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Zwei Spiele innerhalb von 44 Stunden: Zum zweiten Mal bietet der Marathon-November dem THW Kiel diese Herausforderung an - und wie schon zu Monatsanfang ist der zweite Gegner des "Doppelpacks" der weißrussische Champion HC Meshkov Brest. Die "Zebras" empfangen die routinierte Mannschaft um die ehemaligen Bundesliga-Stars Petar Djordjic, Konstantin Igropulo, Rastko Stojkovic und Pavel Horak am...

24.11.2017

Celje. Als einige Zebras nach dem Spiel schon im Bus saßen, der den THW Kiel nach Klagenfurt bringen sollte, wo am Montagvormittag der Heimflug startete, war Miha Zarabec noch nicht mal geduscht. Der THW-Regisseur hatte alle Hände voll zu tun und reizte die von seinem Trainer Alfred Gislason gesetzte Frist bis zur Abfahrt voll aus. 

21.11.2017

Celje. Die Revanche ist geglückt, aber auch dieses Spiel war nichts für schwache Nerven: Der THW Kiel hat sein Auswärtsspiel in der Handball-Champions-League beim slowenischen Meister RK Celje mit 28:27 (15:14, siehe THW-Spielbericht) gewonnen. Der entscheidende Treffer von Niclas Ekberg fiel erst in den Schlusssekunden - und sorgte für Aufregung.

20.11.2017

Der THW Kiel schreibt auswärts in der VELUX EHF Champions League offenbar an einem Fortsetzungs-Thriller: Am Sonntagabend gewannen die "Zebras" dank eines Treffers von Niclas Ekberg drei Sekunden vor dem Ende mit 28:27 (15:14) bei RK Celje Pivovarna Lasko und holten sich damit zwei ganz wichtige Zähler im Kampf um das Achtelfinale. Zwölf Sekunden vor dem Ende hatte Brank Vujovic zum Ausgleich für...

19.11.2017

Keine Verschnaufpause: Der Marathon-Monat November hält weiterhin den steten Wechsel zwischen DKB Handball-Bundesliga und VELUX EHF Champions League für den THW Kiel bereit. Nach dem überzeugenden 29:19-Heimerfolg gegen den TBV Lemgo müssen die Kieler wieder reisen: Zum Start der Rückrunde in der Gruppenphase der Königsklasse geht es nach Slowenien. In der "Zlatorog-Arena" erwartet der RK Celje...

17.11.2017

Kiel. Was für ein Rückschlag: Nach wochenlangem Aufwärtstrend ist der THW Kiel am Sonntagnachmittag unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Nach dem 26:29 (15:14) gegen den slowenischen Meister RK Celje in der Handball-Champions-League rutschen die Zebras auf den vorletzten Tabellenplatz der Gruppe B ab und müssen nun ernsthaft um den Einzug ins Achtelfinale der Königsklasse bangen.

13.11.2017

Die "Zebras" haben in der Gruppenphase der VELUX EHF Champions League zwei wichtige Punkte verloren: Sonntagabend kassierte der THW Kiel gegen RK Celje Pivovarna Lasko eine verdiente 26:29 (15:14)-Niederlage. Dabei verpassten es die Kieler mehrfach, eine Drei-Tore-Führung weiter auszubauen. Mit zunehmender Spielzeit stiegen der Druck auf die Heimmannschaft und die Fehlerquote. Zehn Minuten vor dem...

12.11.2017

Stuttgart/Kiel. Man stelle sich einmal vor, man sei am Donnerstag irgendwann so gegen 19 Uhr aus einem monatelangen Koma erwacht oder wahlweise wie Marty McFly in "Zurück in die Zukunft" mit dem Fluxkompensator aus der Vergangenheit eingetroffen. Es hätte sich in den folgenden 60 Minuten beim Spiel des TVB Stuttgart gegen den THW Kiel ein wohliges Gefühl der Vertrautheit breitgemacht angesichts...

11.11.2017

KN: Falsche Kragenweite

Champions League
Montag, 18.09.2017 // 12:10 Uhr

Kiel. Irgendwann schlägt der Blitz in der Sparkassen-Arena ein. Das Licht wird dunkler, die Hallenuhr versagt nach der Pause zunächst ihren Dienst. Die Zebras des THW Kiel standen beim Auftakt in die neue Saison der Handball-Champions-League auch zuvor schon unter Strom. Fehlende Spannung kann den Akteuren von Trainer Alfred Gislason wirklich keiner vorwerfen. Dennoch schaffen sie es zu keinem Zeitpunkt, das Millionenensemble von Paris Saint-Germain auch nur in die Nähe einer Niederlage zu bringen. Der vom ehemaligen Kieler Erfolgstrainer Noka Serdarusic betreute Gast setzt sich schließlich mit 25:22 (12:10) durch.

Der THW Kiel macht zu viele Fehler

Zwei Zahlen belegen, warum nicht möglich wird, was die Kieler so sehr wollen: 17 Fehlwürfe und zwölf technische Fehler. "Wenn du gegen die beste Mannschaft der Champions League gewinnen willst, darfst du höchstens vier oder fünf solcher Fehler machen. Mit zwölf hast du keine Chance", sagt Gislason. Seine Mannschaft läuft im neuen Königsdress auf, ganz in Weiß, beginnt wie zuletzt mit Christian Dissinger, Miha Zarabec und Steffen Weinhold im Rückraum. Passt nicht! Dissinger und Weinhold müssen früh raus, Marko Vujin auf Halbrechts kommt gut ins Spiel, spielt sich frei. Lukas Nilsson agiert gefährlich, bleibt zugleich aber mit am Ende vier Toren aus zehn Versuchen auch der Mann mit den vielen Fahrkarten. Apropos Fahrkarten: Gislason und sein Team haben einen guten Plan. Weil der Weg durch die Mitte von den fantastischen Karabatic-Brüdern Nikola und Luka versperrt ist, muss mehr Spielwitz her. Immer wieder laufen die Außen ein, schaffen Räume, werden gefunden - aber Niclas Ekberg (21.) oder der für ihn eingewechselte Ole Rahmel (25.) treffen zunächst nicht, scheitern frei vor PSG-Neuzugang Rodrigo Corrales, der an diesem Tag den Vorzug vor Thierry Omeyer bekommt.

Beim 12:7 für Paris (27.) sieht alles nach einem eintönigen Nachmittag aus. Aber Geschichte wiederholt sich nicht, abgeschlachtet werden war gestern - vergiss Paris! Jetzt ist Kieler Kampf. Endlich trifft Nilsson (8:12/27.), Vujin mit dem Halbzeitpfiff per Siebenmeter (10:12). Es wird zugepackt. Hart, härter, Patrick Wiencek. Und Niklas Landin im Kieler Gehäuse hat auch einen guten Tag erwischt, so dass Andreas Wolff wieder 60 Minuten auf der Bank schmoren muss. Noch einmal trifft Ole Rahmel, feiert ein tolles Champions-League- und Heimdebüt. Dann dauert es nur drei Minuten, und die Partie ist verloren. Drei Minuten, die sich in der Chronologie so lesen: Fehlwurf Nilsson, Gegenstoß Uwe Gensheimer, 12:15 (36.), Fehlwurf Nilsson, Gegenstoß Gensheimer, 12:16 (37.), Missverständnis zwischen Nilsson und Vujin, Gegenstoß Gensheimer, 12:17 (38.), Christian Zeitz über das Tor, Treffer Sander Sagosen, 12:18 (39.).

Rahmel, Zeitz, Wiencek, Steffen Weinhold in der Mitte - es bleibt ein illustrer Schlagabtausch, bei dem die Franzosen jedoch nie in die Bredouille geraten. Sander Sagosen, dieses norwegische Mega-Talent, zieht 60 Minuten die Fäden, Nedim Remilis Wurfkraft kriegen die Zebras kaum in den Griff. Und: PSG macht einfach weniger Fehler, spielt mit taktisch überschaubarem Konzept und individueller Gigantenklasse. Wechselfehler Firnhaber, Parade Corrales - da ist der Wurm drin. Landins gehaltener Siebenmeter gegen Superstar Mikkel Hansen (52.) bleibt der letzte Hoffnungsschimmer. Am Ende beweist Alfred Gislason Größe in der Niederlage: "Momentan müssen wir eingestehen, dass Paris nicht ganz unsere Kragenweite ist."

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 18.09.2017, Foto: Sascha Klahn)