KN: Flensburg ist zurück im Rennen um die Spitzenplätze

Bundesliga
Montag, 04.09.2017 // 10:21 Uhr

Flensburg. Jubelnd tanzten die Handballer der SG Flensburg-Handewitt auf dem Spielfeld in der Flens-Arena. Drei Tage nach der 29:32-Pleite bei der TSV Hannover-Burgdorf zeigten die Norddeutschen die erhoffte Reaktion und gewannen ihr Heimspiel gegen Meister Rhein-Neckar Löwen mit 27:22 (12:9). Für die Mannheimer war es nach vier Siegen in Serie die erste Niederlage in Flensburg.

Lübbecke nach Niederlage im Ostwestfalenderby Letzter

"Wir haben zu viele Chancen ausgelassen", monierte Löwen-Spielmacher Andy Schmid. "Unsere Abwehr war überragend", sagte dagegen der Flensburger Rasmus Lauge. Auch SG-Trainer Maik Machulla lobte sein Team: "Heute haben wir gezeigt, was wir in dieser Saison erreichen können. Ich bin stolz auf die Mannschaft."

Für den einzigen Wermutstropfen bei der SG sorgte eine Fußverletzung, die sich der Schwede Jim Gottfridsson schon in der Anfangsphase der Partie zugezogen hatte. Er wurde noch am Abend im Krankenhaus untersucht.

Die Löwen haderten vor allem mit ihrer Chancenverwertung - und mit SG-Keeper Mattias Andersson, der 41 Prozent ihrer Würfe hielt. Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand von sechs Toren (15:21/47.) kamen die Mannheimer jedoch wieder heran, hatten fünf Minuten vor Schluss die Chance auf den Ausgleich. Aber Spielmacher Andy Schmid, bei dem nur jeder dritte Wurf das Tor fand, setzte den Ball weit darüber. Bester Löwen-Werfer war indes Rechtsaußen Patrick Groetzki mit sechs Toren. Bei der SG trafen die Rückraumspieler Rasmus Lauge und Holger Glandorf je sieben Mal.

Neben dem THW Kiel gewannen zwei weitere Mannschaften aus dem erweiterten Favoritenkreis ihre Spiele. Die MT Melsungen hatte beim 28:27 (14:14) im Hessen-Duell beim TV Hüttenberg aber mehr Probleme als die Füchse Berlin, die ihr erstes Saisonspiel gegen Die Eulen Ludwigshafen mit 31:24 (17:14) für sich entschieden.

Wegen eines Stromausfalls in der Lipperlandhalle wurde die Begegnung zwischen Lemgo und dem SC DHfK Leipzig erst mit 45 Minuten Verspätung angepfiffen. Damit kamen die Lemgoer besser zurecht. Sie feierten mit dem 33:29 (15:16) ihren zweiten Sieg. Das schaffte auch die TSV Hannover-Burgdorf, die nach dem Coup über Flensburg die HSG Wetzlar mit 30:27 (14:15) schlug und jetzt Tabellenzweiter ist.

In der Partie der Altmeister zwischen dem VfL Gummersbach und Göppingen feierte der VfL beim 28:27 (16:13) den ersten Saisonsieg. Der HC Erlangen gewann in Stuttgart mit 31:29 (17:12). Das Derby zwischen GWD Minden und dem TuS N-Lübbecke endete 21:18 (13:6) für GWD. Aufsteiger Lübbecke bleibt damit Schlusslicht.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 04.09.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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