KN: Handball-Bundestrainer vor dem Absprung

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Mittwoch, 09.11.2016 // 13:20 Uhr

Berlin/Tokio. In Japan ist die mögliche Verpflichtung von Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson noch kein großes Thema. Während die Zukunftsplanung des Isländers in Deutschland heiß diskutiert wird, findet sich im Land des Lächelns kaum ein Indiz für den möglichen Wechsel. "Es ist falsch, dass schon feststeht, dass er nach Japan geht", sagte Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes, am Dienstag. Sigurdsson selbst stellte am Vorabend fest: "Ich habe mich noch nicht entschieden."

Hanning: "Nichts steht fest"

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Dienstag) wird Sigurdsson den Olympia-Dritten nach der Weltmeisterschaft im Januar 2017 verlassen. Der Isländer werde seinen bis 2020 laufenden Vertrag nicht erfüllen und stattdessen künftig Japans Nationalmannschaft trainieren. Er kehre aus familiären Gründen zurück in die Heimat. Von dort aus werde er dann regelmäßig zu den Lehrgängen und Spielen nach Japan fliegen. "Es gibt viele Spekulationen, aber keinen neuen Stand. Ich habe dazu nichts zu sagen", sagte Sigurdsson.

Noch ist Carlos Ortega Trainer der Japaner. Der Spanier trainiert in Personalunion auch den dänischen Erstligisten KIF Kolding Kopenhagen. Sein Vertrag mit den Japanern wurde erst im Juni verlängert. Die Handballer aus Fernost hatten sich als Dritter der Asienmeisterschaft für die WM qualifiziert. Bei den Titelkämpfen in Frankreich (11. bis 29. Januar) könnte es in der K.o.-Runde zum Duell zwischen dem dann noch von Sigurdsson betreuten DHB-Team und seiner womöglich neuen Mannschaft kommen.

Der DHB hofft zwar noch, doch der Abschied deutet sich an. Auch Hanning räumte ein, dass "eine Wahrscheinlichkeit nach Japan zu gehen, da ist". Sigurdsson war von 2000 bis 2003 Spielertrainer bei Wakunaga Hiroshima. Außerdem hospitierte im Vorjahr mit Manabu Todoroki ein Mitglied des japanischen Trainerteams bei ihm. Die Asiaten suchen offenbar einen Coach, der das Team bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio betreut.

Der 43-Jährige will sich bis Ende November entscheiden, ob er seinen bis 2020 laufenden DHB-Vertrag erfüllt oder zum Jahresende kündigt. Hanning ist seit der gemeinsamen Zeit beim Bundesligisten Füchse Berlin mit Sigurdsson befreundet - er weiß, wie der Isländer tickt. Der Füchse-Manager würde den früheren Berliner Coach sehr gerne halten, sondiert den Markt aber schon nach möglichen Nachfolgern. "Wenn ich 100 Prozent sicher wäre, dass er bleibt, würde ich nicht nach anderen Kandidaten suchen", sagte Hanning. Der 48-Jährige kündigte aber an, "dass ich mit der Bundesliga zusammen um Dagur kämpfen würde, wenn er nach Paris oder Veszprem gehen will". Wenn es aber um das Thema Lebensplanung gehe, "kann ich nicht gewinnen. Japan ist kein Thema des Geldes", verdeutlichte Hanning.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 09.11.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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