Viele Eindrücke: Zebraherde ist zurück aus Istanbul

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Dienstag, 12.05.2015 // 13:17 Uhr

Mit einem 36:30-Testspielerfolg gegen den Champions-League-Teilnehmer Besiktas Istanbul und spektakulären Eindrücken im Gepäck kehrten die Handballer des THW Kiel am Montagnachmittag von ihrem dreitägigen Kurz-Trainingslager aus Istanbul zurück. "Wir waren zuvor lange mit den Nationalmannschaften unterwegs. Das Wochenende hat uns geholfen, wieder eng zusammenzurücken und den Fokus auf die entscheidende Saisonphase zu richten", zog Patrick Wiencek ein positives Fazit der drei Tage am Bosporus.  

Echter Härtetest

Besiktas' Linkshänder Döne (#53) erzielte sieben Tore gegen den THW Kiel.

Tags zuvor war der Kreisläufer im Testspiel gegen den türkischen Meister mit insgesamt sechs Treffern maßgeblich daran beteiligt, dass THW-Trainer Alfred Gislason auch ein sportlich erfolgreiches Fazit der Istanbul-Reise ziehen konnte. "Das war ein Spiel zwischen zwei guten Teams, die ernsthaft zur Sache gegangen sind. Wir wollten diesen Härtetest als gute Vorbereitung für die Endspiele in der Bundesliga und in der Champions League." Filip Jicha, der beim 36:30-Sieg (siehe Spielbericht) für die kommenden Aufgaben geschont wurde, sah das ähnlich: "Das war eine gute Vorbereitung auf den Saisonendspurt", so der Kapitän, „jetzt freuen wir uns darauf, einige Sehenswürdigkeiten von Istanbul zu sehen." 

Gemeinsamer Besuch der Hagia Sophia

Wahrzeichen von Istanbul: Die "Hagia Sophia"

Geschlossen machte sich die Mannschaft dam Sonntag auf den Weg in die Altstadt, machte eine Bosporus-Tour mit dem Schiff oder tauchte ein in das quirlige Leben auf den Märkten und Straßen der Metropole auf zwei Kontinenten. "Hier ist wohl jeden Tag Kieler Woche", staunte Rune Dahmke über die Menschenmassen, die sich am Sonntag zwischen den Ständen auf einem der zahlreichen Istanbuler Märkten hindurchschlängelten. Gemeinsam besichtigte das Team unter Führung des studierten Historikers Alfred Gislason die "Blaue Moschee" und das Wahrzeichen der Stadt, die "Hagia Sophia". Vor allem das monumentale Gebäude beeindruckte die Handballer. "Es ist unglaublich, was die Menschen vor 1.500 Jahren nur mit ihren Händen und einfachen Geräten zu schaffen in der Lage waren", staunte Rene Toft Hansen. 

Kopf frei für den Endspurt

Kurztrip nach Asien: Ein Teil der "Zebraherde" besuchte den asiatischen Teil der Stadt.

Der Däne nutzte während des Kurztrips wie seine Teamkollegen oft das Wort "unglaublich", um Istanbul zu beschreiben. Die Stadt, in der geschätzt 20 Millionen Menschen leben, hatte es den "Zebras" angetan. "Hier wird unter freiem Himmel gegessen, hier findet das Leben auf der Straße statt", fühlte sich Joan Canellas an seine spanische Heimat erinnert. "Istanbul scheint nie zu schlafen", stellte Patrick Wiencek fest, während sein Kreisläufer-Kollege Toft Hansen fleißig Fotos machte. "Das sind Erinnerungen an eine Tour, für die man sonst als Mannschaft mit unserem Programm keine Zeit hat. Wir konnten auch einmal über etwas anderes als Handball reden und haben jetzt den Kopf frei für den spannenden Endspurt."

 

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