EM-Aktuell: Russland, Dänemark und Spanien siegen

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Mittwoch, 20.01.2016 // 18:50 Uhr

Dänemark, Ungarn und Russland heißen die Gegner der deutschen Mannschaft in der Hauptrunde der Handball-Europameisterschaft. Das letzte noch freie Ticket sicherte sich am frühen Mittwochabend die Auswahl Russlands mit einem Sieg über Montenegro. Die beiden Titelfavoriten Dänemark und Spanien wurden in ihren abschließenden Spielen ihrer Rolle gerecht und steuern mit jeweils mit 4:0 Punkten auf Halbfinalkurs. Schweden hingegen wird bei Null starten, Ungarn nimmt immerhin 2:2 Punkte mit.

Gruppe C: Spanien - Schweden: 24:22 (12:10)

In der "Deutschland-Gruppe" C wollte Schweden mit Niclas Ekberg und Lukas Nilsson gegen Joan Canellas' Spanier unbedingt gewinnen, um nach dem feststehenden Hauptrunden-Einzug Punkte mit in den nächsten Turnierabschnitt zu nehmen. Doch dieses Vorhaben misslang - trotz einer guten Vorstellung gegen den Weltmeister 2013. Die Aufholjagd der Schweden kurz vor Schluss kam zu spät - Spanien feierte einen 24:22-Erfolg und geht damit mit 4:0-Punkten in die Hauptrunde. Die Skandinavier hingegen müssen mit null Punkten das Feld von hinten aufrollen.

Das erste Tor der Spanier erzielte Joan Canellas - es sollte der einzige Treffer des Kieler bleiben, der vor allem in der Abwehr seiner Mannschaft aber wichtige Dienste leistete. Zwölf Minuten sollte es dauern, bis Spanien durch Aguinagalde erstmals in Führung ging. Der erneut überragend startende Jakobsson glich aber postwendend aus, und Lukas Nilsson brachte die "Tre Kronor" wieder nach vorn. Es sollte die letzte Führung der Blau-Gelben sein. Entscheidend wegziehen konnten die Spanier aber auch nach dem 11:7 durch den vierfachen Torschützen Aguinagalde nicht: Bis zur Pause kam Schweden wieder auf 10:12 heran.

Die Hoffnung auf Hauptrunden-Punkte stieg bei den Skandinavier nach Jesper Nielsen 11:12 - doch der mit 9/7 Treffern überragende Torschütze Valero Rivera schlug eiskalt zurück. Das Spiel blieb aber spannend: Lukas Nilsson mit seinem zweiten Treffer und Mattias Zachrisson markierten das 14:15 (40.), Niclas Ekberg (insgesamt 3/3 Tore) verwandelte einen Siebenmeter zum 15:16. Dann drehte Spaniens Torhüter Perez de Vargas auf: Er hielt reihenweise, und Spanien zog davon - über 19:15 (47.) und 21:17 (50.) auf 23:18 (55.). Die Partie war entschieden, auch wenn Schweden noch einmal auf 21:23 (59.) heran kam. Durch den Erfolg sicherte sich Spanien den Gruppensieg vor Deutschland und Schweden.

Gruppe D: Russland - Montenegro: 28:21 (14:9)

Russland löste mit dem zweiten Sieg beim EM-Turnier 2016 das Ticket Richtung Hauptrunde, in die das Team wie die deutsche Mannschaft mit 2:2 Punkten aus der Vorrunde startet. Montenegro dagegen musste punktlos die Segel streichen und die Heimreise antreten.

Die Russen, für die sich Sergey Gorbok und Sergei Shelmenko jeweils fünf Mal in die Torschützenliste eintragen konnten, ließen von Beginn an keinen Zweifel aufkommen, wer am Ende als Sieger die Platte verlassen würde. Angeführt von einem bärenstarken Victor Kireev im Tor, für den 15 Paraden und damit unterm Strich eine Quote von 54 Prozent notiert wurden, setzte sich die Mannschaft von Trainer Dimitri Torgovanov von 4:3 auf 8:3 (14.) ab - eine Fünf-Tore-Führung, die auch zur Pause Bestand hatte. Nach dem Wechsel bauten die Russen den Vorsprung zwischenzeitlich bis auf zehn Treffer (26:16/54.) aus und brachten diese Partie souverän nach Hause.

Gruppe D: Dänemark - Ungarn: 30:22 (18:10)

Dänemark setzte sich auch beim dritten Auftritt in Polen durch und zog mit optimaler Punkteausbeute als Erster der Gruppe D in die Hauptrunde ein.

Die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson legte los wie die Feuerwehr und führte nach einem 5:0-Lauf mit 6:1 (8.). In die Hauptrunde hatten beide Teams bereits vor der Partie eingecheckt. Nun sollte das abschließende Duell Aufschluss über die Platzierung und damit die Ausgangsbasis geben. Die Skandinavier gingen diese Aufgabe mit aller Entschlossenheit an. Drei Treffer in Serie zum 9:3 (12.) für die Dänen konnten nur eine Folge haben: Auszeit Ungarn.

Die Skandinavier aber traten weiterhin das Gaspedal voll durch und stellten auf 12:4 (16.). Und auch im weiteren Verlauf der Partie zeigten die Rot-Weißen eine ganz souveräne Vorstellung, sie nutzten die Fehler der Magyaren eiskalt aus. Das 17:8 (26.) war die Konsequenz. Nach dem Wechsel ließ das dänische Team um "Zebra" Niklas Landin nichts anbrennen. Über 24:16 (45.) und 29:19 (54.) steuerten sie einem ungefährdeten Erfolg entgegen. Bester Werfer des Siegers war Mikkel Hansen mit neun Treffern, Peter Hornyak netzte für Ungarn fünf Mal ein.

In der Abschlusstabelle der Gruppe D landete Russland hinter den Dänen auf Rang zwei, Ungarn qualifizierte sich als Dritter für die Hauptrunde.

 

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