KN: Löwen laden sich eine schwere Hypothek auf

Champions League
Montag, 16.03.2015 // 08:07 Uhr

Mannheim. Die Rhein-Neckar Löwen gehen mit der Hypothek einer 30:34 (17:16)-Heimniederlage ins Achtelfinal-Rückspiel der Handball-Champions-League. Der deutsche Vizemeister verlor am Freitag nach einer schwachen Leistung gegen Pick Szeged aus Ungarn auch in dieser Höhe verdient. Vor 3370 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena war Roberto Garcia Parrondo von Szeged erfolgreichster Werfer, er verwandelte alle neun Siebenmeter. 

Nach der 30:34-Heimniederlage steht der Bundesliga-Zweite vor dem CL-Aus

Das Rückspiel findet am 22. März in Szeged statt. Die Löwen, in der Bundesliga Zweiter hinter dem THW und am 5. April Gast in Kiel, kamen schwer ins Spiel. Nach elf Minuten sah sich Trainer Nikolaj Jacobsen zu seiner ersten Auszeit veranlasst, weil die Gastgeber bereits 4:8 im Hintertreffen lagen. Die 5:1-Abwehr bekam keinen Zugriff auf die ungarische Offensive, und vor dem Tor ließen sie sich immer wieder aus dem Konzept bringen. Mit fünf Toren in der ersten Halbzeit hielt Kim Ekdahl du Rietz die Hoffnungen der Löwen am Leben. Dank einer Aufholjagd gingen sie sogar mit einer 17:16-Führung in die Pause. Nach dem Wechsel ließ der Bundesligist viele Chancen liegen, so dass Szeged in der 43. Minute 25:22 vorn lag. Den Vorsprung baute der ungarische Vizemeister sogar auf vier Tore aus.

Im EHF-Pokal hat der HSV Hamburg dank des vierten Sieges vorzeitig das Viertelfinale erreicht. Wieder einmal war Johannes Bitter der Held. Dank einer Glanztat des 2,05-Meter-Hünen elf Sekunden vor dem Abpfiff gewann der HSV am Sonnabend bei Gorenje Velenje in Slowenien mit 32:31 (13:15). Platz eins in der Gruppe A ist den Hamburger nun nicht mehr zu nehmen.

Auch die MT Melsungen hat sich trotz einer Niederlage den Gruppensieg gesichert. Nach dem 25:27 (14:16) bei Guif Eskilstuna können die Hessen wegen der besseren Tordifferenz nicht mehr vom Spitzenrang verdrängt werden.

Gestern machten die Füchse Berlin den Einzug in das Final-Four-Turnier in eigener Halle perfekt. Die Mannschaft von Bundestrainer Dagur Sigurdsson gewann auch das vorletzte Spiel der Zwischenrunde gegen den FC Porto mit 25:20 (7:8) und verteidigte die Tabellenführung in der Gruppe C. Als Gruppensieger oder einer der drei besten Zweiten profitiert Berlin vom Bonus des Gastgebers und muss keine Viertelfinalspiele bestreiten. Schon jetzt sind die Füchse damit automatisch für die Finalrunde am 16./17. Mai in der Max-Schmeling-Halle qualifiziert.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 16.03.2015, Foto: Sascha Klahn)

 

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