Olympia: Dänemark und Kroatien mit Last-Minute-Siegen

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Sonntag, 14.08.2016 // 09:40 Uhr

Unglaubliche Dramatik an Vorrunden-Tag vier des Olympischen Handballspiels: In einem vorweggenommenen Finale der Gruppe A besiegte Kroatien den bis dato ungeschlagenen Titelverteidiger Frankreich und kann damit - genau wie die Last-Minute-Sieger aus Dänemark - weiter vom Gruppensieg träumen. Traurig endete der Tag hingegen für Schweden: In der Gruppe B sind die Blau-Gelben ausgeschieden.

Olympia, Gruppe B: Schweden - Polen: 24:25 (13:12)

Für Schweden ist der Traum vom Viertelfinale ausgeträumt. Im "Endspiel" um Platz vier unterlagen die Blau-Gelben der polnischen Nationalmannschaft mit 24:25 und müssen nach dem Abschluss der Vorrunde am Montag frühzeitige die Heimreise antreten. Wie schon in den ersten drei Rio-Begegnungen schafften es die Schweden gegen Polen nicht, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Mit einem 3:0-Lauf hatten die Polen nach dem 12:13 zur Pause direkt nach Wiederanpfiff die Schweden geschockt, die ihrerseits aber im Stile von Champions antworteten: Mit fünf Treffern in Folge gingen sie ihrerseits mit 18:15 in Führung, doch für ein glückliches Ende sollte es nicht reichen: In der 54. Minute erzielte Stenmalm mit seinem achten Tor beim 22:21 die letzte schwedische Führung, dann beendeten vier polnische Tore in Folge den schwedischen Viertelfinal-Traum. Der Kieler Lukas Nilsson erzielte zwei Tore, bester Torschütze der Polen war Karol Bielecki (8).

Olympia, Gruppe A: Kroatien - Frankreich: 29:28 (14:12)

Ganz starker Auftritt der kroatischen Nationalmannschaft: In einem hochklassigen Spiel besiegte die Mannschaft um Motor Domagoj Duvnjak den bis dato ungeschlagenen Titelverteidiger Frankreich mit 29:28 und wahrte vor dem abschließenden Match gegen Tunesien am Montag sogar die Chance auf den Gruppensieg. Nur noch das Torverhältnis trennt jetzt Dänemark, Frankreich und Kroatien.
Kroatien gegen Frankreich: Der Klassiker lockte viele tausend Zuschauer in die Future-Arena von Rio. In diesem gaben von Beginn an die Kroaten den Ton an, Frankreich hatte nach Ilija Brozovics Treffer zum 2:0 und in der Folge zunächst Probleme, den Anschluss zu halten und konnte sich bei Thierry Omeyer und Michael Guigou (10/6 Tore) bedanken, nicht sofort einem hohen Rückstand hinterherlaufen zu müssen. Nur zweimal führten die Franzosen im ersten Durchgang, den Kroatien durch Treffer von Duvnjak und Sliskovic mit 14:12 für sich entschieden. Doch nach dem neuerlichen Ausgleich durch Sorhaindo (41.) entwickelte sich ein packendes Duell, das bis in die Schlussphase hinein dramatisch blieb: Horvat brachte Kroatien 70 Sekunden vor dem Ende in Führung, und dann wurde Keeper Ivan Pesic zum Helden: Er parierte nach der Schlusssirene einen Siebenmeter von Guigou und sicherte seinem Team, für das Marko Kopljar (6) am erfolgreichsten traf, die zwei wichtigen Vorrunden-Punkte.

Olympia, Gruppe A: Dänemark - Qatar: 26:25 (14:14)

Nicht weniger dramatisch und spannend ging es zwischen Dänemark und dem Vize-Weltmeister Qatar zu. Zwei Sekunden vor dem Ende verlor Mallash gegen Rene Toft Hansen den Ball und gab dem dänischen Superstar Mikkel Hansen noch die Chance auf ein Happyend. Und er nutzte sie: Mit der Schlusssirene erzielte Hansen mit seinem fünften Treffer den umjubelten 26:25-Siegtreffer und lässt Dänemark damit weiterhin vom Gruppensieg träumen. Zuvor hatten sich beide Mannschaften 60 Minuten lang einen unglaublichen Kampf geliefert, in dem der Kieler Kapitän Rene Toft Hansen als Abwehrchef und dreifacher Torschütze eine Bank war. Niklas Landin entschärfte zudem einen Siebenmeter des besten katarischen Torschützen Markovic (7). Die Katari hatten den besseren Start erwischt, führten mit 7:4 und 10:6 (18.). Doch die Dänen ließen sich nicht abschütteln und glichen bis zur Pause aus.
Nach dem Wechsel zogen die Dänen zunächst mit drei Treffern weg (41.), führten auch acht Minuten vor dem Ende noch mit diesem Vorsprung. DOch vier Minuten vor dem Ende glich Qatar wieder aus - der Beginn einer dramatischen Schlussphase, an deren Ende die Herren in Rot jubelten. Am Montag geht es für Dänemark nun im "Endspiel" gegen Frankreich um den Gruppensieg. 

 

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