KN: Noch mehr THW in der Königsklasse

Champions League
Mittwoch, 16.09.2015 // 14:28 Uhr

Hamburg/Kiel. Eine kurze Verschnaufpause, dann geht es für den THW Kiel im munteren Drei-bis-vier-Tage-Takt weiter. Am Sonntag noch in der Bundesliga in Lübbecke gefordert, bereiten sich die Zebras nun auf das erste Spiel in der Champions League vor: Am Donnerstag ist der deutsche Rekordmeister in Zagreb zu Gast.

Sky erweitert Berichterstattung

Hohes Tempo im Angriff, eine konsequente Deckung und eine starke Torhüterleistung sorgten am Sonntag für den zweiten deutlichen Sieg innerhalb von fünf Tagen. Auch wenn Lemgo und Lübbecke keine Gegner sind, die im Vorbeigehen besiegt werden: In Zagreb werden die Zebras auf größeren Widerstand treffen. "Das wird sehr schwer, wir müssen bereit sein", blickte Kapitän Rene Toft Hansen voraus. "Zagreb ist ein harter Gegner und sehr unangenehm zu spielen", ergänzte Christian Dissinger.

Wenn der THW am Donnerstag um 19 Uhr das erste Mal in der Königsklasse antritt, wird das für deutsche Fernsehzuschauer wie in der vergangenen Spielzeit nur bei Sky zu sehen sein. Der Bezahlsender geht in seine zweite Handball-Champions-League-Saison und weitet sein Angebot aus: Neben den Partien des THW Kiel, der SG Flensburg-Handewitt und der Rhein-Neckar Löwen werden alle Spiele der deutschen Gruppengegner im Live-Stream gezeigt - kostenlos und nicht nur für Abonnenten. Bei Spielen mit deutscher Beteiligung wird im Pay-TV außerdem die Vorberichterstattung länger sein als im Vorjahr, bei Heimspielen 30 Minuten vor Anpfiff, beim Nordderby zwischen dem THW und Flensburg eine Stunde.

"Wir wollen die Qualität der Fußball-Übertragungen erreichen", sagte Sky-Sportchef Burkhard Weber am Montag bei der Auftakt-Expertenrunde zur diesjährigen Champions-League-Saison in Hamburg. Dafür übernimmt der Sender auch das Modell des zugeschalteten Schiedsrichters, der umstrittene Pfiffe analysiert. Was im Fußball Markus Merk ist, wird im Handball Frank Wenz sein. Der Rheinhesse, der gemeinsam mit Ralf Damian mehr als 400 Bundesliga-Spiele leitete, soll mit seinen Analysen das Regelwerk transparenter machen.

Bei aller Anlehnung an den Fußball - auf einem Gebiet geht die Handball-Berichterstattung eigene Wege. In der kommenden Saison werden erstmals zwei noch aktive Sportler als Experten am Mikrofon zu hören sein: Pascal Hens vom HSV Hamburg und Michael Kraus von Frisch Auf Göppingen. Kraus wird seine Premiere am Sonnabend geben, wenn Flensburg auf den französischen Meister Paris St. Germain trifft.

Paris gilt als heißer Titelkandidat - neben Vorjahressieger FC Barcelona, dem ungarischen Topklub MKB Veszprem und dem polnischen Vertreter KS Vive Kielce. Darin waren sich am Montag in Hamburg auch die Geschäftsführer der drei deutschen Vereine einig. "Es gibt halt die europäischen Teams, die sich das ganze Jahr auf die Champions League vorbereiten können, und wir müssen zwischendurch noch Bundesliga spielen", sagte THW-Geschäftsführer Thorsten Storm mit Blick auf das Niveau der Ligen in anderen Nationen. Die hohe Belastung in der neuen Achtergruppe könnte über den Titel entscheiden. "Durchsetzen wird sich, wer damit am besten klarkommt und am wenigsten Verletzungspech hat", ist sich auch Ex-Trainer und Sky-Experte Martin Schwalb sicher.

(Von Niklas Schomburg, aus den Kieler Nachrichten vom 15.09.2015, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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