Topspiel am Donnerstag: Die Füchse sind zu Gast

Bundesliga
Dienstag, 20.11.2018 // 12:19 Uhr

Donnerstag ist Top-Spiel-Zeit in Kiel: Um 19 Uhr (live bei Sky) gastieren die Füchse Berlin in der Sparkassen-Arena. Die Partie gegen die von Verletzungssorgen geplagten Hauptstädter, die zuletzt auch mit dezimiertem Kader starke Leistungen abriefen, ist für die "Zebras" eminent wichtig. Sie wollen ihre Bundesliga-Erfolgsserie ausbauen und gegen den Vorjahres-Dritten wichtige Heimpunkte holen. Im Vorverkauf (jetzt Karte sichern!) und an der Abendkasse, die am Donnerstag bis 19 Uhr geöffnet haben wird und bei der man auch Tickets für den Pokal-Kracher gegen die MT Melsungen am 27.11, erstehen kann, gibt es noch einige Stehplätze für das Spitzenspiel der DKB Handball-Bundesliga. "Wir haben ein straffes Programm hinter und vor uns", sagt Kapitän Patrick Wiencek. "Deshalb brauchen wir Donnerstag die Unterstützung unserer 'weißen Wand'. Wir wünschen uns echte Top-Spiel-Atmosphäre gegen die Füchse!"

Nikola Bilyk freut sich auf das Topspiel

Bei den Kielern meldete sich Nikola Bilyk rechtzeitig vor dem Topspiel wieder einsatzbereit. "Ich fühle mich fit und bereit zu spielen, wenn der Trainer mich aufstellt", sagt der Österreicher, der sich - wie alle anderen Zebras auch - für Donnerstag auf einen heißen Kampf einstellt: "Wir wissen, dass wir gegen die Füchse alles abrufen müssen. Das wird ein sehr, sehr schweres Spiel. Die Berliner haben jetzt eine sehr junge Mannschaft, die heiß auf die Punkte sind und uns richtig ärgern wollen." Deshalb setzt auch der Österreicher auf die zusätzliche Kraft von den Rängen: "Es ist immer gut, wenn man in solch einer Top-Begegnung die Zuschauer in seinem Rücken weiß."

Berliner mit fünf Neuzugängen

Wael Jallouz kam vom FC Barcelona nach Berlin

Tatsächlich hatten sich die Füchse-Verantwortlichen diese Saison bisher anders vorgestellt. Der Umbruch mit drei neuen Spielern, die unter anderem die Abgänge von Steffen Fätz (Rhein-Neckar Löwen), Vereins-Legende Petr Stochl, der nach seinem Karriereende das Torwart-Training bei den Hauptstädtern übernahm, und Drago Vukovic (ging nach Gummersbach), auffangen und die Mannschaft verstärken sollen, war von langer Hand geplant. Aus Gummersbach kam Mittelmann Simon Ernst, vom Champions-League-Sieger Vardar Skopje der 2,03 Meter große Kreisläufer Mijajlo Marsenic, und aus Hannover wechselte Torhüter Malte Semisch an die Spree. Doch bereits früh mussten Bob Hanning & Co umplanen: Noch in der vergangenen Saison zog sich Marko Kopljar einen Achillessehnenriss zu, am Saisonende riss bei Stipe Mandalinic das Kreuzband, und in der Vorbereitung musste sich Simon Ernst nach seinem Kreuzbandriss im März noch einmal am Knie operieren lassen. Die Berliner reagierten umgehend und verpflichteten mit Jacob Holm vom dänischen Erstligisten Ribe-Esbjerg und dem ehemaligen Zebra Wael Jallouz, der auf Leihbasis für ein Jahr vom FC Barcelona losgeeist werden konnte, zwei weitere Rückraumspieler.

Zwischenzeitlich zehn Verletzte

Bester Torschütze: Frederik Simak

Doch auch Wael Jallouz erwischte es: Er laboriert an einem Fingerbruch, wird Donnerstag aber wohl spielen können. Mit "Willi", wie der tunesische Nationalspieler zu seiner Zeit in Kiel gerufen wurde, verabschiedete sich der zehnte Spieler von Velimir Petkovic in den Krankenstand. Neben den drei Langzeitverletzten erwischte es auch Paul Drux (Fuß-OP), Kevin Struck, Mattias Zachrisson (beide Bänderrisse im Fuß), Christoph Reißky (Bänderriss im Knie) und Fabian Wiede (Fuß-Probleme). Und auch wenn nach und nach einige der verletzten Spieler zurückkehren, so wird für die Partie in Kiel unter anderem mit einem Comeback von Nationalspieler Fabian Wiede gerechnet, ist diese Situation besonders. "Da müssen wir jetzt durch. Das ist eine echte Herausforderung und spannend zu sehen, wie wir die Situation meistern“, sagte Füchse-Manager Bob Hanning, der den Kader mit Nachwuchsspielern ergänzte: Lennart Gliese, Torben Matzken, Bastien Genty, Julius Porath und Tim Matthes schlossen die Lücken. Und mit Frederik Simak sorgt ein 20-Jähriger, der vor Saisonbeginn im erweiterten Kader der Berliner stand, für Furore: Der im linken Rückraum beheimatete Simak gilt als eines der größten deutschen Talente und führt derzeit die Torschützenliste der Füchse mit 55 Treffern vor  seinem Positionskollegen Jacob Holm (54) und Routinier Hans Lindberg (41) an.

Petkovic lobt sein Team

Mijajlo Marsenic kam aus Skopje

Weil sein Nachfolger Malte Semisch einen Bandscheibenvorfall erlitt und auch der dritte Schlussmann Frederik Genz verletzungsbedingt nicht einsetzbar war, wurde zuletzt sogar Petr Stochl reaktiviert. Der inzwischen 42-Jährige glänzte im Heimspiel gegen Melsungen mit zwölf Paraden. Allerdings konnte selbst Stochls Einsatz die knappe 24:26-Niederlage gegen wiedererstarkte Melsunger nicht verhindern. Trotzdem war Velimir Petkovic ob des kämpferischen Einsatzes seiner Mannschaft gegen die MT voll des Lobes für sein Team: "Ich muss sagen, in dieser Situation war es fantastisch, was ich von meinen Jungs gesehen habe." Und auch nach der knappen 29:31-Niederlage bei Aalborg Handbold, die dem Titelverteidiger Füchse Berlin vor dem Qualifikations-Rückspiel am Wochenende in eigener Halle alle Chancen auf den Gruppenphasen-Einzug lässt, war Petkovic ob des kämpferischen Einsatzes seiner dezimierten Mannschaft begeistert: "Was wir nur zwei Tage nach dem Spiel gegen Melsungen geleistet haben, war wieder überragend." Trotzdem hat die personell angespannte Situation, gleich vier Berliner kehrten beispielsweise von der Club-WM in Qatar verletzt zurück, Folgen für die Füchse: Drei der letzten vier Bundesliga-Begegnungen verloren die Hauptstädter, zeigten aber beim 25:28 in Mannheim, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Trotzdem bedeutete diese kleine Negativ-Serie das Abrutschen auf Platz sechs der Tabelle.

Andreas Wolff in der Fan-Arena

Andreas Wolff ist Talk-Gast in der Fan-Arena

Der THW Kiel wird am Donnerstag richtig gefordert sein. Die Füchse sind heiß auf das Spiel, und auch die Kieler wollen unbedingt die zwei Punkte behalten: "Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen. Egal, wer da kommt", erklärte Wiencek. "Gemeinsam mit unseren Fans können wir das schaffen!" Die Begegnung in der Sparkassen-Arena wird um 19 Uhr von Christoph Immel und Ronald Klein angepfiffen, Sky überträgt live. Mit den "Supersport Tickets" von Sky kann man zudem flexibel ohne lange Vertragsbindung live dabei sein (mehr Infos und Buchung unter skyticket.de). Zeitnahe Informationen liefern wie gewohnt der Liveticker auf der THW-Homepage und auf dem Twitter-Kanal der "Zebras" (www.twitter.de/thw_handball). Für die Begegnung gibt es noch Stehplatz-Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen, bei den Kieler Nachrichten, bei CITTI, in den famila-Märkten und im Ticketcenter der Sparkassen-Arena sowie online unter www.thw-handball.de/tickets. Die Abendkasse im Ticketcenter hat bis zum Anpfiff geöffnet, dort kann man sich auch Tickets das DHB-Pokal-Viertelfinale gegen die MT Melsungen (Dienstag, 17.11., 19 Uhr, Karten im Onlineshop) sichern. Zum Live-Interview mit anschließendem Autogrammeschreiben in der Fan-Arena wird nach der Partie Torhüter Andreas Wolff erwartet. Auf geht's, "weiße Wand": Es ist wieder Spitzenspiel-Zeit in Kiel!

Service: Parkplätze im Umfeld der Arena

Aufgrund des Hotel-Neubaus an der Sparkassen-Arena hat die Arena für den THW Kiel rund 100 der insgesamt 450 Parkplätze auf dem Exerzierplatz für Spieler, Mitarbeiter, Sponsoren und Förderer von der Stadt Kiel gemietet. Für diesen Bereich benötigt man einen VIP-Parkausweis des THW Kiel. Im Umfeld der Arena stehen neben den 350 noch freien Plätzen auf dem "Exer" bei Spielen innerhalb der Woche weitere mehr als 4000 Parkplätze zur Verfügung, von denen man die Arena fußläufig erreichen kann: 470 im Parkhaus der Arena, 134 auf dem Parkplatz Hopfenstraße (ca 12 Gehminuten), 845 im Parkhaus Sophienhof (Hopfenstraße, gegenüber des Parkplatzes), 950 auf dem Wilhelmplatz (ca. 15 Gehminuten von der Arena entfernt), 450 im Förde-Parkhaus (Zufahrt über Kai- und Hafenstraße, ca 15 Minuten), 350 im Parkhaus Holstenstraße I (Wall, ca. 15 Minuten), 332 im Parkhaus Holstenstraße II (ca. 15 Gehminuten) und 557 im Alstadt-Parkhaus (Flämische Straße, ca. 15 Minuten) zur Verfügung. Anwohner-Parkplätze sind unbedingt für die berechtigten Personen freizuhalten, zudem hat die Stadt Kiel intensive Park-Kontrollen angekündigt.