KN: HSV Hamburg will mit prominenten Namen zurück an die Spitze

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Mittwoch, 20.04.2016 // 11:26 Uhr

Hamburg. Mit prominenten Namen und großer Unterstützung wollen sich die Handballer des HSV Hamburg wieder auf den Weg in die Spitzenklasse machen. "Ich bin sicher, dass der HSV Handball bald wieder dort ist, wo er hingehört: In der Beletage des deutschen Handballs", sagt Uwe Schwenker.

Neustart mit Häusler und Jansen

Der Präsident des Ligaverbands HBL gehörte am Montagabend ebenso wie Hamburgs Sportstaatsrat Christoph Holstein zu den Gästen der Mitgliederversammlung des Clubs, dessen Bundesligamannschaft nach der Insolvenz der Spielbetriebsgesellschaft aus der deutschen Eliteklasse abgemeldet worden war. "Wir glauben an das Projekt HSV Hamburg. Auch im Namen der Sportstadt", sagte Holstein und ergänzte: "Wir helfen, wo wir helfen können."

Neuer Präsident des Vereins ist der Hamburger Unternehmer Marc Dieter Evermann. Für den Bereich Sport und Kommunikation soll künftig Martin Schwalb zuständig sein. Der Erfolgscoach hatte den HSV 2011 zur Meisterschaft und 2013 zum Triumph in der Champions League geführt.

Auch Torsten Jansen, derzeit noch bei Rekordmeister THW Kiel unter Vertrag, kehrt zurück. Der Weltmeister von 2007 soll als Co-Trainer Jens Häusler (48) unterstützen und Jugendteams betreuen. Häusler – ebenfalls Kieler und Ex-Coach des TSV Altenholz - hatte die U 23-Mannschaft als Meister der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein in die Dritte Liga geführt. "Ich freue mich, bei diesem Projekt mithelfen zu können. Das war eigentlich schon vor einem Jahr mein Plan. Hauptsächlich werde ich mich um die Jugend kümmern", sagte "Toto" Jansen (39), der mit Ehefrau Anke und den vier Kindern in Hamburg lebt.

HSV-Vizepräsident Sven Hielscher erklärte, dass der eingetragene Verein HSV Hamburg noch Forderungen in Höhe von 183 000 Euro an die insolvente Spielbetriebsgesellschaft hat: "Damit sind wir der fünftgrößte Gläubiger. Ich glaube aber nicht daran, dass wir das Geld bekommen werden." Den Verlust des Clubs im Jahr 2015 bezifferte Schatzmeister Jürgen Rütsch auf 250 000 Euro.

Geschäftsführer Gunnar Sadewater wies darauf hin, dass der Club trotz des Desasters des Bundesliga-Teams mit dem Aufstieg der U 23, der Qualifikation der A-Jugend für die kommende Bundesliga-Saison, dem zweiten Platz der B-Jugend in der Oberliga sowie der Hamburger Meisterschaft der C-Jugend seine sportlich erfolgreichste Saison hinter sich habe.

Zum Etat, mit dem das Drittliga-Team in die Spielzeit 2016/17 gehen wird, wurden keine Zahlen genannt. "Aber wir geben nur das aus, was wir einnehmen", betonte Schatzmeister Rütsch. Schwenker war da gedanklich schon weiter: "2019 spielt der HSV Hamburg vielleicht wieder in der Bundesliga." Wenn dann noch Spiele der WM, die in jenem Jahr gemeinsam mit Dänemark ausgetragen wird, in Hamburg stattfinden, wäre das "eine tolle Vision".

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 20.04.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

 

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