Rune Dahmke im Aktuellen Sportstudio: "Spannung steigt"

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Sonntag, 10.01.2016 // 15:37 Uhr

Es passiert nicht häufig, dass Handballer ins "Aktuelle Sportstudio" eingeladen werden. Und noch seltener waren das in der Vergangenheit Handballer des Rekordmeisters THW Kiel: Fast neun Jahre nach Klaus-Dieter Petersen, Dominik Klein und Henning Fritz wurde jetzt wieder ein "Zebra" in der traditionsreichen Sportsendung begrüßt: Rune Dahmke meisterte seinen ersten Fernsehstudio-Besuch überhaupt und überzeugte 1,23 Millionen Zuschauer mit seinem sympathischen Auftreten.

"Ich hoffe auf acht Spiele in Polen"

Souveräner Auftritt: Oliver Roggisch und Rune Dahmke im Interview

ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein hatte den 22-jährigen Linksaußen des THW Kiel als "eines der hoffnungsvollsten junge Talente des deutschen Handballs" begrüßt. Rune Dahmke legte an der Seite des erfahrenen Team-Managers Oliver Roggisch schnell seine Nervosität vor der Kamera ab und strahlte: "Die Spannung steigt von Tag zu Tag, man merkt, dass es langsam ernst wird. Ich freue mich auf mein erstes großes Turnier!" Thematisiert wurde auch die enorme Belastung, denen die Top-Spieler in Deutschland ausgesetzt sind. "Rune Dahmke hat bisher 35 Pflichtspiele bestritten, bei den Bayern sind es 26 - und selbst die klagen über die hohe Intensität", sagte Müller Hohenstein. Rune Dahmke hofft, dass das Adrenalin bei der EM die Müdigkeit vergessen mache: "Ich hoffe auf acht Spiele in Polen", erklärte der Youngster mit einem Lächeln. "Wenngleich wir alle am Limit sind, obwohl noch nicht einmal die Hälfte der Saison gespielt ist."

"Ein Sieg gegen Spanien wäre ein wichtiger Schritt"

Ein Treffer und damit der Sieg gegen Oliver Roggisch: Rune Dahmke an der legendären ZDF-Torwand

Bei der Frage nach den EM-Zielen ließ Dahmke geschickt Oliver Roggisch den Vortritt: "Wir haben einen breiten Kader und wollen mit einem ähnlichen Auftreten wie bei der WM in Qatar überzeugen. Auch wenn es langweilig klingt: Wir schauen nur von Spiel zu Spiel", sagte der erfahrene ehemalige Abwehrchef der deutschen Mannschaft. Einen Nachteil in den vielen Verletzten mag Roggisch genauso wenig sehen wie Rune Dahmke: "Die Vorbereitung hat gezeigt, dass wir dadurch schwer auszurechnen sind. Bisher hat in jeder Partie ein anderer seine Qualitäten ausspielen können." Wenn das Team noch enger zusammenrücke, so Dahmke, könne man ein gutes Turnier spielen: "Wir können gleich gegen Spanien zeigen, wie gut wir wirklich drauf sind. Ein Sieg wäre ein wichtiger Schritt, um gut ins Turnier zu kommen. Wenn wir uns dann in einen Rausch spielen, brauchen wir uns vor keiner Mannschaft verstecken. Das wissen auch unsere Gegner."

"Passen Sie gut auf sich auf!"

Roggisch lobte die Qualitäten Dahmkes: "Rune hat eine Wahnsinns-Sprungkraft und alle Würfe drauf. Vom Repertoire her ist Uwe Gensheimer nicht viel besser." Dass der Kieler Youngster auch ein guter Fußballer ist, bewies Rune Dahmke dann an der legendären Torwand: Im Handball-internen Duell mit Roggisch gewann Dahmke das "Alt gegen Jung" mit 1:0 und überzeugte mit einer guten Schusstechnik. "Damit kann er gut nach Hause kommen", erklärte Katrin Müller-Hohenstein und wünschte der deutschen Mannschaft viel Erfolg in Polen. Für Rune Dahmke hatte die Moderatorin noch einen guten Rat: "Passen Sie gut auf sich auf, Rune, sie sind unserer einziger Linksaußen!" 

 

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