Länderspiel in Köln auf Samstag verlegt

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Mittwoch, 30.03.2016 // 09:31 Uhr

Das für Freitag geplante Länderspiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Dänemark in der Kölner Lanxess-Arena wird verschoben: Jetzt spielt die DHB-Auswahl erst am Sonnabend, 2. April, um 15:45 Uhr vor mehr als 13.000 Fans gegen den zweifachen Europameister aus dem Norden. Sport1 und der dänische Sender TV2 werden die Partie trotzdem live übertragen. Nötig geworden war die Terminverschiebung durch eine Doppelbelegung der Lanxess-Arena am Freitagabend. 

Eishockey vs. Handball

Eigentlich war alles klar: Am Freitag sollten Rune Dahmke und Christian Dissinger mit der deutschen Nationalmannschaft vor großer Kulisse in der Kölner Lanxess-Arena einen der wichtigsten Tests auf dem Weg zu den Olympischen Spielen bestreiten. Dann kam der Erfolg der Kölner Haie: Durch den Einzug der Eishockey-Spieler in das Play-off-Halbfinale war urplötzlich nichts mehr klar: Am Freitag hat das Home-Team der Lanxess-Arena sein Spiel zu bestreiten, und die Haie hatten den Termin in ihrem "Wohnzimmer" geblockt. Die Lanxess-Arena aber hatte auch mit den Handball-Europameistern einen Vertrag über das Länderspiel am Freitag abgeschlossen. Die Konsequenz: Der Deutsche Handballbund muss weichen, spielt jetzt am Sonnabendnachmittag gegen Dänemark.

KN: Kurioser Hallenstreit in Köln

Köln. Handball-Bundestrainer Dagur Sigurdsson war genervt, Vizepräsident Bob Hanning verärgert, DHB-Generalsekretär Mark Schober ratlos: In Köln hat sich eine peinliche Posse um eine Doppelbelegung der Lanxess-Arena entwickelt. Immerhin übernahm Arena-Chef Stefan Löcher die volle Verantwortung für das Terminchaos.

Nach dem überraschenden Einzug der Kölner Haie ins Play-off-Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kollidierte die für Freitag (19.30 Uhr) angesetzte Partie gegen Red Bull München mit dem Länderspiel der deutschen Handballer gegen Dänemark, das ebenfalls am Freitag (20.15 Uhr) in der Kölner Arena steigen sollte. "Unser Stand ist, dass die Haie einen Vertrag mit der Betreibergesellschaft haben, der ihnen Vorrang einräumt", sagte der Kieler Handball-Nationalspieler Christian Dissinger.

Tatsächlich müssen die Handballer nun weichen. Das Spiel gegen die Dänen findet zwar wie geplant in Köln statt, wurde allerdings auf Sonnabend (15.45 Uhr) verschoben. Ein Umzug nach Düsseldorf, der ebenfalls diskutiert wurde, ist vom Tisch. Das gaben der Deutsche Handballbund (DHB) und die Lanxess Arena am Dienstagabend bekannt.

Der DHB-Vizepräsident Bob Hanning ist alles andere alles glücklich. „Ob das notwendig war, müssen andere beurteilen. Das DHB-Präsidium war jedenfalls nicht informiert. Ich bin schockiert über die Unprofessionalität der Betreiber“, polterte er. Die endgültigen Verträge des DHB mit der Lanxess-Arena wurden am 16. März unterschrieben. Arena-Chef Löcher räumte ein, dass die Arena die Doppelbelegung zu verantworten habe. Verhandlungen mit München über einen Tausch des Heimrechts oder eine Spielverlegung blieben erfolglos.

Der DHB hat für das Spiel gegen Dänemark bereits 13 000 Karten abgesetzt, diese behalten ihre Gültigkeit. Ärger bei den Anhängern ist aber trotzdem programmiert. "Wir erwarten, dass die Arena als unser Vertragspartner alle Anstrengungen unternehmen wird, für eine reibungslose Abwicklung zu sorgen", sagte Schober.

Der Bundestrainer wollte sich zu den unerfreulichen Begleiterscheinungen nicht äußern. Er bereite sein Team auf die Spiele (zweite Partie gegen Österreich am Sonntag, 15 Uhr, in Gummersbach) vor, so Sigurdsson.

(Aus den Kieler Nachrichten vom 30.03.2016, Foto: Archiv/Sascha Klahn)

Tickets bleiben gültig

"Die Doppelbelegung der Arena haben einzig und allein wir zu verantworten", sagte Stefan Löcher, Geschäftsführer der Lanxess-Arena. "Wir sind insbesondere dem DHB und dem dänischen Verband dankbar, dass wir gemeinsam eine Lösung gefunden haben. Für die von Seiten der Lanxess-Arena verursachte Unruhe entschuldigen wir uns in aller Form." DHB-Generalsekretär Mark Schober ergänzte: "Mit der kurzfristigen Verlegung des Länderspiels sind für unsere Fans leider erhebliche Unannehmlichkeiten verbunden. Der DHB bedauert dies. Wir erwarten, dass die Lanxess-Arena als unser Vertragspartner alle Anstrengungen unternehmen wird, für eine reibungslose Abwicklung zu sorgen."

Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, wer am Sonnabend verhindert ist, kann seine Karten zurückgeben. Mehr Informationen dazu gibt es hier auf der offiziellen Seite des Deutschen Handballbundes.

 

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