Veszprem, Paris, Flensburg & Co: Hammer-Gruppe für den THW Kiel

Champions League
Freitag, 26.06.2015 // 20:30 Uhr

Hammerlos für den THW Kiel: Die "Zebras" treffen in der neugestalteten Gruppenphase der "VELUX EHF Champions League" unter anderem auf den letztjährigen Halbfinalgegner MKB Veszprem, den französischen Meister Paris St. Germain und im Landesderby auf die SG Flensburg-Handewitt. Das ergab die Auslosung am Freitagabend in Wien. Erstmals werden die 16 besten Mannschaften Europas die K.o.-Runden-Teilnehmer in jeweils 14 statt wie bisher zehn Vorrunden-Partien ermitteln. Die THW-Spiele in der Gruppe A beginnen Mitte September.

Sigurdsson als "Losfee"

Wiedersehen in Wien: "Glücksfee" Gudjon Valur Sigurdsson vom FC Barcelona und THW-Prokuristin Sabine Holdorf-Schust.

Als "Losfee" hatten sich die Organisatoren der EHF ein Ex-Zebra nach Wien geholt: FC-Barcelona-Linksaußen Gudjon Valur Sigurdsson, der zuletzt im fünften Anlauf erstmals den Königsklassen-Titel holte, zog die Kugeln mit den Mannschaften in beiden Gruppen, die in den kommenden Monaten für Spannung, Dramatik und hochklassigen Handball sorgen werden. Erstmals gibt es nur noch zwei Gruppen à acht Mannschaften, die um den Einzug in die K.o.-Runde kämpfen. Ziel der 16 besten Mannschaften des Kontinents ist der Gruppensieg, denn der ist ab sofort gleichbedeutend mit dem automatischen Viertelfinal-Einzug, während die je fünf weiteren Teams ein Achtelfinale spielen müssen. 

Champions-Card-Verkauf beginnt am 4. Juli

Die neue Champions-Card wird ab dem 4. Juli verkauft.

Die Königsklassen-Saison beginnt für die "Zebras" zwischen dem 10. und 16. September. Die genauen Spieltermine werden in den nächsten Wochen mit der EHF abgestimmt und sofort nach Bekanntwerden auf der THW-Homepage veröffentlicht. Gleich sieben Heimspiele haben die Kieler in der Gruppenphase. Für diese beginnt am 4. Juli der Verkauf der neuen Champions-Card, die 20 Tage lang mit einem Meister-Rabatt von 20 Prozent und einem kostenlosen Stammblatt für die kommende Spielzeit angeboten wird (siehe Extra-Bericht mit allen Preisen). Auf geht's in die neue Königsklassen-Saison, Kiel!

14 Spiele bis zur K.o.-Runde

"Es ist ein langer Weg, bis die Mannschaften von einer Teilnahme in Köln träumen können", sagte EHF-Präsident Jean Brihault.

Der Gruppensieg wird in der kommenden Saison allerdings noch schwerer zu erreichen sein als bisher. Denn 14 Partien liegen zwischen dem Start Mitte September und dem letzten Gruppenphasen-Spieltag - soviel wie nie zuvor in der Geschichte der "VELUX EHF Champions League". Zehn Partien werden dabei allein bis Weihnachten zu absolvieren sein. "Es ist ein langer Weg, den die Mannschaften zu gehen haben, bis sie von der Teilnahme am 'VELUX EHF Final4' in Köln träumen können", sagte EHF-Präsident Jean Brihault in seiner Begrüßung, in der er auch noch einmal erwähnte, dass für das Finalturnier Ende Mai bereits 12.000 Tickets verkauft seien. 

Löwen gegen Barcelona

In der Gruppe B spielen die Rhein-Neckar Löwen gegen den amtierenden Titelträger FC Barcelona (Spanien), den Halbfinalisten KS Kielce (Polen), Vardar Skopje (Mazedonien), KIF Kolding-Kopenhagen (Dänemark), Ungarns Vizemeister Pick Szeged, Montpellier AHB und Newcomer IFK Kristianstad (Schweden). 

Flensburg, Veszprem, Paris, Plock, Istanbul, Celje, Zagreb

Nicht nur das Programm, sondern auch die Gegner, die "Goggi" Sigurdsson dem THW Kiel zuloste, haben es in sich: Veszprem mit den drei ehemaligen Kielern Momir Ilic, Aron Palmarsson und Christian Zeitz sowie Paris St. Germain mit dem ehemaligen Kieler Trainer Noka Serdarusic sowie den Ex-Zebras Daniel Narcisse und Thierry Omeyer werden dem THW alles abverlangen. Sigurdsson loste den Kielern auch noch den slowenischen Königsklassen-Dauerbrenner Celje Pivovarna Lasko, den polnischen Vizemeister Orlen Wisla Plock und Besiktas Istanbul (Türkei) zu. Die SG Flensburg-Handewitt wurde der Kieler Gruppe zugeteilt: Die SG nimmt mit einer Wildcard an der Königsklasse teil und war deshalb nicht von der Regelung betroffen, die zwei Teams aus einem Land in einer Gruppe ausschließt. Die Gruppe A komplettiert RK Zagreb - beim kroatischen Meister hatten die "Zebras" im vergangenen Jahr zum Auftakt eine Niederlage kassiert. 

"Mehr geht nicht"

THW-Geschäftsführer Thorsten Storm sieht den THW Kiel in einer "Hammer-Gruppe. Unsere Fans in Kiel bekommen das Beste zu sehen, was der Welthandball momentan zu bieten hat. Aus dieser Gruppe hätte man auch gut ein 'Final4' bilden können. Der Topfavorit auf Platz eins ist Paris: Das ist jetzt schon eine Top-Mannschaft. Wenn auch noch Nikola Karabatic kommt, dann ist diese Mannschaft der absolute Favorit auf den Titel." Auch THW-Prokuristin Sabine Holdorf Schust musste nach der Auslosung erst einmal tief durchatmen: "Der neue Modus zeigt gleich im ersten Jahr, wie die Attraktivität gesteigert werden kann und wohin die Reise gehen wird: Das ist die sportlich schwerste Gruppenphase, die der THW Kiel je absolvieren musste. Mehr geht nicht. Wir können uns alle auf eine Reihe großer Handball-Spiele in Kiel freuen."

 

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