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Kiel. Ein Nordderby mit "Bämm!"-Effekt. In der Handball-Champions-League trennen sich der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt am Sonntag mit einem 20:20 (9:7)-Unentschieden. Ein Spiel für Defensivliebhaber, emotional aufgeladen, spannend bis zur letzten Sekunde. So richtig glücklich sind am Ende nur Britta und Bøje Toft Hansen. Doch dazu später mehr.

16.10.2017

Ein Tollhaus, zwei Abwehrreihen mit einem Kampf auf Biegen und Brechen: Nach 60 unglaublich intensiven Minuten fehlten den "Zebras" am Ende ein wenig Glück. So trennten sich der THW Kiel und die SG Flensburg-Handewitt nach einem wahren Nordderby-Krimi vor 10.285 lautstarken Fans 20:20 (9:7) unentschieden. Überragender Akteur dieses hart umkämpften Klassikers in der VELUX EHF Champions League war...

15.10.2017

Kiel. Das Bundesliga-Spiel gegen Göppingen abgehakt, voller Fokus auf Flensburg: Am Sonntag (18.30 Uhr, Gegnervorstellung im Vorbericht) empfängt der THW Kiel in der Handball-Champions-League die SG Flensburg-Handewitt zum ersten Landesderby der Saison. Für einige Protagonisten ist das ein neues Gefühl - abgesehen vom Testspiel in der Saisonvorbereitung -, für andere gewohnte, aber nicht weniger...

14.10.2017

Sonntag, 18:30 Uhr, Sparkassen-Arena, Kiel: Zum ersten Mal in dieser Spielzeit gibt es die "Mutter aller Derbys". THW Kiel gegen SG Flensburg-Handewitt - das immer wieder faszinierende Duell im Handball-Land zwischen den Meeren. Live auf Sky und als Teil der weißen Wand in der Arena, für die es noch einige Tickets gibt. Oktober in Schleswig-Holstein: Es ist wieder Derby-Zeit!

13.10.2017

Veszprém. Über weite Strecken überzeugt, phasenweise begeistert, gekämpft wie die Löwen, am Ende mit leeren Händen auf dem Heimweg: Der THW Kiel hat in der Handball-Champions-League nach dem souveränen Auftritt in der Bundesliga in Erlangen das nächste Lebenszeichen an die Konkurrenz ausgesandt. Beim 24:26 (15:12, siehe auch Spielbericht auf der Homepage) beim ungarischen Meister Telekom Veszprém...

09.10.2017

Nach einem bravourösen und selbstbewussten Kampf hat es am Ende für den THW Kiel beim Tabellenführer Telekom Veszprem nicht zu einem Sieg gereicht: Im Veszpremer Hexenkessel hielten die Kieler lange mit dem ungarischen Starensemble mit und gingen sogar mit einer 15:12-Führung in die Kabine. Am Ende reichten die Kräfte gegen den seit mehr als acht Monaten zu Hause ungeschlagenen Tabellenführer der...

08.10.2017

Die EHF hat jüngst die restlichen Vorrunden-Partien des THW Kiel im Königsklassen-Jahr 2017 terminiert und damit einen Haken hinter dem Spielplan bis zum 27. Dezember gemacht. In der VELUX EHF Champions League präsentieren sich die "Zebras" noch drei Mal bis zum Jahreswechsel in der Sparkassen-Arena. Der freie Ticketverkauf für alle Heimspiele 2017 hat begonnen.

07.10.2017

Dem THW Kiel steht eine der schwersten Auswärtsaufgaben in der VELUX EHF Champions League bevor: Die Kieler reisen direkt aus Nürnberg, wo die Zebras am Donnerstagabend beim HC Erlangen klar mit 31:20 gewannen, weiter nach Ungarn. Am Sonntag werden sie von 5.019 frenetischen Fans in Rot empfangen - und vom bisher ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe B, dem ungarischen Top-Team von Telekom...

06.10.2017

KN: Lebenszeichen am Balaton

Champions League
Montag, 09.10.2017 // 14:28 Uhr

Veszprém. Über weite Strecken überzeugt, phasenweise begeistert, gekämpft wie die Löwen, am Ende mit leeren Händen auf dem Heimweg: Der THW Kiel hat in der Handball-Champions-League nach dem souveränen Auftritt in der Bundesliga in Erlangen das nächste Lebenszeichen an die Konkurrenz ausgesandt. Beim 24:26 (15:12, siehe auch Spielbericht auf der Homepage) beim ungarischen Meister Telekom Veszprém brachten sich die Zebras am Ende doch wieder einmal selbst um Zählbares.

Wer soll das Vakuum bei den Zebras füllen?

Trist und grau liegen Schwaden über dem Balaton. Ein perfektes Setting für einen Handballnachmittag noir. Doch dann geht es in der Veszprém Arena mit ihren 5000 frenetischen Fans ganz anders los. Der rote Ultra-Block sorgt von Beginn an für Hexenkessel-Atmosphäre. Auf dem Feld drehen die Kieler ihren eigenen Actionfilm mit schnellen Schnitten. Oder ist das gar der falsche Film? Der THW tritt auf wie ausgewechselt, und das nicht nur, weil Lukas Nilsson, Emil Frend Öfors und Andreas Wolff (für den an der Ferse verletzten Niklas Landin) das Vertrauen ihres Trainers Alfred Gislason genießen. Der umstrittene Keeper spielt sich schnell in einen Rausch, entschärft zweimal Andreas Nilsson (7./9.), zweimal Mate Lekai (9.), Cristian Ugalde (14.), schreibt so jede Menge Selbstvertrauen von ganz hinten ins Drehbuch.

Selbstvertrauen, das Wolffs Vorderleute gegen das ungarische Top-Team, das ohne den formschwachen William Accambray antritt, anstachelt. Steffen Weinhold zum Beispiel, bester Akteur auf dem Feld, der mit Schlagwürfen, permanentem Druck auf die gegnerische Deckung und überragenden Eins-gegen-Eins-Aktionen glänzt. Miha Zarabec wählt oft den richtigen Weg, die Kurve von Lukas Nilsson und Nikola Bilyk zeigt auch steil nach oben. Das Umschaltspiel funktioniert, die Deckung mit Patrick Wiencek und Christian Dissinger innen steht. Wären da nicht diese "schwarzen Minuten" (Zarabec). Minuten zwischen dem 10:6 (16.) und 10:10 (24.), als die Partie zum ersten Mal zu kippen droht, Ugaldes Störmanöver Zarabec aus der Ruhe bringen (20.), Nilsson (18.) und Marko Vujin (19.) ungestüm in den Gegner gehen und Stürmerfouls kassieren, Bilyk schlicht am Tor vorbei wirft (22.). Dieses Spiel ist ein defensiver Mega-Fight, der nicht nur Wienceks Arbeitskleidung gegen das Abwehrbollwerk mit Laszlo Nagy und Timuzsin Schuch auf eine harte Probe stellt.

Zur Pause führen energische Kieler mit 15:12, beweisen mit jeder Aktion: Das Ende dieses Films ist völlig offen. "Wir können wirklich viele positive Dinge aus diesem Spiel mitnehmen, nur keine zwei Punkte", sagt Alfred Gislason. Die negativen entscheiden. Schwarze Schwaden nach der Pause bis zum 15:15 (33.). Taktik-Tüftler Ljubomir Vranjes hat an den richtigen Telekom-Schrauben gedreht, stellt seine Abwehr mit nun Blaz Blagotinsek an der Seite von Chef Nagy noch aggressiver, beweglicher, giftiger. Zwar bindet Zarabec die Abwehrspieler, schafft Räume. Einzig, seine Mitspieler nutzen sie nicht. Der Druck aus dem (linken) Rückraum ist verpufft, die Außen treffen nicht, immer mehr Würfe enden bei Roland Mikler. Weil Niklas Landin an Wolffs Leistung anknüpft, bleibt es eng. Obwohl Rune Dahmkes weiter Querpass in Richtung Ekberg auf der Tribüne landet (37.) und auch sonst so manches Missgeschick passiert, die Schiedsrichter zudem ihre Linie verlassen. Und den THW Kiel das nötige Glück: Steffen Weinhold wird gefoult, doch der Pfiff bleibt aus (58.), Nagys Ball landet abgefälscht zum 25:23 im Netz (58.), auf der Gegenseite wirft Ekberg per Siebenmeter am Tor vorbei (59.). Das war's - Abspann!

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 09.10.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)