EM aktuell: Deutscher Endspiel-Gegner ist Spanien

Weitere
Freitag, 29.01.2016 // 19:45 Uhr

Die Europameisterschaft in Polen endet für die deutsche Mannschaft mit dem Finale gegen ihren Auftaktgegner: Spanien setzte sich am Abend im zweiten Halbfinale der EURO 2016  mit 33:29 gegen Kroatien durch und trifft nun am Sonntag um 17.30 Uhr auf die DHB-Auswahl. Im Spiel um Platz fünf besiegte der entthronte Titelverteidiger Frankreich in einer Neuauflage des EM-Endspiels 2014 Dänemark mit 29:26. Schweden verpasste einen weiteren Achtungserfolg und musste sich dem Gastgeber Polen in der Partie um Platz sieben geschlagen geben. Momentan kämpft Spanien gegen Kroatien um den Final-Einzug.

Halbfinale: Spanien - Kroatien: 33:29 (18:14)

Die Kroaten fanden sofort in die Spur und knüpften dort an, wo sie bei dem klaren Erfolg über Polen aufgehört hatten. Konzentrierte Anspiele, schnelle Tore. Das brachte dem Team um Spielmacher und "Zebra" Dule Duvnjak auch die Führung ein (12:9, 20. Minute). Aber in den letzten zehn Minuten des ersten Abschnitts fielen den Spaniern gute Lösungen ein. Im Angriff agierten sie mit einem zweiten Kreisläufer – damit waren die Kroaten sichtlich überfordert. Nach dem 13:13-Ausgleich drehten die Iberer die Partie: Ugalde mit Doppelpack – 15:13 (27.). Auszeit Kroatien, das über fünf Minuten ohne Torerfolg geblieben war, ehe Kopljar zum Anschluss einnetzte. Doch die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Spanier konnten sich auf eine sehr gut arbeitende Defensive verlassen – die Basis für einen 3:0-Lauf bis zur Pause.

Konzentriert machten die Spanier im zweiten Abschnitt da weiter, wo sie im ersten aufgehört hatten: Immer dann, wenn Kroatien heran kam, hatten die Iberer die bessere Antwort. Trotzdem wurde es eine Viertelstunde vor Schluss noch einmal spannend: Der Vier-Tore-Vorsprung Spaniens schmolz auf einen Treffer zusammen, es entwickelte sich auch in dieser Partie ein packender Schlagabtausch. Allerdings: Ausgleich konnten die Kroaten nicht mehr, und als Victor Tomas mit einem Doppelschlag zum 30:26 (55.) traf, war dieses zweite Halbfinale entschieden. Für Duvnjaks Kroaten geht es jetzt am Sonntag um 15.00 Uhr im Spiel um Platz drei gegen Norwegen um Bronze und die direkte WM-Qualifikation.

Spiel um Platz 5: Frankreich - Dänemark: 29:26 (15:13)

Der Titelverteidiger verabschiedete sich mit einem Sieg von der EHF EURO 2016. Kounkoud konnte sich dabei acht Mal in die Torschützenliste eintragen, für die Dänen war Balling sieben Mail erfolgreich. Die Franzosen legten einen Blitzstart hin, führten mit 4:0 (6.), 8:3 (13.) und 10:5 (18.), ehe die Dänen zur Aufholjagd bliesen und zum 12:11-Anschlusstreffer kamen. Nach der Pause glich das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson mehrfach aus, so auch zum 25:25 (51.) und 26:26 (53.), aber zu einer Führung reichte es für Dänemark nicht. Die Schlussphase gehörte Frankreich, das mit drei Treffern in Serie den Erfolg perfekt machte.

Spiel um Platz 7: Polen - Schweden: 26:24 (12:12)

Nach 20 Minuten stellte Polen auf 9:6 – die erste Drei-Tore-Führung in dieser Partie, der letzten von Michael Biegler in Diensten des EM-Gastgebers. Der Trainer hatte nach dem Debakel gegen Kroatien im letzten Hauptrundenspiel und dem überraschenden Verpassen der Vorschlussrunde seinen Rücktritt erklärt. Biegler und sein Team wollten zumindest einen versöhnlichen Abschluss, heißt den letzten Auftritt bei diesem Heimturnier siegreich gestalten. Allerdings starteten die Schweden nach dem 6:10-Rückstand ihre Aufholjagd, ein 4:0-Lauf bedeutete das 10:10 (26.) in diesem Platzierungsspiel, in dem beide Mannschaften etwas müde wirkten. Dadurch fehlte in einigen Aktionen auch nach dem Wechsel die nötige Konzentration. Lange marschierten beide Teams im Gleichschritt. Bis zum 24:24 fünf Minuten vor dem Ende. Dann vollendeten Syprzak und Bielecki zum Sieg für Polen.

 

Mehr zum Thema

Mit zwei neuen, interaktiven Elementen rund um die Spiele des THW Kiel steigert der Handball-Rekordmeister in Zusammenarbeit mit "Social Cee" zukünftig die Vorfreude bei seinen Fans und den Spaß während der spannenden Zebra-Partien.

15.11.2018

Ein ganzer Block extra für Studentinnen und Studenten: Für alle Heimspiele der Zebras im Europapokal stellt die Förde Sparkasse jeweils 80 Tickets kostenlos zur Verfügung. Handballbegeisterte Studierende können sich mit ihrem Studentenausweis die Tickets im Vorfeld der Spiele in der "Studiale" abholen - solange der Vorrat reicht. 

12.11.2018

Kiel. Die Saison ist in vollem Gange, den THW Kiel erwartet ein heißer Jahres-Endspurt mit wichtigen Spielen in Handball-Bundesliga, DHB-Pokal und EHF-Cup-Qualifikation und in der Liga beginnt sich allmählich das Wechselkarussell zu drehen. Auch die Zebras feilen an ihrer personellen Zukunft - in einer neuen Konstellation.

08.11.2018

Nikola Bilyk, Rückraumspieler des THW Kiel, hat sich beim 37:29-Auswärtssieg in Minden am Kapsel-Band-Apparat des rechten Sprunggelenks verletzt. Dabei wurde auch das Außenband in Mitleidenschaft gezogen. Dies wurde nach einer MRT-Untersuchung am Montag im „Mare Klinikum“ durch die medizinische Abteilung des Rekordmeisters diagnostiziert.

05.11.2018

Der Aufsichtsrat, die Gesellschafter und die gesamte THW-Familie trauern um Egon Beeck. Der langjährige Kommanditist der THW Kiel Handball-Bundesliga GmbH & Co. KG verstarb am 28.10.2018 im Alter von 81 Jahren.

03.11.2018

Graz. Alle Zebras kehrten mit der maximalen Ausbeute von vier Punkten von den ersten beiden Spieltagen der Qualifikation zur Handball-Europameisterschaft 2020 zurück.

30.10.2018

Pristina. Die letzte Pflichtaufgabe ist erledigt, jetzt kann die Heim-Weltmeisterschaft kommen: Die deutschen Handballer haben ihr EM-Qualifikationsspiel beim krassen Außenseiter Kosovo am Sonntag klar mit 30:14 (15:5) gewonnen und biegen nun auf die Zielgerade zur WM-Eröffnung am 10. Januar in Berlin ein. Kapitän Uwe Gensheimer und Franz Semper waren vor rund 2300 Zuschauern in Pristina mit...

29.10.2018

Wetzlar. Elf Wochen vor Beginn der Heim-WM nutzen die deutschen Handballer die Pflichtaufgaben in der EM-Qualifikation zum Testen unter Wettkampfbedingungen. Nach dem Schützenfest gegen Israel (siehe siehe Spielbericht) sollen die Abläufe morgen (19.30 Uhr/Sportdeutschland.TV) im Kosovo weiter verfeinert werden.

27.10.2018