KN: Gensheimer verpasst Spiel in Kiel und EM

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Montag, 21.12.2015 // 11:00 Uhr

Leipzig. Die deutschen Handballer müssen bei der Europameisterschaft im Januar in Polen ohne ihren verletzten Kapitän Uwe Gensheimer auskommen. Der Linksaußen von den Rhein-Neckar Löwen fällt wegen eines Muskelfaserrisses in der rechten Wade und einer Reizung der rechten Achillessehne aus. Das teilte der Deutsche Handballbund (DHB) am Sonnabend mit. 

Linksaußen verletzt sich vor Löwen-Partie gegen Balingen

Gensheimer fehlte seinem Klub bereits beim 29:24-Erfolg des Bundesliga-Spitzenreiters gegen HBW Balingen-Weilstetten und wird auch das Spitzenspiel am Mittwoch beim THW Kiel verpassen.

"Ich bin traurig und enttäuscht. Sowohl mit den Rhein-Neckar Löwen als auch mit der Nationalmannschaft befinden wir uns auf einem sehr guten Weg. Es schmerzt, dass ich meine Teams nicht weiter begleiten kann", sagte Gensheimer. Der 29-Jährige, der in der kommenden Saison zu Paris St. Germain wechselt, hatte bereits die WM 2013 wegen eines Achillessehnenrisses verpasst.

"Auf Uwe verzichten zu müssen, ist ein Verlust für uns und die Rhein-Neckar Löwen", erklärte Bundestrainer Dagur Sigurdsson. Für Gensheimer rückt der Melsunger Michael Allendorf ins EM-Aufgebot und wird mit dem Kieler Rune Dahmke das Linksaußen-Duo bilden. "Ich habe schon ganz kurz daran gedacht, dass ich jetzt auf jeden Fall spielen muss. Aber ich kenne es aus dem Verein, ins kalte Wasser geworfen zu werden", sagte Dahmke.

"Rune war schon vorher im Kader, und jetzt ist klar, dass er spielen wird", sagte THW-Trainer Alfred Gislason. "Es tut mir sehr leid für Gensheimer. Er ist wichtig für die Nationalmannschaft und für die Löwen. Aber bei den Löwen ist der Isländer Stefán Sigurmannsson auf Linksaußen auch stark." Die Zebras sehen den Ausfall des Löwen-Kapitäns nicht als großen Vorteil für die wichtige Partie am Mittwoch. "Die Löwen sind auch ohne Gensheimer gefestigt genug. Er ist ein Faktor in ihrem Spiel, aber nicht der entscheidende", sagte Steffen Weinhold. "Er ist wichtig, ja. Aber es wird so oder so schwer, auch mit Sigurmannsson", so Domagoj Duvnjak. 

(Von Tamo Schwarz u.a., aus den Kieler Nachrichten vom 21.12.2015; Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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