KN: Gegen aggressive Ägypter steht viel auf dem Spiel

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Montag, 26.01.2015 // 12:21 Uhr

Doha. Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ihr Endspiel schon heute (16.30 Uhr/Sky): Eine Niederlage im Achtelfinale gegen den fünfmaligen Afrikameister Ägypten, und die souveräne Vorstellung in der Gruppenphase (9:1 Punkte) wäre lediglich ein eher unbedeutendes Kapitel Sportgeschichte. Gewinnt das Team von Dagur Sigurdsson dagegen, spielt es weiter um Medaillen und um das Ticket für Rio 2016. Nur der Weltmeister ist sicher bei den Olympischen Spielen dabei, die Plätze zwei bis sieben berechtigen aber zur Teilnahme an drei Qualifikationsturnieren. "Das ist unser Wunschtraum", sagt Bernhard Bauer, Präsident des Deutschen Handball-Bundes.

Achtelfinal-Gegner ist unangenehm zu spielen

Während sich Gastgeber Katar, Deutschlands möglicher Viertelfinal-Gegner, gestern vor 11500 Zuschauern mit einem 29:27-Sieg gegen Österreich für das Viertelfinale qualifizierte, bereitete Sigurdsson eine Etage tiefer sein Team auf Ägypten vor. Darunter? Die Halle setzt sich unterirdisch auf zwei Ebenen fort. Auf jeder stehen den Teams je zwei Trainingshallen zur Verfügung.

Ägypten, so Sigurdsson, sei für ihn alles andere als ein Wunschgegner. "Sie kommen mit sehr viel Wucht auf die Abwehr, da müssen wir dagegenhalten." Das Team von Marwan Ragab geht auch in der Deckung aggressiv zur Sache. Ein Beleg dafür ist die Fair-Play-Tabelle, auf der die Nordafrikaner mit 37 Zeitstrafen (mehr als sieben pro Spiel) den letzten Platz belegen. "Die Halle wird auch eine Rolle spielen", sagt Sigurdsson. "Die Fans feuern ihre Mannschaften auch bei einem Fünf-Tore-Rückstand noch an, als ginge es um das letzte Tor bei einer Weltmeisterschaft." Der Tabellenvierte der Gruppe C hat sein letztes Vorrundenspiel genutzt, um die erste Garde zu schonen. Ägypten unterlag Island mit 25:28. Island verzichtete auf Aron Palmarsson. Der Mittelmann des THW Kiel soll an einer Gehirnerschütterung leiden.

Ägypten, ein Team ohne einen Europa-Legionär, hatte zuvor mit Siegen gegen Tschechien (27:24) und einem Remis gegen Schweden (25:25) für Schlagzeilen gesorgt. "Wir sind bereit", so Abwehrchef Ibrahim El Masry. "Wir werden Deutschland einen großen Kampf liefern."

(Von Wolf Paarmann, aus den Kieler Nachrichten vom 26.1.2015)

 

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