Olympia: Überragender Duvnjak beim Sieg gegen Dänemark

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Freitag, 12.08.2016 // 08:30 Uhr

Der überragende Kieler Spielmacher Domagoj Duvnjak hat Kroatien zu einem ganz wichtigen Sieg beim Olympischen Handball-Turnier geführt. Im direkten Duell von gleich vier "Zebras" besiegten die Kroaten Dänemark mit 27:24. Auf den ersten Erfolg in Rio warten müssen weiterhin die Schweden um Lukas Nilsson, die dem kommenden deutschen Gegner Slowenien unterlagen.

Olympia, Gruppe B: Slowenien - Schweden: 29:24 (14:13)

In der "Deutschland-Gruppe" A des olympischen Turniers droht Schweden das vorzeitige Aus. Auch im dritten Spiel konnte die Mannschaft des Trainergespanns Ola Lindgren/Staffan Olsson den Punktebann nicht brechen und unterlag den Slowenen mit 24:29. Durch diese Niederlage bleiben die Schweden Tabellenletzter und müssen die beiden ausstehenden Partien gewinnen, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. Für dieses qualifiziert sind indes die Slowenen, am Sonnabend nächster Gegner der deutschen Mannschaft, die mit drei Siegen aus drei Spielen ihre optimale Bilanz ausbauten. Im Future-Dome von Rio de Janeiro erwischten die Blau-Gelben, bei denen der Kieler Lukas Nilsson insgesamt fünf Mal traf, einen 4:1-Traumstart (7.). Doch nach Vid Kavticniks Ausgleich 6:6 (16.) übernahmen die Slowenen das Ruder, egalisierten eine weitere Zwei-Tore-Führung der Schweden und gingen mit einem 14:13 in die Pause. Zwischen der 39. und 49. Minute fiel dann die Entscheidung: Mit einem 8:2-Lauf setzte sich Slowenien auf 26:18 ab, Schweden kam nicht mehr zurück ins Spiel und hat nun zwei Punkte Rückstand auf Platz vier und den nächsten Gegner Polen, der Ägypten 33:25 (16:10) schlug und seinen ersten Sieg feierte.

Olympia, Gruppe A: Dänemark - Kroatien: 24:27 (12:15)

Enttäuschung bei Rene Toft Hansen, Kroatien jubelt.

Ganz wichtiger Sieg für Kroatien: Im Spitzenspiel der Gruppe A gewann die Mannschaft von Trainer Zeljko Babic, angeführt von einem überragenden Kieler Spielmacher Domagoj Duvnjak, gegen Dänemark mit 27:24 (15:12). Duvnjak legte vier Tore auf und klaute als Spitze der offensiven Abwehr noch zwei Bälle, die er selbst zu zwei seiner insgesamt acht Treffer verwertete. "Dule" war omnipräsent und auch nicht von seinem THW-Mannschaftskameraden Rene Toft Hansen zu stoppen, der 48 Minuten lang die Abwehr der Dänen organisierte. Toft Hansen blieb wie sein Kieler Gegenüber Ilija Brozovic ohne eigenen Treffer, Niklas Landin teilte sich dieses Mal das Torwartspiel mit Jannick Green. Doch beide konnten nicht verhindern, dass in einer intensiv, aber weitestgehend fair geführten Begegnung die Kroaten früh das Zepter in die Hand nahmen. Bereits nach acht Minuten führten sie mit drei Treffern und gaben diesen Vorsprung bis zur Pause nicht mehr ab. Nach dem Wechsel verkürzte der insgesamt neunfache dänische Torschütze Lasse Svan auf 14:15 und Mikkel Hansen glich sogar zum 17:17 aus (38.), mit einem 6:2-Lauf bog Kroatien dann aber endgültig auf die Siegerstraße ein.

Gruppe A: Frankreich bereits im Viertelfinale

Mit nunmehr jeweils vier Punkten sind Kroatien und Dänemark ärgste Verfolger des Tabellenführers Frankreich, der dank eines überragenden Thierry Omeyer (16 Paraden) mit dem 31:24 (17:12) gegen Argentinien seine weiße Weste wahrte und vorzeitig den Viertelfinal-Einzug feierte. Auf Viertelfinal-Kurs ist auch Katar, obwohl der Vizeweltmeister trotz zwölf Toren von Rafael Capote beim 25:25 gegen Tunesien einen Punkt liegen ließ.  

 

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