KN: Mit Zaubertrank in die Hauptrunde

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Donnerstag, 21.01.2016 // 08:30 Uhr

Kattowitz. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass Erlend Mamelund und der Hinkelsteine produzierende Gallier Obelix gewisse Gemeinsamkeiten haben. Beide sind - ohne Zweifel - sympathisch, ähneln sich im Gang, verfügen über einen ausgezeichneten Schlagwurf, und beide haben ein Faible für Zaubertrank.

Am Dienstag zogen das Kieler Zebra Erlend Mamelund und die norwegische Nationalmannschaft in die EM-Hauptrunde ein. Überraschend, mit vier Punkten nach Siegen gegen Kroatien und Weißrussland. Nach 60 Minuten stand Mamelund in der Mixed Zone und grinste in der Spodek Arena von Kattowitz, die untertassenmäßig bei minus zehn Grad in der Nacht funkelte, als hätte sie gerade E.T., den Außerirdischen gebracht. "Es ist schon eine große Überraschung. Aber ich glaube, wir können jede Mannschaft schlagen", sagte der 31-Jährige mit den 127 Länderspielen, der erst im Winter nach fast zwei Jahren sein Comeback in der Nationalmannschaft gegeben hatte und gegen Kroatien und Weißrussland seine ganze Klasse in der Abwehr ausspielte. "Seit ich ich in Kiel bin, habe ich wieder die Physis. Es macht Spaß, für mein Land zu spielen." Ob der Zaubertrank nachgeholfen hat? Mamelund hat eine Schwäche für Pepsi Max. Er und Kent Robin Tønnesen von den Füchsen Berlin teilen dieses Laster für die zuckerfreie Cola. "Wir haben hier in Polen 120 Dosen im Gepäck. Hoffentlich reichen die jetzt noch."

Die jungen Spieler schauen auf zu Mamelund. Spieler wie Sander Sagosen (Jahrgang 1995), Tønnesen (1991) und Harald Reinkind (1992). "Sie sind noch nicht so bekannt, aber sie werden bald bekannt sein", so Mamelund, der Norwegen in einem ähnlichen Stadium sieht wie die Deutschen. Christian Berge, Norwegens Nationalcoach, weiß, was er an dem Kieler hat: "Ich bin froh, dass ich Erlend in meinem Team habe. Er hat so viel Erfahrung, gibt den jungen Spielern Halt und übernimmt Verantwortung."

(Von Tamo Schwarz, aus den Kieler Nachrichten vom 21.01.2016, Foto: Sascha Klahn)

 

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