Nächste Hürde Minden: THW will Positivtrend fortsetzen

Bundesliga
Montag, 19.09.2016 // 11:28 Uhr

Nach vier Spielen in acht Tagen genossen die "Zebras" zuletzt ein paar freie Tage. Zeit, um den Kopf freizubekommen und sich auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren: Am Mittwoch erwartet der erfahrene Aufsteiger GWD Minden den THW Kiel zum heißen Tanz in der Kampa-Halle. Anwurf ist um 20:15 Uhr, live dabei sein kann man nur in der Halle und via Ticker auf der THW-Homepage. Der Rekordmeister will in Minden doppelt punkten und den Positiv-Trend der vergangenen beiden Heimspiele auch in Ostwestfalen fortsetzen.   

Bisher nur ein Remis im Traditionsduell

Schwedischer Rückraumspieler: Helge Freimann kam von Guif Eskilstuna

Das Duell der Grün-Weißen mit den Schwarz-Weißen ist eines der traditionsreichsten in der DKB Handball-Bundesliga. Bereits 1962 standen sich beide Team in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft gegenüber. Der THW Kiel gewann dieses erste erfasste Spiel gegen GWD mit 8:4 und machte damit einen großen Schritt in Richtung seines zweiten Deutschen Meistertitels. Es folgen insgesamt 57 Begegnungen in der heute "stärksten Liga der Welt", von denen die "Zebras" 43 für sich entscheiden konnten. Nur einmal, im Jahr 2000, gab es zwischen beiden Teams eine Punkteteilung (siehe auch Gegnerstatistik im THW-Archiv).  

Doder führt GWD an

Kreisläufer aus Norwegen: Magnus Gullerud

Am Mittwoch wollen die Kieler nun Sieg Nummer 44 folgen lassen und damit den Positivtrend aus den beiden Heimspielen gegen Lemgo und Göppingen fortsetzen. "Das wird kein einfaches Spiel", weiß Kapitän Domagoj Duvnjak. "Minden ist ein starker Aufsteiger mit einer erfahrenen Mannschaft." In dieser schwingt Dalibor Doder das Zepter: Der 140-fache schwedische Nationalspieler führt seit 2010 bei den Ostwestfalen Regie und erlebte  in dieser Zeit zwei Abstiege und zwei Aufstiege mit. "GWD ist meine zweite Heimat geworden. Wir wissen, dass der Klassenerhalt schwierig wird, aber wir werden alles geben, um diesmal drin zu bleiben." Dafür hat Doder beim wichtigen 27:26-Auftaktsieg der Mindener in Lemgo schon einmal alles getan: "Leute wie Dalibor Doder machen dann halt den Unterschied", sah der Lemgoer Coach Florian Kehrmann der Erfahrung und Klasse des Gegners den Grund für die Niederlage. 

Erfahrene Mannschaft

Wiedersehen mit den "Zebras": Kim Sonne

Es folgten zwei klare Niederlagen gegen Göppingen und in Berlin, ehe die Mannschaft von Trainer Frank Carstens am Wochenende beim HBW Balingen-Weilstetten ein 23:23 erkämpfte und damit den dritten Auswärtspunkt einsammelte. "Entscheidend werden die Duelle gegen direkte Konkurrenten sein", hatte Carstens bereits vor der Spielzeit das Ziel "20 Punkte für den Klassenerhalt" ausgegeben. Dabei kann der Coach auf eine eingespielte Mannschaft vertrauen: Mit Nils Torbrügge, der zum Lokalrivalen TuS N-Lübbecke wechselte, verließ nur ein Spieler die Mannschaft, die im vergangenen Jahr bereits vier Spieltage vor Saisonende den direkten Wiederaufstieg perfekt machte. Insgesamt stehen mit dem ehemaligen Kieler Torhüter Kim Sonne, dem Linksaußen Charlie Sjöstrand und Kreisläufer Joakim Larsson neben zwei Neuzugängen nur drei Spieler im GWD-Kader, die vor zwei Jahren noch nicht Bundesliga in Grün-Weiß gespielt haben.

Liveticker auf der THW-Homepage

Die Kieler reisen bereits am Dienstag nach Ostwestfalen, um sich konzentriert auf die Partie bei GWD Minden vorbereiten zu können. Anwurf am Mittwoch ist um 20:15 Uhr, geleitet wird das Spiel von den beiden Unparteiischen Fabian Baumgart  und Sascha Wild. Das Fernsehen berichtet nicht live aus der Kampa-Halle, zeitnahe Informationen liefert der Liveticker auf der THW-Homepage. Für die Partie in der Kampa-Halle gibt es zudem noch reichlich Karten, sodass auch kurzentschlossene THW-Fans ihre Mannschaft bei diesem wichtigen Auswärtsspiel noch unterstützen können (Ticketshop GWD Minden). Auf geht's, Kiel!

Nur zwei Neuzugänge

Für die beiden "Neuen" im Team - der linke Rückraumspieler Helge Freiman kam von Guif Eskilstuna aus Schweden, Kreisläufer Magnus Gullerud von Sonderjyske aus Dänemark - hat sich Frank Carstens ganz bewusst entschieden: "Unser Kader ist mit vielen Spezialisten besetzt, die entweder Angriff oder Abwehr spielen. Helge und Magnus können beides, das ist für unser Tempospiel wichtig." Man wolle, kündigte der Coach an, so aus der starken Defensivarbeit mehr Kapital schlagen und zu einfachen Toren kommen. 

 

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