EM-Aktuell: Spanien zittert zum Sieg - Dänemark unentschieden

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Dienstag, 26.01.2016 // 19:03 Uhr

Die spanische Handball-Nationalmannschaft um THW-Rückraumspieler Joan Canellas hat in der Hauptrunden-Gruppe II der Europameisterschaft in Polen einen ganz wichtigen Sieg eingefahren: Dabei mussten die Spanier gegen Ungarn allerdings lange Zeit zittern, am Ende jubelten sie über den 31:29 (15:15)-Erfolg, der auch Auswirkungen auf die DHB-Auswahl hat: Diese muss Dänemark am "Endspiel"-Mittwoch mit mindestens 27:25 und auf jeden Fall zwei Toren Unterschied schlagen, um sicher ins Halbfinale einzuziehen. Daran änderte auch das hart umkämpfte 28:28-Unentschieden der Schweden gegen Dänemark nichts.

Gruppe II: Spanien - Ungarn: 31:29 (15:15)

Die Ausgangslage vor der Partie: Spanien musste unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf das Halbfinale zu haben. Ungarn wollte sich hingegen für die deutliche Schlappe gegen Deutschland rehabilitieren, und bei einer spanischen Niederlage gegen Ungarn hätten sich im Gegenzug die Chancen der deutschen Mannschaft auf einen Einzug in die Vorschlussrunde erhöht.

In den Griff bekamen die Spanier, die in der ersten Hälfte über weite Strecken zurück lagen und unter anderem ein 3:6 (11.) verkraften mussten, die Partie aber erst in der Schlussphase, als Joan Canellas mit einem Doppelschlag zum 25:23 (49.) die Nerven ein wenig beruhigte. Doch die Ungarn, bei denen Laszlo Nagy neun Treffer erzielte und kaum zu stoppen war, ließen sich - wie schon in der ersten Hälfte - nicht komplett abschütteln. Auch nach dem 27:24 durch Victor Tomas (51.) und dem 29:25 durch Raul Entrerrios (54.) konnten sich die Mannen von der iberischen Halbinsel nicht zurücklehnen, weil Roland Mikler im Tor der Ungarn ein starkes Spiel (13 Paraden) machte. Nach Nagys 28:29 (59.) war wieder alles drin, und auch nach Tibor Gazdags 29:30 44 Sekunden vor dem Abpfiff hätte träumten die Ungarn von einem Punktgewinn. Diese Träume zerstörte letztlich aber Julen Aguinagalde, der kurz vor dem Ende einen Siebenmeter herausholte, den Valero Rivera (5/4 Tore) nach dem Schlusspfiff zum Endstand verwandelte.

Gruppe II: Schweden - Dänemark: 28:28 (13:15)

Im zweiten Spiel des Tages ging es für Dänemark im skandinavischen Duell gegen Schweden um eine gute Ausgangsposition für den "Showdown-Mittwoch" mit dem Duell gegen die deutsche Mannschaft - und natürlich um den Sieg in diesem Prestigeduell zweier skandinavischer Nachbarn.

Nach der 3:2-Führung der Schweden durch ihren Rückraumshooter Johan Jakobsson (5 Tore) nahmen die insgesamt variabler agierenden Dänen das Heft in die Hand. Sechs Minuten später führten sie nach einem Landin-Steal und dem Gegenstoß von Mats Christiansen mit 7:3 (13.). Bei diesem Vorsprung blieb es trotz zwischenzeitlicher Anschlusstreffer der Schweden, bei denen Niclas Ekberg mit seiner einzigen Aktion des Spiels per Siebenmeter am Clubkollegen Niklas Landin scheiterte, bis zur 27. Minute, in der Anders Eggert per Siebenmeter sogar auf 15:10 erhöhte. Bis zum Wechsel leisteten sich die Dänen aber einige Fehler, sodass Schweden mit einem 3:0-Lauf zum 13:15-Halbzeitstand noch Hoffnung auf einen Erfolg haben durfte.

Auch im zweiten Durchgang blieben die Dänen vorn - allerdings wurde es nun immer enger. Dänemark legte vor - Schweden zog nach wie bei Lukas Nilssons 17:18 (40.) oder Jonas Källmans 22:23 (48.). Damgaard (7 Tore) und Eggert erhöhten jetzt auf 25:22 (50.), doch die Vorentscheidung war auch diese Drei-Tore-Führung nicht, weil Lukas und Andreas Nilsson erneut auf 25:26 (56.) verkürzen konnten. In der dramatischen Schlussphase lagen die Dänen zweieinhalb Minuten vor dem Ende wieder mit drei Toren vorn - doch Mattias Zachrisson traf acht Sekunden vor dem Ende mit seinem fünften Treffer zum von den Blau-Gelben umjubelten Unentschieden. 

Showdown am Mittwoch

Am morgigen Mittwoch kommt es trotzdem in der deutschen Hauptrunden-Gruppe II zum Showdown, denn das Unentschieden der Dänen hatte kaum Auswirkung auf die Anforderungen an die deutsche Mannschaft: Im "Endspiel" der DHB-Auswahl gegen Dänemark muss Deutschland aufgrund der dramatischen Gruppenkonstellation gegen Dänemark gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen. Es reicht jetzt aber - durch den dänischen Punktverlust gegen Schweden - ein "einfacher" Sieg ohne bangen Blick auf die Tordifferenz.  Die Partie wird um 18:15 Uhr angepfiffen, die ARD zeigt das Spiel live im Fernsehen. Der Kieler Handballbahnhof, in dem das Spiel beim kostenlosen Public Viewing auf einer Großbildleinwand in Stadionatmosphäre gezeigt wird, öffnet um 17.15 Uhr seine Türen. Zu Gast im Vorprogramm ist THW-Trainer Alfred Gislason, der eine Einschätzung zum Spiel und Autogramme geben wird. Auf geht's, DHB!

 

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