Die weiteren Viertelfinal-Partien: Ilic nicht zu stoppen

Champions League
Dienstag, 14.04.2015 // 07:23 Uhr

Zwei knappe Heim-Niederlagen, ein Unentschieden und der 31:29-Heimsieg von Pick Szeged gegen den THW Kiel: Die Hinspiele im Viertelfinale der "VELUX EHF Champions League" waren spannend wie der bisherige Saisonverlauf in der Königsklasse. Neben dem Kieler Auftritt in Szeged war vor allem das Gastspiel von MKB Veszprem bei Paris Saint Germain von großem Interesse. Hier wurde ein Ex-Zebra zum Alptraum für zwei weitere ehemalige Kieler: Momir Ilic.

Paris - Veszprem: 24:24 (10:12)

Das Treffen der beiden Weltauswahl-Mannschaften endete vor nur 2.780 Zuschauern in der französischen Hauptstadt mit einem Remis. 13 Minuten vor dem Ende hatte es beim 21:16 noch nach einem deutlichen Sieg für den ungarischen Meister ausgesehen, bei dem Christian Zeitz nur wenig spielte, aber einen Treffer erzielte. Dann drehte William Accambray bei Paris auf, erzielte vier Tore in Folge und brachte die Franzosen - in Zusammenarbeit mit Thierry Omeyer, der in der Schlussphase drei Bälle hielt, zumindest noch zum Ausgleich. "Wir haben in der Schlussviertelstunde aufgehört, Handball zu spielen", ärgerte sich Veszprems Ex-Zebra Momir Ilic. Der Serbe hatte sich zuvor mit 8/2 Toren zum Alptraum für seine ehemaligen Mannschaftskameraden Omeyer und Daniel Narcisse (2 Tore) entwickelt und seine Führung in der Torjägerliste der Königsklasse ausgebaut. Das Rückspiel findet am Sonntag um 17.30 Uhr in Veszprem statt (im kostenlosen Livestream bei sky.de/handball).

Vardar Skopje - KS Kielce: 20:22 (11:11)

5.500 Fans im schmucken, neuen "Sport Center Jane Sandanski" von Vardar Skopje gaben alles, um ihrer Mannschaft gegen den polnischen Meister KS Kielce mit Tobias Reichmann den Rücken zu stärken. Allerdings reichte es für die Mazedonier nicht zum erhofften klaren Heimerfolg - auch, weil Linkshänder Alex Dujshebaev gegen die von seinem Vater Talant trainierten Polen nicht wie gewohnt zum Zug kam und nur zwei Treffer erzielte. Nach dem 11:11 zur Pause setzte sich Kielce gegen Ende ab und gewann auswärts mit 22:20. Ex-Löwe Sergej Gorbok (Vardar, 5) und Manuel Strlek (Kielce, 5) waren die erfolgreichsten Torschützen. Das Rückspiel findet am Sonntag um 15.30 Uhr statt (im kostenlosen Livestream bei sky.de/handball).

Tickets für das Rückspiel in Kiel erhältlich

Mit einem Zwei-Tore-Rückstand gehen die Kieler in das entscheidende Rückspiel gegen Pick Szeged am Sonntag, 19. April (19.30 Uhr), in der Kieler Sparkassen-Arena. Dass die Ungarn auch auswärts nichts zu unterschätzen sind, bewiesen sie unter anderem mit ihrem klaren Achtelfinal-Erfolg bei den Rhein-Neckar Löwen. Trotzdem wollen die "Zebras" natürlich den letzten Schritt in Richtung Köln machen - dabei baut die dezimierte "Zebraherde" auch auf die Unterstützung ihrer Fans: Für diese Partie gibt es noch Tickets in nahezu allen Kategorien. Karten ab 14 Euro sind unter anderem im Ticketcenter der Sparkassen-Arena, im CITTI-Markt, in allen famila-Märkten des Landes und an allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Telefonisch kann man sich Viertelfinal-Tickets unter der Hotline 01806 / 30 02 34 (0,20 Euro/Anruf aus dem dt. Festnetz, max. 0,60 Euro/Anruf aus dem deutschen Mobilfunknetz ) sichern. Noch bequemer geht es online - auch im Print@Home-Verfahren zum Selbstausdrucken: direkt zum Ticketshop. Auf geht's, Kiel!

HC Zagreb - FC Barcelona: 23:25 (10:14)

Der THW Kiel hatte in Zagreb seine erste Niederlage der Königsklassen-Saison kassiert, und auch Paris Saint Germain hatte es in der gigantischen Zagreb-Arena erwischt. Kein Wunder, dass 15.300 kroatische Fans auf ein erneutes "Heim-Wunder" im Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Barcelona gehofft hatten. Doch bereits zur Pause waren diese Hoffnungen deutlich kleiner geworden: Routiniert spielten die Katalanen ihre Erfahrung aus und führten bereits beim Wechsel mit 14:10. Am Ende sicherte sich der FC Barcelona mit dem 25:23-Erfolg in Zagreb eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel, das am Sonnabend um 18.30 Uhr (im kostenlosen Livestream bei sky.de/handball) angepfiffen wird. Ex-Zebra Gudjon Valur Sigurdsson erzielte in Zagreb vier Treffer, Wael Jallouz blieb ohne Torerfolg. Beste Torschützen waren Luka Stepancic (Zagreb, 9) und Barcelonas Nikola Karabatic (6).

 

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