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In Rekordzeit war die Fan-Fahrt zum Auswärtsspiel in der VELUX EHF Champions League beim dänischen Meister Aalborg Håndbold ausgebucht: Mehr als 450 Fans werden den THW Kiel am 18. Februar 2018 nach Dänemark begleiten. Kurzfristig wurde jetzt das Ticketkontingent für privat fahrende Anhänger der Schwarz-Weißen erhöht - es gibt also noch Tickets für all diejenigen, die mit dem eigenen Pkw anreisen...

13.12.2017

Kiel/Flensburg. Der THW Kiel wird aller Voraussicht nach auf Platz vier der Vorrunden-Gruppe B der Handball-Champions-League überwintern. Das 33:30 bei der favorisierten SG Flensburg-Handewitt am Mittwochabend war Balsam für zuletzt so geschundene Zebra-Seelen. Eben noch hatten die Zebras berechtigten Grund, um den Einzug ins Achtelfinale zu zittern. Nach Siegen gegen Brest und Flensburg ist die...

01.12.2017

Flensburg. Was für ein Spiel, was für eine Kieler Energieleistung: Der THW gewinnt bei der SG Flensburg-Handewitt mit 33:30 (16:15, siehe THW-Spielbericht). In einer insgesamt starken Mannschaft überragen einige: Die Protagonisten des Derbysieges heißen Christian Dissinger, Lukas Nilsson und Andreas Wolff.

30.11.2017

Nur mit 14 Spieler nach Flensburg gereist, eine komplette Rückraum-Achse ersetzt, in der hitzigen Atmosphäre kühlen Kopf bewahrt, gekämpft bis zum Umfallen und am Ende das 95. Derby verdient gewonnen: Mit dem 33:30 (16:15)-Sieg bei der SG Flensburg-Handewitt hat der THW Kiel am Mittwochabend zwei ganz wichtige Punkte im letzten "VELUX EHF Champions League"-Spiel des Jahres 2017 geholt....

29.11.2017

Kiel. Turbulente Zeiten für den THW Kiel, turbulente Zeiten für Coach Alfred Gislason. Mitten in diese Zeiten fällt heute (19.30 Uhr, Flens-Arena, siehe Vorbericht) das 95. Nordderby in der Handball-Champions-League. Ein Sieg bei der SG Flensburg-Handewitt, und die Zebras wären in der Königsklasse wieder voll im Geschäft, dürften nach all dem Zittern um das Achtelfinale plötzlich sogar in Richtung...

29.11.2017

Kiel. Am Mittwochabend (19.30 Uhr, siehe Vorbericht) ist wieder Derbyzeit, der THW Kiel tritt in der Handball-Champions-League bei der SG Flensburg-Handewitt an. Das zweite Landesduell der Saison ist wie jeder Vergleich zwischen THW und SG etwas Besonderes. Für Routinier Holger Glandorf ist es sogar ein Jubiläum: Der 34-Jährige spielt Pflichtspiel-Derby Nummer 25.

28.11.2017

Am kommenden Mittwoch blickt Handball-Europa einmal mehr auf Schleswig-Holstein: Derby-Nummer 95 steht an - in der VELUX EHF Champions League geht es für den THW Kiel um zwei wichtige Punkte im Kampf um den Achtelfinaleinzug, während die SG Flensburg-Handewitt ihrerseits unbedingt gewinnen will, um den Anschluss an den Tabellenführer aus Paris zu wahren. Anwurf in der wohl zum ersten Mal in dieser...

27.11.2017

Das Auswärtsspiel beim dänischen Meister Aalborg Håndbold ist die Partie mit der zweitkürzesten Anreise für den THW Kiel in der diesjährigen Gruppenphase der VELUX EHF Champions League. Am Sonntag, 18. Februar 2018, geht es in der "Gigantinum Ice Arena" für die Zebras um zwei ganz wichtige Punkte für die Achtelfinal-Qualifikation - und viele Kieler Fans können sie dabei unterstützen: Die "weiße...

26.11.2017

KN: Lebenszeichen am Balaton

Champions League
Montag, 09.10.2017 // 14:28 Uhr

Veszprém. Über weite Strecken überzeugt, phasenweise begeistert, gekämpft wie die Löwen, am Ende mit leeren Händen auf dem Heimweg: Der THW Kiel hat in der Handball-Champions-League nach dem souveränen Auftritt in der Bundesliga in Erlangen das nächste Lebenszeichen an die Konkurrenz ausgesandt. Beim 24:26 (15:12, siehe auch Spielbericht auf der Homepage) beim ungarischen Meister Telekom Veszprém brachten sich die Zebras am Ende doch wieder einmal selbst um Zählbares.

Wer soll das Vakuum bei den Zebras füllen?

Trist und grau liegen Schwaden über dem Balaton. Ein perfektes Setting für einen Handballnachmittag noir. Doch dann geht es in der Veszprém Arena mit ihren 5000 frenetischen Fans ganz anders los. Der rote Ultra-Block sorgt von Beginn an für Hexenkessel-Atmosphäre. Auf dem Feld drehen die Kieler ihren eigenen Actionfilm mit schnellen Schnitten. Oder ist das gar der falsche Film? Der THW tritt auf wie ausgewechselt, und das nicht nur, weil Lukas Nilsson, Emil Frend Öfors und Andreas Wolff (für den an der Ferse verletzten Niklas Landin) das Vertrauen ihres Trainers Alfred Gislason genießen. Der umstrittene Keeper spielt sich schnell in einen Rausch, entschärft zweimal Andreas Nilsson (7./9.), zweimal Mate Lekai (9.), Cristian Ugalde (14.), schreibt so jede Menge Selbstvertrauen von ganz hinten ins Drehbuch.

Selbstvertrauen, das Wolffs Vorderleute gegen das ungarische Top-Team, das ohne den formschwachen William Accambray antritt, anstachelt. Steffen Weinhold zum Beispiel, bester Akteur auf dem Feld, der mit Schlagwürfen, permanentem Druck auf die gegnerische Deckung und überragenden Eins-gegen-Eins-Aktionen glänzt. Miha Zarabec wählt oft den richtigen Weg, die Kurve von Lukas Nilsson und Nikola Bilyk zeigt auch steil nach oben. Das Umschaltspiel funktioniert, die Deckung mit Patrick Wiencek und Christian Dissinger innen steht. Wären da nicht diese "schwarzen Minuten" (Zarabec). Minuten zwischen dem 10:6 (16.) und 10:10 (24.), als die Partie zum ersten Mal zu kippen droht, Ugaldes Störmanöver Zarabec aus der Ruhe bringen (20.), Nilsson (18.) und Marko Vujin (19.) ungestüm in den Gegner gehen und Stürmerfouls kassieren, Bilyk schlicht am Tor vorbei wirft (22.). Dieses Spiel ist ein defensiver Mega-Fight, der nicht nur Wienceks Arbeitskleidung gegen das Abwehrbollwerk mit Laszlo Nagy und Timuzsin Schuch auf eine harte Probe stellt.

Zur Pause führen energische Kieler mit 15:12, beweisen mit jeder Aktion: Das Ende dieses Films ist völlig offen. "Wir können wirklich viele positive Dinge aus diesem Spiel mitnehmen, nur keine zwei Punkte", sagt Alfred Gislason. Die negativen entscheiden. Schwarze Schwaden nach der Pause bis zum 15:15 (33.). Taktik-Tüftler Ljubomir Vranjes hat an den richtigen Telekom-Schrauben gedreht, stellt seine Abwehr mit nun Blaz Blagotinsek an der Seite von Chef Nagy noch aggressiver, beweglicher, giftiger. Zwar bindet Zarabec die Abwehrspieler, schafft Räume. Einzig, seine Mitspieler nutzen sie nicht. Der Druck aus dem (linken) Rückraum ist verpufft, die Außen treffen nicht, immer mehr Würfe enden bei Roland Mikler. Weil Niklas Landin an Wolffs Leistung anknüpft, bleibt es eng. Obwohl Rune Dahmkes weiter Querpass in Richtung Ekberg auf der Tribüne landet (37.) und auch sonst so manches Missgeschick passiert, die Schiedsrichter zudem ihre Linie verlassen. Und den THW Kiel das nötige Glück: Steffen Weinhold wird gefoult, doch der Pfiff bleibt aus (58.), Nagys Ball landet abgefälscht zum 25:23 im Netz (58.), auf der Gegenseite wirft Ekberg per Siebenmeter am Tor vorbei (59.). Das war's - Abspann!

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 09.10.2017, Foto: Archiv/Sascha Klahn)