Pokal-Auslosung: THW muss nach Mannheim

DHB-Pokal
Samstag, 20.12.2014 // 19:45 Uhr

Der THW Kiel trifft im Viertelfinale um den DHB-Pokal auswärts auf die Rhein-Neckar Löwen. Dies ergab die Auslosung am Sonnabend in der Halbzeitpause des 80. Landesderbys in der Flens-Arena. Die letzte Runde vor dem Pokal-Final-Four wird am 4. März ausgespielt, die vier Sieger kämpfen schließlich am Wochenende des 9./10. Mai in der Hamburger o2-World um den ersten Titel der Saison.

Die Stimmung in der Flens-Arena war prächtig, als Schleswig-Holsteins Umweltminister Dr. Robert Habeck um etwa 19:45 Uhr die acht Loskugeln zog. Kein Wunder, lag die gastgebende SG Flensburg-Handewitt zu diesem Zeitpunkt gerade mit 15:11 gegen den THW in Führung. Kurzzeitig drohte gar das Landesderby Nummer 81, denn beide Kontrahenten fanden sich in den letzten drei Kugeln. Letztlich wurde Flensburg ein Auswärtsspiel beim VfL Gummersbach zugelost, und als Habeck dem THW schließlich die undankbare Aufgabe beim Vizemeister und Bundesliga-Spitzenreiter zuteilte, brandete noch einmal Jubel auf.

Erneutes vorzeitiges Duell

Die Rhein-Neckar Löwen, Gegner des THW im Viertelfinale des DHB-Pokals.

Somit wird einer der Topfavoriten auf Pokalsieg und Meisterschaft das Final Four in Hamburg verpassen - wie schon in der vergangenen Saison kreuzen sich die Wege der Löwen und der "Zebras" vorzeitig. Die Kieler hoffen auf eine Revanche, zogen sie doch in der letzten Spielzeit im Heimspiel gegen die Mannheimer mit 30:32 den Kürzeren (siehe Spielbericht).

Die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen setzte sich in der ersten Runde beim Drittligisten TSB Horkheim Heilbronn problemlos mit 37:27 durch. Im Achtelfinale am Mittwoch feierten die Löwen beim Wilhelmshavener HV, aktuell verlustpunktfreier Spitzenreiter der 3. Liga Nord, zwar einen Start-Ziel-Sieg, mussten beim 31:27-Erfolg aber dennoch bis zum Schluss um den Viertelfinaleinzug kämpfen.

KN: Habeck beschert Kiel ein Hammerlos

Flensburg. Drei Lose waren noch übrig, als Robert Habeck in die Glasschale griff. Für einen Moment war in der mit 6300 Zuschauern ausverkauften Flens-Arena Ruhe bei der Auslosung der nächsten Runde im DHB-Pokal, schließlich hätte der Energieminister nun die SG Flensburg-Handewitt, den THW Kiel oder die Rhein-Neckar Löwen ziehen können. Im Viertelfinale, das am 4. März 2015 ausgespielt wird, hatte Habeck zuvor dem SC Magdeburg ein Heimspiel gegen FA Göppingen und Cup-Verteidiger Füchse Berlin eine Reise zum Zweitliga-Spitzenreiter DHfK Leipzig beschert. Los Nummer fünf war der VfL Gummersbach, auch ein unangenehmer Gegner, doch leichter als ein Duell gegen die Löwen und die Flensburger sind die Oberbergischen. Habeck, ein SG-Fan, dessen Söhne in der Jugend des Champions-League-Siegers spielen, enttäuschte die Gastgeber der Pokalauslosung nicht: Er zog als sechstes Los die SG Flensburg-Handewitt – und wurde vom Publikum gefeiert.

Was nun noch blieb, war das Duell der Löwen gegen die Zebras. Eines, das in der vergangenen Saison das Pokal-Aus für die Kieler im Achtelfinale zur Folge hatte. Schieden sie damals zu Hause aus, müssen sie diesmal in der SAP-Arena in Mannheim antreten. „Es gibt sicher bessere Lose“, sagte Geschäftsstellen-Leiterin Sabine Holdorf-Schust, die die Auslosung live in der Arena mitverfolgte. „Aber in logistischer Hinsicht hätte es uns härter treffen können.“

Am 1. März tritt der Handballmeister in der Liga bei der TSG Ludwigshafen-Friesenheim an, also in unmittelbarer Nachbarschaft der Rhein-Neckar Löwen.

(von Wolf Paarmann und Ralf Abratis, aus den Kieler Nachrichten vom 22.12.2014)

 

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