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Das ging schnell: Am Dienstag veröffentlichte die Europäische Handball Föderation (EHF) die Termine für die Viertelfinal-Partien in der VELUX EHF Champions League. Der THW Kiel, der gegen den Titelverteidiger HC Vardar aus Mazedonien antritt, muss zweimal am Sonntag ran.

03.04.2018

Der FC Barcelona - ausgeschieden. Telekom Veszprem - ebenfalls im Achtelfinale der VELUX EHF Champions League gescheitert. Das "VELUX EHF Final4" in Köln wird auch in diesem Jahr ein neues Gesicht haben. Denn mit den beiden Halbfinalisten des vergangenen Jahres haben sich gleich zwei aktuelle Titel-Favoriten frühzeitig aus dem Rennen um Europas Krone verabschiedet. Dafür rückten mit HBC Nantes,...

02.04.2018

Szeged. Schon im offiziellen EHF-Vorschauheft zum Achtelfinalrückspiel war von "Szegeds Nemesis" die Rede. Und der THW Kiel entpuppte sich erneut als größter Albtraum der Pick-Handballer: Zum dritten Mal in den letzten vier Spielzeiten schalteten die Zebras die Ungarn in der K.o.-Runde der Champions League aus. Am Ostersonntag verlor der THW zwar mit 27:28 (13:12, siehe THW-Spielbericht), nach dem...

02.04.2018

Mit der knappen 27:28-Niederlage am Sonntagabend im Szegediner Hexenkessel verteidigten die "Zebras" ihren Sieben-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel und qualifizierten sich somit für die Runde der besten acht Mannschaften in Europa. Dort trifft der THW Kiel auf den Titelverteidiger der VELUX EHF Champions League, den HC Vardar aus der mazedonischen Hauptstadt Skopje. Die Kieler bestreiten - so die...

01.04.2018

Die "Zebras" haben souverän das Viertelfinale der "VELUX EHF Champions League" erreicht: Im Achtelfinal-Rückspiel bei MOL-Pick Szeged zeigte der THW Kiel über 60 Minuten eine konzentrierte Leistung, verpasste in der Schlussphase allerdings einen möglichen Sieg. Trotz der 27:28 (13:12)-Niederlage beim ungarischen Vizemeister geriet das Weiterkommen angesichts des Sieben-Tore-Vorsprungs aus dem...

01.04.2018

Kiel. Keine Zeit zum Ausruhen: Heute am frühen Nachmittag reisen die Handballer des THW Kiel per Chartermaschine vom Flughafen Kiel-Holtenau nach Ungarn. Am Ostersonntag (17 Uhr, siehe THW-Vorbericht) wollen die Zebras im Rückspiel bei Pick Szeged den Viertelfinaleinzug in der Handball-Champions-League perfekt machen.

31.03.2018

Alles oder nichts, Teil zwei: Am Oster-Sonntag geht es für den THW Kiel beim ungarischen Vizemeister MOL-Pick Szeged um die Viertelfinal-Qualifkation in der "VELUX EHF Champions League". In das Achtelfinal-Rückspiel im ausverkauften Hexenkessel "Varosi Sportscarnok" gehen die Kieler nach dem 29:22-Hinspielsieg mit einem Polster von sieben Toren. "Wir fahren nach Ungarn, um dort zu gewinnen",...

30.03.2018

Der THW Kiel hat im Achtelfinal-Hinspiel der VELUX EHF Champions League vorgelegt: Gegen den ungarischen Vizemeister gewannen die "Zebras" am Mittwochabend dank einer ganz starken zweiten Halbzeit mit 29:22 (14:14). Die Kieler bogen mit der Unterstützung von 8.500 heißblütigen Fans in der Sparkassen-Arena und einem 6:0-Lauf zwischen der 42. und 50. Minute auf die Siegerstraße ein. Mitentscheidend...

21.03.2018

KN: Kühler Kopf im Hexenkessel

Champions League
Montag, 06.11.2017 // 11:55 Uhr

Brest. Den Strapazen getrotzt: Der THW Kiel hat sein Auswärtsspiel beim weißrussischen Meister Meshkov Brest mit 25:24 (12:14) gewonnen. Die Zebras belohnten sich für eine gute Leistung in einem Spiel, dem vor allem Niklas Landin und Marko Vujin ihren Stempel aufdrückten.

THW Kiel feiert 25:24-Auswärtserfolg

Der THW trat in der Sportshall Wiktorija mit der langen Anreise in den Knochen und ohne die beiden erkrankten Schweden Niclas Ekberg und Lukas Nilsson an. Gegen die 5:1-Deckung der Weißrussen mit dem schnellen Simon Razgor auf der Spitze ließ sich das Kieler Spiel mit Ekberg-Vertreter Ole Rahmel gut an. Mit konzentrierten und lange ausgespielten Angriffen fanden die Zebras die Lücken. Doch schon in der Anfangsphase konnte Brest-Keeper Ivan Pesic einige Akzente setzen. Sein Gegenüber Niklas Landin verbuchte hinter einer stabilen und beweglichen Deckung um den Mittelblock aus Patrick Wiencek und René Toft Hansen ebenso wichtige Paraden, hielt sein Team beim knappen Rückstand erst im Spiel und ermöglichte dann, dass sich die Zebras etwas absetzen konnten. Am Ende hatte der Däne 17 Paraden und ein Tor auf dem Konto, wurde zum "Man of the Match" gekürt. Landin und die 6:0-Formation des THW ermöglichten den Zebras eine Drei-Tore-Führung bis zur 22. Minute (9:6). Meshkov kam nicht richtig in die Spur und hatte zudem Glück, dass Ex-Bundesliga-Profi und Abwehrchef Pavel Horak für ein böses Foul an Toft Hansen nur eine Zeitstrafe kassierte (18.).

Im Anschluss ließ der Kieler Offensivdruck etwas nach, die Fehlerquote erhöhte sich. Dass Brest zum 10:10 ausglich (26.), konnte auch Meshkov-Schreck Marko Vujin (18 Treffer in drei Spielen gegen den HC) zunächst nicht ändern. Zu seinen Gunsten wich Spielmacher Miha Zarabec, Steffen Weinhold übernahm die Rückraummitte. Als kurz vor der Pause beim Stand von 12:12 alles auf ein Halbzeit-Remis hindeutete, brachte Meshkov die schmucke Heimstätte noch einmal zum Beben: Die Weißrussen trafen in Überzahl im eigenen Angriff und kurz darauf nach Kieler Ballverlust ins leere Tor - ein unnötiger Rückstand nach 30 Minuten.

Davon offenbar angestachelt, kam der THW wie die Feuerwehr aus der Pause. Mit einem 4:0-Lauf drehten die Zebras die Partie zum 16:14 (34.), zwangen Brest nun in einer 3:2:1-Formation mit Christian Dissinger vorgezogen erneut zu technischen Fehlern und schlechten Würfen. Doch wieder stieg auch die eigene Fehlerquote, Pesic kaufte den Zebras immer mehr freie Bälle ab. Auch Christian Zeitz, der während einer verletzungsbedingten Pause von Ole Rahmel auf Rechtsaußen zum Einsatz kam, reihte sich ein, warf seinen ersten Ball über das Tor. Doch mit dem zweiten Wurf traf der Routinier, die Zebras führten 18:17 (43.).

Angeführt vom auftrumpfenden Vujin, der nicht nur als sechsfacher Torschütze glänzte, sondern auch seine Nebenleute teils mustergültig bediente, und einem bärenstarken Landin konnten die Gäste ihren Vorsprung ausbauen. Als Toft Hansen auf schönes Vujin-Anspiel zum 23:20 traf (53.), sah es gut aus für den THW, kurz darauf beim 24:20 noch besser. Doch Brest kämpfte, verkürzte angepeitscht von der "nur" 3500 Zuschauer fassenden, aber unglaublich lauten Halle.

Was folgte, ist Dramatik pur: Eine gute Minute vor Schluss steht es 23:24, dem THW droht der Erfolg aus der Hand zu gleiten. Im Angriff gibt es plötzlich keine Lücke, der Arm der Schiedsrichter ist oben, Gislason nimmt seine letzte Auszeit. Zwei Pässe noch, Vujin auf Weinhold, Weinhold auf Bilyk, Bilyk ist auf sich allein gestellt, wirft - und trifft (mit etwas Glück) zum 25:23. Brest verkürzt, geht danach in die Manndeckung, doch die letzten Sekunden spielen die Zebras ruhig herunter. Beim Ertönen der Schlusssirene gehen die Kieler Arme in die Höhe, das 25:24 bedeutet die ersten Auswärtspunkte der Saison in der Königsklasse.

(Von Niklas Schomburg, aus den Kieler Nachrichten vom 06.11.2017, Foto: THW Kiel)