Mittwochabend: THW Kiel empfängt Leipzig

Bundesliga
Montag, 22.03.2021 // 10:23 Uhr

Auch wenn ganz Deutschland bereits gespannt auf das Derby am Samstag in Flensburg wartet, müssen die Zebras ihren Fokus zunächst einmal auf eine andere, eminent wichtige Partie richten: Denn am Mittwochabend empfängt der THW Kiel den SC DHfK Leipzig zum Nachholspiel aus dem Februar, als die komplette Kieler Mannschaft aufgrund eines positiven Covid-19-Tests zwei Wochen in Quarantäne geschickt wurde. Das NDR Fernsehen hat sich entschlossen, diese Begegnung live und kostenlos im Online-Stream unter www.ndr.de/sport zu zeigen. Auch Sky ist natürlich wieder live dabei. Anwurf in der Wunderino Arena ist um 18:30 Uhr, ab 17:30 Uhr können sich Fans des Handball-Rekordmeisters via Heimspiel-TV auf die Partie einstimmen. Natürlich wird auch der THW-Medienpartner RADIO BOB! die Zuhörer über die 60 spannenden Minuten Handball in Kiel live und in voller Länge unterhalten: Der Audio-Livestream mit "Maschine" und Carsten Fuljahn startet unter www.radiobob.de/thw-kiel .

THW Kiel vor wichtiger Woche

Samstag das Geduldsspiel gegen Wetzlar, Sonntagvormittag der Start in die Vorbereitung auf "eine wichtige Woche", wie Trainer Filip Jicha erklärte. Denn in dieser warten gleich zwei schwere Aufgaben auf die Kieler - angefangen mit dem Heimspiel gegen den SC DHfK Leipzig am Mittwochabend. THW-Kapitän Patrick Wiencek erklärte, wie die Zebras mit dem dauerhaften Drei-Spiele-pro-Woche-Rhythmus umgehen: "Wir arbeiten unsere Aufgaben Stück für Stück ab - auch wenn es langweilig klingt und uns jeder bereits nach dem Derby befragt. Aber wir müssen und werden uns vollkommen auf Leipzig fokussieren, denn das ist nicht nur eine schwere, sondern auch eine eminent wichtige Partie." Denn mit einem Erfolg gegen die Sachsen könnte der THW Kiel, nach Minuspunkten schon lange Spitzenreiter der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga, erstmals seit der ersten Quarantäne im Dezember auch nach Pluspunkten wieder auf Rang eins vorrücken. Die Tabellenführung als Zusatzmotivation? "Natürlich wollen wir an die Spitze, das ist unser Anspruch", räumt Rune Dahmke ein, "aber wir haben auch erst 17 von 38 Spielen absolviert. Da kommt noch einiges an Arbeit auf uns zu." 

Leipzig zuletzt mit drei Niederlagen

Bester Torschütze: Nationalspieler Philipp Weber

Zunächst einmal haben die Kieler Leipzig vor der Brust: Der SC DHfK erwischte einen Traum-Start in die Saison, der ihn zwischenzeitlich sogar zum ersten Mal in der Geschichte auf Platz eins der Tabelle in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga hievte: Konnte man die Auftakterfolge gegen die Eulen und beim HSC 2000 Coburg noch unter der Kategorie "Pflichtsieg" abspeichern, so waren das 24:24 gegen die hochgehandelten Füchse Berlin und vor allem der deutliche 28:23-Auswärtserfolg bei den Rhein-Neckar Löwen ein echtes Zeichen der DHfK-Stärke. Weil die Grün-Weißen dann aber vier Spiele in Folge nicht gewinnen konnten, wurde die Tabellenführung zu einem einmaligen Ereignis. Ende November kehrte die Mannschaft von Andre Haber dann aber mit einem spektakulären 33:29-Erfolg im Derby gegen den SC Magdeburg eindrucksvoll in die Erfolgsspur zurück. Allerdings verhinderte zwei Niederlagen in Minden und gegen Flensburg zum Jahresausklang eine noch bessere Position in der Tabelle. Zuletzt präsentierten sich die Sachsen recht wankelmütig, verloren trotz zum Teil ansprechenden Leistungen drei Partien in Folge - zuletzt am Sonntag mit 26:33 gegen die Löwen, die sie noch in der Hinrunde dominiert hatten. "Jetzt haben wir drei Mal in Folge verloren und haben richtige Hammeraufgaben vor der Brust", sagte Leipzigs Trainer Andre Haber nach der Partie, "dort sind wir jetzt gefragt, da müssen wir uns jetzt steigern. Wir müssen an vielen Dingen arbeiten und das werden wir auch tun."

Starkes Torhüter-Gespann

Joel Birlehm ist Leipzig ein starker Rückhalt

Große Hoffnungen legt Haber dabei auf Nationalspieler Philipp Weber: Der Rückraumspieler, der Anfang des Jahres seinen Wechsel zurück zum SC Magdeburg nach dieser Spielzeit bekanntgab, ist mit 90 Treffern bester Torschütze der Leipziger und Teil des torgefährlichen Leipziger Rückraums, der mit Marko Mamic (51), Niklas Pieczkowski (32), Gregor Renke (34) und Neuzugang Martin Larsen (kam für den nach Flensburg abgewanderten Franz Semper von Pays d'Aix aus Frankreich, 34) insgesamt 241 Treffer erzielte. Dass der SC DHfK auf Tempo und Variabilität setzt, macht eine andere Zahl deutlich: Satte 211 Torerfolge gehen auf das Konto der drei Außen Lukas Binder, Patrick Wiesmach und  Lucas Krzikalla. Sie belegen die Plätze zwei, drei und vier der clubinternen Torjägerliste. In dieser taucht - naturgemäß - Joel Birlehm nicht auf. Der erst 23 Jahre alte Torhüter des SC DHfK Leipzig ist im Gespann mit dem norwegischen Neuzugang Kristian Saeveras (kam vom Champions-League-Teilnehmer Aalborg Handbold) aber eine Bank hinter der Defensive: Beide Keeper haben eine Quote gehaltener Bälle deutlich jenseits der 30 Prozent, was den beiden grün-weißen Keepern eine Spitzenposition innerhalb der "stärksten Liga der Welt" verschafft.

Stream, Facebook, Heimspiel-TV & Co.

Das Spiel am Mittwochabend wird von Colin Hartmann und Stefan Schneider geleitet. Anpfiff in der leider immer noch leeren Wunderino Arena ist um 18:30 Uhr, live verfolgen kann man die Begegnung bei Sky, im kostenlosen Free-TV-Live-Stream unter www.ndr.de/sport sowie im kostenlosen Audio-Livestream unter www.radiobob.de/thw-kiel, den der THW Kiel in Zusammenarbeit mit seinem Medienparter RADIO BOB! anbietet. Am Mikrofon werden Carsten Fuljahn und Hallenmoderator "Maschine" den Fans die 60 Minuten spannenden Handball nach Hause transportieren. Ebenfalls kostenlos ist das Heimspiel-TV, das um 17:30 Uhr mit der Übertragung startet. 45 Minuten lang versorgt Moderator Ulf Kahmke die Fans mit allen Informationen aus der Halle und rund um den THW Kiel. Nach den 60 Minuten kann man dann auf der Facebook-Seite des THW Kiel in die Verlängerung gehen: Dort werden die Pressekonferenz und die ausführliche star-Spielanalyse mit einem der THW-Stars ebenfalls live übertragen. Weiter geht's gegen Leipzig, Kiel!  

Fotos: Sascha Klahn