KN: SC Magdeburg jubelt: Pokalsieg!

DHB-Pokal
Montag, 02.05.2016 // 17:39 Uhr

Hamburg. Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt hat den erneuten Gewinn des DHB-Pokals verpasst. Die Schleswig-Holsteiner mussten sich am Sonntag im Finale des Pokal-Endrundenturniers in Hamburg dem SC Magdeburg mit 30:32 (12:14) geschlagen geben. Erstmals nach 20 Jahren haben die Magdeburger wieder den DHB-Pokal gewonnen. Nach dem Schlusspfiff rannten die Spieler zu ihren Anhängern und ließen sich in der Menge feiern. Die Flensburger blickten konsterniert ins Leere.

Vor 13 200 Zuschauern in der ausverkauften Arena revanchierte sich das Team von Trainer Bennet Wiegert für die Niederlage im Vorjahresfinale. Robert Weber warf zehn Tore für Magdeburg, für die Flensburger traf Kentin Mahe siebenmal.

"Flensburg? Ach, schön", meinte Magdeburgs Nationalspieler Finn Lemke freudig überrascht, als er den Gegner fürs Endspiel erfuhr. Der 2,13 Meter große Europameister spielt zwar erst seit dieser Saison beim SC Magdeburg. Doch das verlorene Pokalendspiel im Vorjahr und das Magdeburger Bedürfnis nach Revanche hatte er schon mitbekommen. "Ich weiß, dass die Jungs sehr, sehr heiß sind auf den Gegner."

Entsprechend motiviert startete der Außenseiter ins Finale. Angetrieben vom dynamischen Rückraumspieler Michael Damgaard hieß es schnell 6:1 (13.). Die Flensburger hatten ihre Mühe mit dem Dänen, der ebenfalls erst seit dem Sommer für den Club aus Sachsen-Anhalt aufläuft. Zudem entschärfte Jannick Green im Magdeburger Tor zahlreiche Würfe seiner dänischen Auswahlkollegen Anders Eggert und Lasse Svan.

Erst nach und nach erholten sich die Norddeutschen, die ohne ihren wegen einer Roten Karte im Halbfinale am Vortag gesperrten Spielmacher Rasmus Lauge auskommen mussten. Beim 11:12 (27.) hatte der Pokalverteidiger den Anschluss hergestellt, ging aber mit einem 12:14-Rückstand in die Pause.

Die Magdeburger erstickten die aufkeimende Flensburger Hoffnung nach Wiederanpfiff konsequent. Nach dem 17:15 (39.) setzen sie sich mit einem Zwischenspurt auf 21:16 (43.) ab. Flensburg reagierte mit einer Umstellung der Abwehr und verkürzte auf 23:25 (52.). Doch am Ende jubelten die Magdeburger.

Beide Finalisten hatten sich im Halbfinale nach Verlängerung knapp gegen den Bergischen HC und die Rhein-Neckar Löwen durchgesetzt. Einmal mehr frustriert reisten die Löwen um ihren traurigen Star Uwe Gensheimer aus Hamburg ab. Zum neunten Mal war der Nationalmannschafts-Kapitän mit seinem Club beim Final Four - zum neunten Mal fuhr er ohne Pokal heim. "Es hat einfach nicht sollen sein", sagte Gensheimer deprimiert. Im Sommer wechselt der Linksaußen für drei Jahre zu Paris St. Germain.

(Von Martin Kloth, aus den Kieler Nachrichten vom 02.05.2016, Foto: Sascha Klahn)

 

Mehr zum Thema

Im Achtelfinale des DHB-Pokals trifft der Rekordsieger THW Kiel auf die TSV Hannover-Burgdorf. Das ergab die Auslosung am Freitagmorgen in der LIQUI MOLY HBL-Zentrale in Köln. Gespielt wird das Achtelfinale voraussichtlich am 14. oder 15. Dezember, die Zebras müssen reisen: Die Begegnung wird in der niedersächsischen Landeshauptstadt ausgetragen.  

22.10.2021

Für den THW Kiel ist es das erste K.o.-Spiel der Saison: Am Mittwoch steht für die Zebras die zweite Runde im DHB-Pokal auf dem straffen Programm. Nach dem Saison-Start in der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga und der EHF Champions League ist das dann der brühmte Tanz auf drei Hochzeiten - und dieser geht gleich mit einer weiten Reise einher: Es geht ins Erzgebrige zum Zweitligisten EHV Aue, Anwurf...

04.10.2021

Direkt nach dem Finale um den Pixum Super Cup wurde es im Düsseldorfer PSD Bank Dome noch einmal spannend: Die Auslosung der zweiten Runde im DHB-Pokal stand auf dem Programm. Für den in diesem Moment in den Katakomben der riesigen Halle den Titel feiernden THW Kiel ging es schnell - bereits die zweite Paarung brachte die Erkenntnis, im Oktober eine weitere weite Reise ins Programm aufnehmen zu...

04.09.2021

Riesenenttäuschung für den THW Kiel und seine Fans: Nach einer grandiosen ersten Halbzeit und einer 18:11-Führung in der Hamburger Barclaycard Arena gegen den TBV Lemgo Lippe lief beim Titelverteidiger in der zweiten Halbzeit nur noch wenig zusammen, während die Ostwestfalen mit ihrer bisher stärksten Saisonleistung auftrumpften und den  Favoriten am Ende mit 29:28 in die Knie zwangen. Erstmals...

03.06.2021

Saison-Höhepunkt voraus: Am Donnerstag beginnt für den Titelverteidiger THW Kiel der Kampf um den DHB-Pokal 2020. Im Halbfinale bekommen es die Zebras mit dem TBV Lemgo Lippe zu tun. "Natürlich sind wir in der Favoritenrolle, und diese nehmen wir auch gerne an", sagt THW-Geschäftsführer Viktor Szilagyi, "aber das Halbfinale gegen Lemgo ist ein echtes 'All-In-Spiel', wie ein Finale. Das müssen wir...

01.06.2021

Ab Donnerstag kämpft der THW Kiel beim REWE Final4 2020 in der Hamburger Barclaycard-Arena um den DHB-Pokal. Am 3. Juni trifft der Rekordpokalsieger aus Kiel im ersten Halbfinale ab 17 Uhr auf den TBV Lemgo Lippe - unterstützt von seiner "weißen Wand". Denn aufgrund eines Modellversuches dürfen in der Hansestadt bis zu 2.000 Fans das deutsche Highlight-Event live in der Arena verfolgen. Noch gibt...

01.06.2021

Das REWE Final4 um den DHB-Pokal wird am 3. und 4. Juni in der Hamburger Barclaycard-Arena vor mindestens 1000 Fans ausgetragen. Der THW Kiel bekommt für seinen "Fan-Block" von der LIQUI MOLY Handball-Bundesliga 140 Karten zur Verfügung gestellt. Diese sind für Mitarbeiter, Familienangehörige der Spieler, einige Partner des THW Kiel und die beiden Fanclubs "Schwarz-Weiß" und "Zebrasprotten"...

26.05.2021

Das REWE Final4 am 3. und 4. Juni kann vor Publikum stattfinden. Nach Zulassung eines ersten Modellprojekts im Rahmen der Playoff-Heimpremiere der Hamburg Towers am Pfingstmontag mit 200 Zuschauern hat die Hamburger Behörde für Inneres und Sport nach intensiver Abstimmung mit der Handball-Bundesliga GmbH (HBL) als Veranstalter des REWE Final4, der Senatskanzlei und der für Gesundheit zuständigen...

21.05.2021