinale der europäischen Eliteklasse einzog, dass dieser rekonvaleszente und ausgelaugte Haufen bis fünf Spieltage vor dem Saisonende noch realistische Chancen auf den deutschen Meistertitel besaß, ist das eigentliche Fanal für die Konkurrenz.

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 13.05.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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