KN: Flensburg verliert - Paris und Veszprem siegen

Champions League
Montag, 24.04.2017 // 11:18 Uhr

Flensburg. Schon kurz nach dem Abpfiff gab sich Ljubomir Vranjes wieder kämpferisch. "Wir haben eine Mannschaft, die das schaffen kann", sagte der Trainer der SG Flensburg-Handewitt nach dem 24:26 gegen Vardar Skopje im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League mit Blick auf das Rückspiel. "Dieses Ergebnis ist allerdings gewiss nicht mein Wunschergebnis", sagte Vranjes, dessen Team nach der Niederlage um den Einzug in das Finalturnier in Köln am 3. und 4. Juni bangen muss. Die Entscheidung fällt am kommenden Donnerstag in Skopje.

Veszprem und Paris gewinnen

"Das wird schwierig. Aber die zweite Halbzeit war schon positiv. So können wir auch in Skopje gewinnen", sagte Rasmus Lauge beim Pay TV-Sender Sky. Und auch Vranjes kündigte an: "Wir wollen zeigen, dass wir es deutlich besser können als im ersten Durchgang." Da nämlich waren die Flensburger fast chancenlos, fanden gegen die äußerst kompakt stehenden Mazedonier überhaupt nicht in die Partie und kamen kaum zu klaren Torchancen.

Vor allem Vardar-Keeper Arpad Sterbik war für die SG-Werfer nahezu unüberwindbar. Zur Halbzeit lagen die Gastgeber 9:15 hinten. "Wir sind enttäuscht. Erst in der zweiten Hälfte konnten wir zeigen, was wir können", sagte SG-Kapitän Tobias Karlsson. In der Schlussphase gelang es der SG, den zwischenzeitlich auf sieben Tore angewachsenen Rückstand zu verkürzen.

Nach den Niederlagen im deutschen Pokalfinale gegen den THW Kiel und in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin, die den Verlust der Tabellenführung bedeutet hatte, mussten die Norddeutschen nun auch in der europäischen Königsklasse einen Dämpfer hinnehmen. Zusätzlich bitter für die Flensburger: Johan Jakobsson, mit sechs Treffern bester Werfer, musste mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden. "Ich fürchte, dass Johan für lange Zeit keinen Handball spielen kann", sagte Vranjes.

In der Parallelpartie am Sonnabend setzte sich Telekom Veszprem in eigener Halle mit 26:23 (13:10) gegen Montpellier HB durch, hatte dabei aber große Mühe. Denn die Franzosen stellten den ungarischen Top-Klub vor große Probleme, entnervten Ex-Kieler Aron Palmarsson und Co. mit ihrer kompakten und aggressiven Deckung. "Wir haben uns darauf vorbereitet, die Gegenstöße von Montpellier zu unterbinden und können mit den 23 Gegentoren zufrieden sein", sagte Veszprems Laszlo Nagy. "Aber wir hätten in der Offensive mehr tun können." Für das Rückspiel am kommenden Sonntag ist somit alles offen.

Top-Favorit Paris St.-Germain setzte sich beim ungarischen Klub Pick Szeged mit 30:27 (16:14) durch und verschaffte sich damit eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel in der französischen Hauptstadt am kommenden Sonnabend.

(Von Stefan Flomm und Niklas Schomburg, aus den Kieler Nachrichten vom 24.04.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

Statistiken

SG Flensburg-Handewitt - Vardar Skopje 24:26 (9:15)
Tore Flensburg:
Jakobsson 6, Lauge Schmidt 4, Mahé 3/1, Wanne 3, Glandorf 2, Mogensen 2, Radivojevic 2, Eggert 1/1, Svan 1
Tore Skopje: Cindric 5, Dujshebaev 5, Cupic 4/2, Dibirow 4, Borozan 3/1, Moraes Ferreira 2, Canellas 1, Maqueda 1, Marsenic 1.

Schiedsrichter: Nenad Krstic/Peter Ljubic (Slowenien)
Strafminuten: 8/12
Zuschauer: 4837.

 

Pick Szeged - Paris St.-Germain 27:30 (14:16)
Tore Szeged:
Rodriguez 6, Balogh 5, Banhidi 4, Källman 4, Bodo 2, Gorbok 2, Skube 2, Buntic 1, Zubai 1
Tore Paris: Hansen 7, N. Karabatic 7, Gensheimer 6, Abalo 3, Remili 3, L. Karabatic 2, Kounkoud 1, Stepancic 1.

Schiedsrichter: Sorin-Laurentiu Dinu/Constantin Din (Rumänien)
Strafminuten: 8/18
Zuschauer: 3200.

 

Telekom Veszprem – Montpellier HB 26:23 (13:10)
Tore Veszprem:
Nagy 6, Palmarsson 6, Ilic 4, Nilsson 3, Gajic 2, Ivancsik 2, Lekai 2, Sulic 1
Tore Montpellier: Porte 5, Dolenec 4, Fabregas 4, Guigou 3, Simonet 2, Truchanovicius 2, Bingo 1, Bonnefond 1, Grebille 1.

Schiedsrichter: Oscar Raloy Lopez/Angel Sabroso Ramirez (Spanien)
Strafminuten: 12/8
Disqualifikation: Bonnefond (Montpellier/dritte Zeitstrafe)
Zuschauer: 5019.

 

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