Gruppenfinale beim Titel-Favoriten: THW am Sonntag in Paris

Champions League
Freitag, 02.03.2018 // 14:35 Uhr

Nach der DKB Handball-Bundesliga ist auch Anfang März stets vor der VELUX EHF Champions League: Am Donnerstag erkämpfte sich die "Zebraherde" einen knappen Erfolg gegen Melsungen, und am Sonntag wird sie auf europäischer Ebene erneut richtig gefordert. Zum Abschluss der Vorrunde in der Königsklasse reist der THW Kiel nach Frankreich. Der Gruppenerste und große Titel-Favorit Paris Saint-Germain empfängt die "Zebras" im Duell um viel Prestige und wichtige Punkte - zumindest für die Kieler. Denn während PSG der erste Platz nicht mehr zu nehmen ist, kämpfen die Schwarz-Weißen noch um Platz vier und das damit verbundene Achtelfinal-Rückspiel vor eigenem Publikum. Anwurf ist um 19 Uhr, Sky Sport überträgt live aus dem "Stade Pierre de Coubertin" in der französischen Hauptstadt.

Zebras reisen mit 14 Spielern nach Paris

Am Sonnabendmorgen absolvieren die Kieler in heimischen Gefilden ihr Abschlusstraining, nach einem gemeinsamen Mittagessen geht es dann via Flughafen Hamburg direkt in die Seine-Metropole. Nicht mit im Flugzeug sitzen die verletzten Domagoj Duvnjak, Steffen Weinhold und Rene Toft Hansen sowie der nicht berücksichtigte Christian Zeitz. Fraglich ist zudem der Einsatz von Rune Dahmke, der an einer Schambeinentzündung laboriert. Somit werden die "Zebras" mit 14 Spielern das Finale der Gruppenphase bestreiten, einige von ihnen haben nach dem harten Aufeinandertreffen mit der MT Melsungen noch mit ihren Blessuren zu kämpfen. Obwohl die Favoritenrolle im Duell mit der Millionen-Mannschaft aus der französischen Hauptstadt klar verteilt sein dürfte, wollen die "Zebras" alles in die Partie legen. "Wir wissen, was wir in Paris zu tun haben", kündigte Ole Rahmel kämpferische Kieler an. Denn klar ist: Holt der THW Kiel an der Seine mindestens einen Punkt, hat er Platz vier in der Vorrunden-Gruppe B sicher und damit automatisch das Heimrecht für das Rückspiel.

Wiencek: "Sind sicherlich nicht der Favorit"

Ziel Champions-League-Sieg: Staffan Olsson und Noka Serdarusic haben in Paris das Kommando

Gegner wäre in diesem Fall der ungarische Vizemeister Pick Szeged, gespielt werden würde in Kiel voraussichtlich am Osterwochenende (31. März/1. April). Gelingt den "Zebras" in Paris kein Punktgewinn und gewinnt Kielce sein letztes Vorrunden-Spiel gegen Brest, würde der THW Kiel die Vorrunde auf Platz fünf beenden. In diesem Fall müssten die Kieler das Hinspiel in der Sparkassen-Arena bestreiten. Die Zustimmung der EHF und der Fernsehanstalten vorausgesetzt, würde diese Partie am 21./22. März ausgetragen. Gegner wären in dieser Konstellation die Rhein-Neckar Löwen. Der Vorverkauf für das Achtelfinal-Heimspiel hat bereits begonnen (siehe Extra-Artikel), Karten im freien Verkauf gibt es auch im Online-Ticket-Shop. "Auch wenn wir gegen PSG sicherlich nicht als Favorit ins Spiel gehen, wollen wir dort unser Bestes geben und sehen, was am Ende dabei herauskommt", sagt auch THW-Kreisläufer Patrick Wiencek. "Uns steht eine richtig schwere Aufgabe bevor. Aber Bangemachen gilt nicht: Unser Ziel ist es, dem hohen Favoriten ein Bein zu stellen und uns Platz vier zu sichern."

Paris ist in der Liga wieder auf Kurs

Jung-Star Sander Sagosen spielt eine überragende Saison

Dabei werden die "Zebras" auf einen Gegner treffen, der vor Selbstbewusstsein nur so strotzt. Denn am Donnerstag machte PSG das Titelrennen in der französischen Liga wieder spannend: Mit einer furiosen Abwehr besiegten die Hauptstädter den Tabellenführer aus Montpellier mit 26:19 und verkürzten so den Rückstand auf nur noch vier Punkte. Dem Spiel gegen Montpeller hatte man zuvor bei Paris alles untergeordnet, so wurde der von Kniebeschwerden geplagte dänische Superstar Mikkel Hansen bei den Königsklassen-Spielen gegen Flensburg, das PSG nach einer Machtdemonstration mit 29:21 (19:10) gewann, und in Brest, wo die Franzosen einigermaßen überraschend mit 28:29 unterlagen und damit ihre zweite Gruppenphasen-Niederlage kassierten, geschont. Gegen den THW soll Hansen wie bereits gegen Montpellier zum Einsatz kommen, auch der grippegeschwächte Uwe Gensheimer soll am Sonntag wieder mitwirken können. Der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän war bisher im Orchester der Pariser Super-Stars, das wir Ihnen bereits im Vorbericht zum Hinspiel ausführlich vorgestellt hatten, der erfolgreichste Königsklassen-Werfer: 80 Treffer erzielte Gensheimer bisher und verdrängte damit teamintern Nikola Karabatic (53) und den norwegischen Jung-Star Sander Sagosen (52) auf die Plätze. Ein Garant für den Durschmarsch der Franzosen ins Viertelfinale der VELUX EHF Champions League war zudem Torhüter Rodrigo Corrales, der auch gegen Montpellier am Donnerstag einen überragenden Tag erwischte und 58 Prozent aller abgegebenen Würfe parierte.  

Fünf der letzten sechs Spiele gingen an PSG

Mikkel Hansen ist rechtzeitig vor dem Duell mit Landsmann Niklas Landin wieder fit

Der amtierende französische Meister, für den neben der Titelverteidigung in der heimischen Liga nur der Champions-League-Sieg in dieser Spielzeit zählt, ist vor den heimischen Fans eine echte Macht: Zuletzt verlor PSG am 16.11.2014 ein Heimspiel in der Königsklasse - und das gegen den THW Kiel. Mit 27:25 gewannen die "Zebras" damals das Gruppenspiel an der Seine. Doch zuletzt gab es auch für die Kieler nicht mehr viel zu holen in Paris: Mit Schrecken erinnert man sich beim THW an das Vorjahr, als man im damals bedeutungslosen letzten Vorrunden-Spiel in Paris mit 24:42 die höchste Königsklassen-Niederlage aller Zeiten kassierte. Spannender war da schon das Hinspiel dieser Saison, doch am Ende strahlten wieder einmal die Franzosen: Nach einer 60-minütigen Abwehrschlacht auf beiden Seiten nahm Paris im September beim 25:22 zwei Punkte aus der Landeshauptstadt mit zurück nach Frankreich. Fünf der letzten sechs direkten Duelle gewann PSG, in der Gesamt-Statistik aller zwölf Begegnungen hat der THW mit sieben gewonnenen Partien aber noch immer die Nase vorn (siehe Gegnerstatistik im THW-Archiv)

Sky überträgt live

Die Partie wird am Sonntag um 19:00 Uhr von den beiden lettischen Unparteiischen Zigmars Sondors und Renars Licis angepfiffen, das Kampfgericht leitet der EHF-Delegierte Tomo Vodopivec aus Slowenien. Sky überträgt live aus der Arena, beim "Public Viewing" gemeinsam die Daumen drücken kann man unter anderem in den Sky Bars im "Gutenberg" (Gutenbergstraße), im Sporthotel Avantage (Wellsee), in der "Café-Bar Cultura" (Kirchhofallee), in der Projensdorfer Sportsbar und im Hotel "Rosenheim" (Schwentinental). Mit den "Supersport Tickets" von Sky kann man zudem flexibel mit Tages-, Wochen- und Monatstickets auch ohne lange Vertragsbindung live dabei sein (mehr Infos und Buchung unter skyticket.de). Auf geht's zum Gruppenfinale nach Paris: Auf geht's, Zebras!

 

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