KN: Flensburg gegen die Löwen schon unter Druck

Thomas Mogensen verlässt die SG in Richtung Skjern
Bundesliga
Samstag, 02.09.2017 // 17:43 Uhr

Flensburg. Für die SG Flensburg-Handewitt sollte es das Duell des Jägers gegen den Gejagten werden. Nun ist die Bundesliga-Partie gegen die Rhein-Neckar Löwen fast schon wie ein Endspiel - am dritten Spieltag. Denn nach der 29:32-Pleite bei der TSV Hannover-Burgdorf am Donnerstag steht die SG am Sonntag (15 Uhr) unter Druck. Bei einer Niederlage könnte das Ziel Meisterschaft erst einmal sehr weit entfernt sein.

"Müssen den Schalter umlegen"

"Wir müssen schnell den Schalter umlegen", forderte SG-Trainer Maik Machulla bei "Sky": "Wir müssen Kraft tanken und uns fokussieren." Gegen die Löwen sei es ein ganz neues Spiel, sein Team werde eine Reaktion zeigen. Mit den Löwen gastiert allerdings der denkbar ungünstigste Gegner in der Flens-Arena: Vier Mal in Serie hat der Meister dort zuletzt gewonnen, darunter das 23:21 im Mai, der entscheidende Schritt zur Titelverteidigung. 28 der vergangenen 30 Heimspiele hat die SG gewonnen - die beiden Niederlagen gab es gegen die Löwen. Der letzte Heimsieg datiert vom 20. März 2013.

Auch wenn der Mannheimer Auftakt beim 26:24 in Lemgo etwas holprig war, hat Coach Nikolaj Jacobsen gute Ansätze erkannt: "Phasenweise machen wir das schon richtig gut. Nun müssen wir beides zusammenbringen, Abwehr und Angriff, möglichst über 60 Minuten." Der Sportliche Leiter Oliver Roggisch nimmt alle Akteure in die Pflicht: "Wir müssen eine ganz andere Einstellung an den Tag legen, wenn wir in Flensburg bestehen wollen." Unter der Woche hatte der Meister frei. Das ursprünglich für Donnerstag angesetzte Heimspiel gegen den TVB Stuttgart wurde auf den 7. Dezember verlegt, weil in der SAP-Arena das Eishockeyteam der Adler Mannheim im Einsatz war.

Die SG steht unter Druck, Geschäftsführer Dierk Schmäschke ist trotz des frühen Rückschlags von Neu-Coach Machulla überzeugt: "Er arbeitet sehr intensiv und hat unser volles Vertrauen."

(Aus den Kieler Nachrichten vom 02.09.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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