Sonntag fällt die Entscheidung über den Gruppenphasen-Einzug

EHF-Pokal
Freitag, 23.11.2018 // 09:41 Uhr

Für den THW Kiel hat nach dem 26:22-Erfolg gegen die Füchse Berlin im Top-Spiel der DKB Handball-Bundesliga die Vorbereitung auf zwei eminent wichtige K.o.-Spiele innerhalb von 51 Stunden begonnen: Am Sonntag fordert der norwegische Pokalsieger Drammen HK im EHF-Cup die Kieler zum Rückspiel-Schlagabtausch in heimischer Halle, am Dienstag dann empfangen die Zebras im Viertelfinale des DHB-Pokals die wiedererstarkte MT Melsungen zum "alles oder nichts"-Spiel (jetzt Tickets sichern!). "Das werden zwei richtig harte Partien, hinzu kommt der Reisestress. Aber unser Fokus liegt jetzt ganz klar auf der Partie in Drammen", unterstreicht THW-Torhüter Andreas Wolff. "Wir wollen und werden in Norwegen nichts anbrennen lassen." Die Begegnung in der "Drammenshalle" wird um 16 Uhr angepfiffen, ehftv.com zeigt die 60 Minuten internationalen Handball live im Online-Stream. 

Erste internationale Tour der Saison

Erfolgreicher Torschütze: Aksel Horgen

Für die "Zebras" beginnt die erste EHF-Pokal-Auswärtsreise seit 14 Jahren am Sonnabend: Nach dem Abschlusstraining geht es für Andreas Wolff & Co. zum Flughafen Hamburg, von dort via Kopenhagen und Oslo weiter in die rund 50 Kilometer von der norwegischen Hauptstadt entfernte 70.000-Einwohner-Stadt. Dort fällt nach dem 34:23-Hinspiel-Erfolg der Kieler die Entscheidung über die Qualifikation für die Gruppenphase des EHF-Pokals. Mehr als 50 schwarz-weiße Fans werden den THW Kiel am Sonntag (16 Uhr, live im Stream unter ehftv.com) in der "Drammenshalle" unterstützen. "Wir gehen dieses Spiel mit der gebotenen Ernsthaftigkeit an und wollen dort unsere Ziele erreichen", macht Viktor Szilagyi, Sportlicher Leiter des THW Kiel, klar. "Drammen hat im Hinspiel gezeigt, dass sie uns ärgern können. Vor heimischem Publikum werden sie sich noch einmal steigern." In der Tat hatten die Norweger vor der Qualifikations-Rekordkulisse von 6865 Zuschauern in der Sparkassen-Arena eine Halbzeit lang die Schwarz-Weißen vor große Probleme gestellt. "Dann haben wir eine fantastische Verteidigung gespielt", erinnert Trainer Alfred Gislason vor dem ersten internationalen Auswärtstrip der Saison. "Sie war der Schlüssel zum Sieg und der Grund dafür, dass wir nun einige Tore Vorsprung mit nach Drammen nehmen können."

Hykkerud: "Wollen den THW vor eine große Aufgabe stellen"

Joakim Hykkerud freut sich auf das Rückspiel

Die Vorfreude auf das Spiel ist in Norwegen groß. "Es werden mehr als 2.000 Zuschauer erwartet, und das ist für norwegische Verhältnisse sehr gut", sagt Frode Hagen. Das Ex-Zebra, das 2005 und 2006 mit dem THW Kiel die Deutsche Meisterschaft feierte und seine Handball-Karriere bei Drammen HK begann und beendete, wird am Sonntag allerdings erst mit Verspätung in der Halle erwartet: "Einige weitere Eltern und ich trainieren unsere Kinder, und wir haben am Sonntag mit unseren Handball-Jungs noch ein Spiel." Joakim Hykkerud, Kreisläufer bei DHK und zuvor viele Jahre bei der TSV Hannover-Burgdorf, erwartet am Sonntag einen "harten Kampf. Eine der besten Mannschaften der Welt kommt zu uns nach Drammen." Hykkerud erklärte, dass es eines Wunders bedürfe, um nach der klaren Hinspiel-Niederlage in die Gruppenphase einzuziehen. "Die Partie in Kiel hat uns aber gezeigt, dass wir mit den besten Teams mithalten können, wenn wir einhundert Prozent geben. Deshalb war das Spiel eine großartige Erfahrung für meine Mannschaft, und an die wollen wir Sonntag anknüpfen. Wir werden alles dafür geben, den THW vor eine große Aufgabe zu stellen!"

Mehr als 50 Kieler Fans in Norwegen

Das entscheidende Rückspiel in Drammen wird am Sonntag um 16 Uhr von den Unparteiischen André Philipp Buache und Marco Meyer aus der Schweiz angepfiffen. Für die EHF wird der Isländer Gudjon L. Sigurdsson als Delegierter vor Ort in der Drammenshalle sein. In die Heim-Arena des DHK passen maximal 4.000 Zuschauer, die Halle wird mindestens zur Hälfte gefüllt sein. Für die mehr als 50 Kieler Fans, die per Fähre oder individuell anreisen, wird ein eigener Gäste-Bereich eingerichtet - ein Novum beim norwegischen Pokalsieger, der die EHF-Cup-Generalprobe in der heimischen Liga am Mittwochabend mit  35:29 in Naerbö gewann. "Wir fahren nach Norwegen, um dort ein gutes Spiel zu machen und natürlich auch zu gewinnen", sagt Lukas Nilsson, der zuletzt mit acht Treffern gegen Berlin in bestechender Form war. Weiter geht's im EHF-Cup, Kiel!

 

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