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27:20-Sieg, zwei Punkte im Kampf um eine gute Platzierung im Gepäck und ein gutes Spiel gezeigt: Die "Zebras" hatten nach dem Abpfiff der "VELUX EHF Champions League"-Partie beim dänischen Meister Aalborg Handbold längst ihr Lächeln wiedergefunden, als sie sich auf den Weg in "ihre" Kurve machten. Dort hatten 500 Kieler Fans als "weiße Wand" mehr als 60 Minuten lang ein echtes Spektakel...

19.02.2018

Aalborg. Fünfter Sieg in Folge - der THW Kiel hat am Sonntagnachmittag bei Aalborg Håndbold seine Siegesserie in der Handball-Champions-League ausgebaut. Das 27:20 (15:11, siehe THW-Spielbericht) hievt die Zebras in der Gruppe B der Königsklasse auf Platz zwei und damit in eine glänzende Ausgangsposition im Hinblick auf das Achtelfinale. Die zwei Punkte am Limfjord gerieten nie in Gefahr. So grau...

19.02.2018

Der THW Kiel hat in der VELUX EHF Champions League einen souveränen Sieg errungen: Beim dänischen Meister Aalborg Handbold gewannen die "Zebras" am Sonntagnachmittag klar mit 27:20 (15:11) und rückten durch diesen Erfolg auf Platz zwei der Vorrundengruppe B vor. Überragender Akteur war Niklas Landin, der 19 Würfe auf sein Tor parierte und einmal selbst erfolgreich war. Niclas Ekberg traf mit 7/3...

17.02.2018

Kiel/Aalborg. Donnerstag Wetzlar, Sonntag (16.50 Uhr, siehe Vorbericht) Aalborg. Donnerstag der nächste Nackenschlag, das Ende der neun Spiele währenden Siegesserie, Sonntag der Traum vom Final Four in der Königsklasse. Die Voraussetzungen sind glänzend: Der THW Kiel blickt auf vier Erfolge in Serie in der Gruppe B, hat Platz drei und vielleicht sogar Platz zwei vor Augen und damit einen...

17.02.2018

Wenig Zeit bleibt den "Zebras", um die bittere Heim-Niederlage gegen die HSG Wetzlar zu verabeiten: Bereits am Sonntag ist der THW Kiel wieder in der VELUX EHF Champions League gefordert. Nach der vorzeitig erreichten Achtelfinal-Qualifikation geht es in den ausstehenden drei Begegnungen in der Gruppenphase nun um eine möglichst gute Platzierung,  um in der Runde der besten 16 Mannschaften Europas...

16.02.2018

Kiel. Alfred Gislason, Trainer des THW Kiel, zögerte nach dem 22:20 am Mittwochabend in der Handball-Champions-League gegen Telekom Veszprém (siehe Spielbericht) keine Sekunde: "Platz drei ist unser Ziel." Das erste Spiel nach der Europameisterschafts-Pause hat endgültig einen Wendepunkt im Zebra-Kosmos dieser Saison zementiert: Man orientiert sich selbstbewusst wieder nach oben.

09.02.2018

Der THW Kiel hat das Jahr 2018 mit einem tollen Sieg begonnen: Gegen den ungarischen Titelfavoriten Telekom Veszprem erkämpften sich die "Zebras" nach einem leidenschaftlichen Auftritt vor 9.500 begeisterten Fans im Hexenkessel Sparkassen-Arena einen 22:20 (14:9)-Erfolg. Die ersatzgeschwächte "Zebraherde" sicherte sich nach der unglücklichen 24:26-Hinspiel-Niederlage durch den Erfolg am Mittwoch...

07.02.2018

Die Pause für die Europameisterschaft ist vorbei, ab Mittwoch dreht sich in Kiel wieder alles um die Zebras, die nach gut sechs Wochen wieder gemeinsam auf dem Spielfeld stehen - und von Beginn an auf das Gaspedal drücken müssen. Denn Gegner des THW Kiel im ersten Spiel des Jahres 2018 ist kein geringerer als der ungarische Meister Telekom Veszprem, der auch in diesem Jahr als einer der ganz...

05.02.2018

KN: Landin glänzt, Zebras punkten

Champions League
Montag, 16.10.2017 // 11:30 Uhr

Kiel. Ein Nordderby mit "Bämm!"-Effekt. In der Handball-Champions-League trennen sich der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag mit einem 20:20 (9:7)-Unentschieden. Ein Spiel für Defensivliebhaber, emotional aufgeladen, spannend bis zur letzten Sekunde. So richtig glücklich sind am Ende nur Britta und Bøje Toft Hansen. Doch dazu später mehr.

Zebras in der Königsklasse gegen Flensburg

Das 94. Nordderby - langweilig wird's nie. Am Sonntagnachmittag wird es wieder einmal eine personal-puzzelige Taktik-Schlacht, in der THW-Trainer Alfred Gislason möglichst ohne Wechsel zwischen Abwehr und Angriff auskommen will, um Flensburger Tempo entgegenzuwirken und das eigene hochzuhalten. Lukas Nilsson (zwischen Christian Dissinger und Steffen Weinhold) beginnt auf der Spielmacher-Position. Der junge Schwede trifft brachial zum 2:2 (5.) und muss zunächst Dissinger in der Rückraum-Mitte weichen. Fünf weitere Minuten vergehen (es steht noch immer 2:2), und der offensiv ineffektive Nilsson muss ganz auf die Bank. Fünf weitere Minuten vergehen (es steht noch immer 2:2), und der für ihn eingewechselte und indisponierte (Gislason: "Er ist völlig neben der Spur") Nikola Bilyk sitzt auch schon wieder. Was für ein Spiel! Kompliment! Die "weiße Wand" auf den Rängen dröhnt bis nach Flensburg, feiert ihr Abwehrbollwerk frenetisch, das 16 Minuten lang zwischen dem 1:2 (4.) und 5:3 (20.) kein SG-Tor zulässt. Mit Alfred Gislason tauschen möchte trotzdem niemand. Der Isländer justiert und dirigiert und instruiert und sucht die richtige Mischung.

Und findet sie mit zwei Linkshändern im Rückraum. Marko Vujin (Halbrechts) und der klug spielleitende Steffen Weinhold - das passt! Fünf Minuten später steht es 8:3 durch einen tollen Vujin-Schlagwurf (25.). Doch ohne Niklas Landin im Kieler Tor wäre alles nichts. Der Däne hält und hält, und zwar - anders als sein Gegenüber Mattias Andersson - die ganz schweren Bälle. Landin entnervt die jungen Hampus Wanne und Neuzugang Simon Jeppsson, anfangs auch Lasse Svan und Kentin Mahé im Gegenstoß. Leider unterlaufen seinen Vorderleuten in der Offensive erneut Fehler, passieren Missverständnisse, stehen Fehlpässe zu Buche. Und ganz nebenbei haben ja auch nicht nur die Zebras einen Weltklasse-Mittelblock mit Patrick Wiencek und René Toft Hansen (oder Christian Dissinger). Wo Tobias Karlsson (an der Seite von Henrik Toft Hansen oder Jacob Heinl) deckt, bleibt kaum ein Auge trocken. Nur 20 Kieler Tore in der Sparkassen-Arena werden am Ende auch eine deutliche Sprache sprechen.

Zumindest die Spannung lässt nie nach. Beide Mannschaften kämpfen, und nach schönen (und ein bisschen glücklichen) Toren von Rune Dahmke, zweimal Dissinger und Vujin zum 14:11 (41.) scheint das berühmte Momentum auf Seiten des Gastgebers zu sein. Klappt jetzt alles? Christian Zeitz kommt ins Spiel und trifft nach 20 Sekunden prompt zum 15:13 (46.). Landin bekommt gegen den ewig druckvollen Holger Glandorf irgendwie noch die Hand an den Ball (48.). Emotionen borden über, doch der THW Kiel im Oktober 2017 ist noch nicht restlos stabil. Zeitz und Niclas Ekberg vertändeln im Gegenstoß, doch jetzt schlägt doch noch die Stunde von Lukas Nilsson. Der Schwede fasst sich ein Herz und trifft mit 107 km/h zum 18:16 (54.), trifft zum 19:17 (57.), Landin stoppt Glandorfs Kracher mit dem Gesicht, die Nase blutet, Dahmke macht das 20:19 (59.). Die Halle steht, noch einmal Mahé zum 20:20 (60.). Noch 17 Sekunden zu spielen, der THW ist im Angriff, das kann, das muss doch nur ein Sieg sein, ein Sieg für das so geschundene Selbstbewusstsein der Zebras. Ekberg setzt fast mit dem Schlusspfiff zum Wurf von Rechtsaußen an. Der Winkel ist schlecht, aber Mahé steht im Kreis, berührt den Schweden. Das muss Siebenmeter geben, doch der Pfiff der spanischen Schiedsrichter bleibt aus, auf der Anzeigetafel leuchtet ein 20:20-Unentschieden, das fünfte überhaupt erst in der Derby-Historie.

SG-Coach Maik Machulla beweist Größe: "Mahé steht im Kreis, über einen Siebenmeter dürfen wir uns nicht beschweren." Der an der Nase blutende Landin ist angefressen: "Ganz klar ein Punktverlust." Und ganz glücklich sind eben nur Britta und Bøje Toft Hansen. Für die Eltern von René (THW) und Henrik (SG) sei das erste Remis der Nord-Kontrahenten seit mehr als zehn Jahren sowieso, so der Kieler Abwehr-Riese, "das beste Ergebnis für Eltern überhaupt".

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 16.10.2017, Foto: Sascha Klahn)