Weiter geht's am Dienstag: Balingen-Weilstetten zu Gast in Kiel

Bundesliga
Montag, 26.09.2016 // 09:02 Uhr

Keine Zeit, den Sieg gegen Paris Saint-Germain zum Auftakt der Königsklassen-Saison zu genießen: Bereits am Dienstag, und damit nicht einmal 48 Stunden nach dem Anpfiff des Krachers auf europäischer Eben, geht es für die "Zebras" in der DKB Handball-Bundesliga wieder um wichtige Punkte. Ab 19 Uhr ist der HBW Balingen-Weilstetten zu Gast in der Sparkassen-Arena. Livebilder gibt es von diesem Duell nicht, zeitnahe Informationen liefert der Ticker auf der THW-Homepage. Noch gibt es auch Tickets für diese Partie an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

"In der Liga geht es um jeden Punkt"

Der Jubel nach dem wichtigen Champions-League-Sieg ist kaum verklungen, da müssen die "Zebras" ihren Fokus bereits wieder auf einen neuen Gegner richten: Der HBW Balingen-Weilstetten steht schon nach wenigen Spieltagen unter Zugzwang, hat für die "Gallier von der Alb" der Abstiegskampf doch bereits jetzt begonnen. "Wir müssen gegen Balingen voll konzentriert zur Sache angehen und dort weitermachen, wo wir gegen Paris aufgehört haben", ist sich THW-Kapitän Domagoj Duvnjak der Bedeutung des Dienstags-Spiels bewusst. "In der Liga geht es um jeden Punkt - wir wollen gegen HBW unbedingt gewinnen!" Dabei muss THW-Trainer Alfred Gislason erneut auf Rune Dahmke (Riss des Delta-Bandes im linken Fuß) und den Langzeitverletzten Christian Dissinger verzichten. Zudem nahmen einige "Zebras" aus der Paris-Partie schwere Blessuren als "Andenken" mit.

Neuer Mann an der Seitenlinie

Neu an der Seitenlinie: Runar Sigtryggsson

Zu den acht Zugängen gehört auch ein neuer Trainer: "Retter" Frank Bergemann, der HBW zum Klassenerhalt führte, wurde von Runar Sigtryggsson beerbt. Der Olympiateilnehmer von 2004 trainierte zuletzt vier Jahre den Zweitligisten EHV Aue. Nach seinen Erfahrungen als Spielertrainer beim ThSV Eisenach ist es die erste Station in der Bundesliga. "Ich wollte jetzt den nächsten Schritt machen und in die Bundesliga gehen", sagte Sigtryggsson bei seiner Vorstellung. Über die Ambitionen des HBW machte sich der Isländer keine Illusionen: "Wir dürfen uns nichts vormachen. Es geht von Anfang an gegen den Abstieg." Der bisherige Saisonverlauf bestätigte den Trainer: Mit nur einem Punkt aus fünf Spielen zieren die Balinger das Tabellenende. Mit der Partie in Kiel endet zumindest erst einmal die Tournee von drei Auswärtsspielen in Folge, die für HBW aufgrund der Terminenge bei den Spitzenklubs die ungewohnte Belastung von drei Spielen innerhalb von sieben Tagen mit sich brachte.

Drei Leistungsträger gingen

Kopf der Mannschaft: Martin Strobel

Der Abstiegskampf ist den "Gallier von der Alb" nicht ganz unbekannt, pendelten die Süd-Badener in der Endabrechnung doch stets zwischen Rang elf und Platz 16. In der vergangenen Saison konnte man in Balingen frühzeitig aufatmen. Mit einem Vorsprung von sechs Punkten auf die Abstiegsplätze schaffte man auch im zehnten Jahr der Bundesliga-Zugehörigkeit den Klassenerhalt. Wichtig für Manager Wolfgang Strobel, musste er doch seinen Kader erneut umbauen: Sieben Spieler verließen den Club, darunter mit Nationalspieler Fabian Böhm (Hannover), Christoph Theuerkauf (TBV Lemgo) und dem sprung- und wurfgewaltigen Olivier Nyokas, der fortan gemeinsam mit dem Ex-Kieler Dominik Klein für HBC Nantes in der französischen Liga auf Torejagd geht, gleich drei Leistungsträger den Club. Umso wichtiger für Wolfgang Strobel, dass sein Bruder und Europameister Martin weiter ein "Gallier" blieb.

Ein Jahrzehnt in der ersten Liga

Kam aus Dänemark: Pascal Hens

Dass es gegen den kampfstarken HBW Balingen-Weilstetten keinen Spaziergang geben wird, ist den "Zebras" bewusst. Zu präsent sind noch die Erinnerungen an die vergangene Spielzeit, in der der THW Kiel bei den Balingern nur mit viel Glück und Einsatz eine Niederlage verhinderte, beim 22:22 (siehe Spielbericht) trotzdem einen Punkt verlor. Es war das erste Unentschieden beider Teams in im 20. Bundesliga-Duell, zweimal unterlag der THW seinem Kontrahenten, 17 Spiele entschieden die "Zebras" für sich (siehe auch Gegnerstatistik im THW-Archiv). Seit nunmehr einem Jahrzehnt gehört der HBW Balingen-Weilstetten in die DKB Handball-Bundesliga. Doch nach einem großen Umbruch kämpfen die "Gallier von der Alb" einmal mehr für den Klassenerhalt.

EX-HSVer Hens und Flohr verstärken HBW

Ex-HSVer beim HBW: Matthias Flohr

Bitter für Sigtryggsson: Mit Pascal Hens fiel zuletzt einer der wichtigsten Neuzugänge des HBW verletzt aus. Der Halblinke, der nach dem Aus für den HSV beim HC Midtjylland in Dänemark spielte und den Pokalsieg feierte, kehrte wie sein ehemaliger Mannschaftskamerad Matthias Flohr (spielte für Skjern Handbold) mit dem Engagement beim HBW Balingen-Weilstetten zurück auf die große Bühne der "stärksten Liga der Welt". Gemeinsam mit Abwehrchef Davor Dominikovic bilden sie nun ein Trio aus ehemaligen HSV-Akteuren.

Balingen verliert "Generalprobe"

Wie der THW Kiel war auch der HBW Balingen-Weilstetten am Sonntag aktiv. Die Süddeutschen unterlagen den stark in die Saison gestarteten "Füchsen" aus Berlin klar mit 20:31. "Mit dem bisherigen Abschneiden können wir nicht zufrieden sein", sagte Wolfgang Strobel nach der Partie, in der die Balinger rund 40 Minuten lang mitgehalten und die Hauptstädter ordentlich geärgert hatten. "Letztlich machen wir dann Fehler, das hat uns das Genick gebrochen", so Strobel. Nichtsdestotrotz hatte der HBW auch in Berlin unter Beweis gestellt, mit welch einem unangenehmen, kampfstarken Gegner die "Zebras" am Dienstag rechnen müssen.

Noch Tickets erhältlich

Anpfiff für die 21. Begegnung der beiden Teams ist am Dienstag um 19:00 Uhr in der Sparkassen-Arena. Noch gibt es Tickets ab 14,50 Euro für das Spiel gegen HBW Balingen-Weilstetten. Erhältlich sind diese an allen bekannten Vorverkaufsstellen, mit der "Print@Home"-Variante zum Selbstausdrucken im Online-Ticketshop, im Ticketcenter der Sparkassen-Arena und an der Abendkasse. Geleitet wird das Spiel von Denis Regner und Julian Köppl aus dem Elite-Anschlusskader des DHB. Es geht um wichtige Punkte - auf geht's, Kiel!

 

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