KN: Warum Weinhold hupt, wenn er Bayern erreicht

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Dienstag, 11.11.2014 // 10:00 Uhr

Kiel. Steffen Weinhold (28) kam im Sommer von der SG Flensburg-Handewitt zum THW Kiel und entwickelte sich innerhalb weniger Monate zur festen Größe im Team des Handballmeisters. Der deutsche Nationalspieler, der unter anderem auch für den kommenden Gegner HC Erlangen (morgen, 20.15 Uhr) spielte, im Porträt.

Weihnachten: Ein für mich sehr wichtiges Fest, leider habe ich es seit einigen Jahren nicht mehr im Kreis der Familie verbringen können. Meine Eltern besuchen mich zwar wechselweise, aber gerade meine Schwester Katrin fehlt mir doch sehr. Wir haben immer einen der Feiertage gemeinsam verbracht, der war uns sehr wichtig. Ich will mich aber nicht beschweren, Handballer sind nicht die einzigen Menschen auf der Welt, die Weihnachten arbeiten müssen.

European Outdoor Film Tour: Diese Kurzfilme beeindrucken mich durch ihren dokumentarischen Charakter und die tollen Bilder. Auch ich bin bei jeder Gelegenheit in der Natur unterwegs. Ich wandere gerne, seit meinem fünften Lebensjahr fahre ich Ski. In Kiel versuche ich mich jetzt als Kitesurfer. Besonders gut klappt das allerdings noch nicht, auf Skiern fühle ich mich deutlich wohler. Auch mein Rad war mir wichtig, leider wurde es mir aus dem Keller geklaut, als ich mit der Mannschaft in Brest (Gruppenspiel in der Champions League, d. Red.) gewesen bin.

Intelligenz: Die ist sehr wichtig für den Handball. Ich bin deshalb auch sehr froh, hier beim THW mit so vielen intelligenten Handballern in einer Mannschaft zusammen spielen zu dürfen.

Neffe: Im März bekam Katrin ihr erstes Kind, meinen Neffen Mattis. Die Taufe, die einen Tag nach unserem Spiel bei den Rhein-Neckar Löwen stattfand, hat mich sehr bewegt. Ob ich mir Kinder wünsche? Ja, aber ganz oben auf meiner Liste stehen sie derzeit noch nicht.

Heimat: Ich bin in Oberasbach aufgewachsen, dort habe ich 20 Jahre gelebt. Ich bin leider nur zwei-, dreimal im Jahr dort. Aber wenn, dann werde ich schnell melancholisch. Wenn ich mit dem Auto über die bayerische Landesgrenze fahre, hupe ich immer automatisch. Ich kann mir gut vorstellen, später wieder dort zu leben, auch, weil meine Eltern vielleicht einmal meine Hilfe brauchen werden. Aber hier im Norden ist die Lebensqualität ebenfalls sehr hoch, einmal abgesehen vom augenblicklichen Monat November.

Ostsee: Ich liebe es, meine freie Zeit am Meer verbringen zu können. In diesem Sommer konnte ich schon mehrere Strände der Kieler Förde kennenlernen. Am häufigsten war ich am Falckensteiner Strand.

Lauge: Es hat mich sehr beeindruckt, wie unglaublich hart Rasmus (Lauge, d. Red.) nach dem Kreuzbandriss an seinem Comeback gearbeitet hat. Er hat dabei wirklich nichts dem Zufall überlassen. Auch mich hat es sehr berührt, als er gegen Magdeburg eingewechselt wurde. Ob ich in diesen Momenten an die eigene Verletzlichkeit denke? Nein, darüber mache ich mir keinen Kopf. Für einen Leistungssportler wäre das auch nicht sonderlich sinnvoll.

Dosenbier: Warum nicht? Das erinnert mich an meine Jugend.

(von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 11.11.2014)

 

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